Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Gedanken zum Thema "Absolute Beginner", Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt
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Egil
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Egil »

elfriede hat geschrieben: Donnerstag 9. Januar 2025, 09:37
Und übrigens, wenn Frauen ab 30 Wert legen auf die Finanzstärke eines Mannes, dann finde ich das durchaus legitim. Denn Kinder zu bekommen ist für Frauen immernoch ein echtes Armutsrisiko. Daran hat sich leider in den letzten Jahrzehnten kaum etwas geändert. Wenn also eine Frau beim ersten Date den Kontostand und das Einkommen des Datepartners abklopft, ist das vielleicht ein bisschen ungeschickt aber absolut verständlich. Zumindest dann, wenn sie einen Kinderwunsch hat. Der Dating-Markt, so wie er heute läuft ist nun einmal unerbittlich und knallhart.
Gut, einverstanden. Dann fände ich es aber auch legitim, nächstes Mal beim ersten Date zu fragen, ob sie denn auch echte Werte hat oder ob sie mit Silikon oder Push Up nachgeholfen. Ich meine, immerhin muss ich ja wissen, ob sie auch in der Lage ist, meine Kinder zu stillen.
Äußerliche Attraktivität bedeutet Gesundheit und einen guten Genpool und Finanzkraft ermöglicht ein halbwegs sorgenfreies Leben.
So weit stimme ich dir zu, und dieses Mal ganz ohne Ironie.
Ich denke, für einige hier wird es Zeit, den Fakten ins Auge zu blicken.
Ich kann ja nur für mich selbst sprechen, da ich niemanden aus dem Forum persönlich kenne, aber nach allem, was ich im Laufe der Zeit so mitgekriegt habe, ist die Gemeinde der ABs sowohl optisch als auch vom Einkommen her bunt gemischt. In meinem Fall lagen die Baustellen definitiv weder an der Optik noch an der "finanziellen Sicherheit". Wie gesagt, die erwähnte Dame hatte zwar definitiv ein höheres Einkommen als ich, aber die von ihr benannten Sorgen und Probleme im Finanzbereich sind mir unbekannt. Das führte dazu, dass ich an die Weisheit meiner Oma denken musste: "Eine Frau kann mit der Handtasche mehr raus tragen, als ein Mann mit dem Wagen reinfahren kann."
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Reinhard
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Reinhard »

Videl hat geschrieben: Donnerstag 9. Januar 2025, 20:44 Nein, jeder profitiert von Freiheiten und mehr Gleichberechtigung. Männer standen damals unter Druck einen möglichst guten Job zu haben, von dem sie sich, ihre Frau und ihre Kinder ernähren konnten. Und möglichst nie arbeitslos zu werden. (...)

Das ist zwar nicht unbedingt eine leichte Aufgabe, aber auch keine mit unerwarteten Komplexitäten. Wie soll man (gilt für alle Geschlechter) durch eigene Anstrengung sozialkompatibler werden? Oder 10cm wachsen, Haare auf dem Kopf oder ein attraktiveres Gesicht bekommen? Durch Schönheits-OPs? (Die sind dann wiederum eine Geldfrage ...)

Die heutigen Anforderungen sind viel zu diffus um sinnvoll was machen zu können, im Gegensatz zu "früher".
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Levyn »

Videl hat geschrieben: Donnerstag 9. Januar 2025, 20:44 Nein, jeder profitiert von Freiheiten und mehr Gleichberechtigung. Männer standen damals unter Druck einen möglichst guten Job zu haben, von dem sie sich, ihre Frau und ihre Kinder ernähren konnten. Und möglichst nie arbeitslos zu werden. Wenn ein Job nicht gut bezahlt wurde, mussten teilweise auch die Frauen arbeiten, wobei der Mann dann als schlechte Partie angesehen wurde, weil er seine Familie nicht alleine ernähren/versorgen konnte.
Wo ist das heute denn anders? Der Großteil der Frauen, die vor allem auf dem Datingmarkt begehrt sind, erwarten das immer noch von ihren Männern. Möglicherweise nicht, dass sie sie haushalten, aber sehr wohl, dass der Mann mindestens genau so gut, aber am besten besser aufgestellt ist als sie.
Videl hat geschrieben: Donnerstag 9. Januar 2025, 20:44 Sicherlich gibt es heutzutage auch Gold Digger, aber mehrheitlich sind Mann und Frau zusammen, weil sie sich lieben und nicht weil die Frau dringend einen Ernährer braucht...
Dem würde ich grundsätzlich zustimmen, jedoch muss der Mann wenigstens auf dem Niveau der Frau sein.
Videl hat geschrieben: Donnerstag 9. Januar 2025, 20:44 Und wie viele Frauen (vor allem Ü30) stehen wirklich auf Bad Boys? Ich persönlich kenne keine einzige. Und du bist, laut deines Profils, Softcore AB. Das heißt, du hast mindestens eine Frau von dir überzeugen können, obwohl du kein Bad Boy bist.
Ja, auf die Bad Boys (also so richtige Arschlöcher) stehen höchstens die Mädels, die gerade in das Erwachsenenleben eintauche. Also meist so 18-23. Für mich ist der Begriff "Bad Boy" auch ein wenig zu wischiwaschi. Was wohl eher gemeint ist, sind durchsetzungsstarke, selbstbewusst wirkende Typen mit einem kleinen Hang zum frech sein. Also Männer, die auch mal Risiken eingehen und nicht immer nach den gesellschaftlichen Konventionen handeln.
Allerdings muss man so ein Typ auch gar nicht sein, um eine Freundin zu bekommen oder eine Frau von sich zu überzeugen. Es hilft höchstens bei vielen Frauen.
Es gibt natürlich auch Frauen, die solche Männer gar nicht anziehend finden und sich lieber die schüchternen Männer suchen, die nicht so dem Machertyp entsprechen. Aus meiner Beobachtung heraus, sind das aber oft die Frauen, die in der Beziehung dann die Hosen an haben.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Settembrini »

Vom Einpassen der Ansprüche in Regale und Schubläden sollten wir uns nach meinem Empfinden verabschieden. Und ich mutmaße mal sehr stark, dass der Mensch, der mit dem Subjekt „Frau“ angegeben wurde und bei dem zu hohe Ansprüche als möglich betrachtet wurden, auch im Handumdrehen das Subjekt „Mann“ erhalten kann. Ansprüche hat nämlich jeder Mensch. Ob diese dann im Einzelfall zu hoch sind, muss von Mensch zu Mensch entschieden werden. Auf Dating-Plattformen mag es für den Einen oder die Andere so wahrgenommen werden, mir selbst fehlt mangels Erfahrungen in der digitalen Welt des Datings dazu die Diskussionsgrundlage.

Ich kann mich nur im Rahmen realer Erinnerungen dazu äußern. Auch ich hatte in den Zeiten meiner Suche gewiss Ansprüche (oder besser formuliert: Vorstellungen), die in einigen Bereichen durchlässig und dehnbar waren, in ein paar Dingen aber fundamentiert in Beton gegossen waren. Und selbst versuchte ich bei dieser besagten Suche nicht, mich zu verbiegen oder zu den erwarteten Ansprüchen, die man beim ersten Kennenlernen zwangsweise nicht kennen kann, hinzuspringen. Das hieß nicht, dass ich all meine – durchaus vorhandenen – negativen Eigenschaften gleich ungefiltert herausließ, weil jede Frau gleich wissen sollte, an wen sie da geraten war und mir die vielzitierte Ehrlichkeit so wichtig war. Ich kannte meine Fehler und versuchte sie dabei zu verdecken, denn sie würden noch früh genug zu Tage treten. Bei vielen Datings war mein Gefühl beim Scheitern aber: „Schade – du ahnt nicht, was dir entgangen ist!“ Ich dachte nicht etwa deshalb so, weil meine Arroganz, die ich nach Meinung aller anderen Menschen gar nicht besitze, mich dazu trieb, sondern um mich selbst vor Selbstzweifeln zu schützen. Bei den zwei oder drei Begegnungen, bei denen die Trennung mir wirklich wehtat, klappte das dann aber nicht mehr.
Nun war ich ein Mensch, der niemals die Fehler bei den anderen, sondern immer bei sich selber suchte. Dies war meinem Naturell geschuldet. Und ich war ein Mensch, der mit zunehmenden Alter immer stärker die Ängste vor dieser für einen ABler schrecklichen Frage nach den bisherigen Beziehungen in sich spürte. Die Versagungsangst lag bei mir. Zumal ich wusste, dass ich bis zur unsichtbaren Linie zwischen Freundschaft und Liebe ein ungeheuer starker Charakter war. Beim Tritt über diese Linie aber versagte ich. Ich – nicht die Frau gegenüber. Dabei halfen unverständige Reaktionen von Bekannten in keinem Fall, obwohl sie ungeschönt und ehrlich ausgesprochen wurden: „Du bist alles andere als hässlich! Du verfügst über eine immense Bildung, du hast Charme und bis den Menschen gegenüber freundlich. Du bist finanziell vollkommen unabhängig und deine Kinderliebe ist nicht gerade gering! Wir verstehen nicht, weshalb du immer noch alleine bist!“

Ich verstand es selbst nicht. Heute verstehe ich es besser. Es war diese unsichtbare Linie zwischen Freundschaft und Liebe, die mich versagen ließ. Heute habe ich meinen Frieden mit ihr gemacht. Mein Freundeskreis ist groß. Aber ähnlich wie @Automobilist habe ich jede Suche und auch jede Hoffnung – vielleicht sogar jedes Verlangen dazu – aufgegeben, was den Schritt hinter diese Linie angeht.
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elfriede
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von elfriede »

Tania hat geschrieben: Donnerstag 9. Januar 2025, 17:19

Trotzdem, dieses Modell ist nicht die einzige Art, eine Beziehung zu führen. Und ich empfinde es als etwas befremdlich, dass Du so massiv versuchst, die aus diesem Modell gewonnenen Erkenntnisse hier als ultimative Fakten zu propagieren, und die Menschen aufforderst, doch mal aufzuwachen und das anzuerkennen. ...
Liebe Tania,

Mir ist schon bewusst, dass sich die Welt in den letzten 30 Jahren ein Stück weiter gedreht hat. Und ich begrüße es durchaus, dass die jungen Frauen heute zuerst mal dafür sorgen, dass sie selbst auf eigenen Beinen stehen können. Das habe ich übrigens auch getan. Leider bin ich aufgrund von massivem elterlichen Druck in einem Beruf gelandet, den ich von Anfang an gehasst habe. Deshalb war es für mich auch kein wirklich großes Opfer, diesen für die Familie aufzugeben. Dennoch habe ich immer darunter gelitten, von meinem Mann abhängig zu sein und habe später dann noch einmal alles daran gesetzt, in einem neuen Beruf Fuß zu fassen. Dies ist mir auch so halbwegs gelungen. Ich arbeite seit jetzt fast 13 Jahren in der Pflege und konnte hier sehr viel besser meine Fähigkeiten und Talente einbringen, als im ursprünglichen Beruf. Allerdings war es mir aufgrund meines schon fortgeschrittenen Lebensalters nicht mehr möglich, sowas wie "Karriere" zu machen. Das bedaure ich sehr. Mit einem Examen oder sogar einem Studium im sozialen Bereich wäre mir vieles möglich gewesen, was mir so leider verwehrt blieb. Und ich schlage manchmal die Hände über den Kopf zusammen, wenn ich erleben muss, wie leichtfertig junge, unerfahrene Vorgesetzte zum Teil verheerende Fehlentscheidungen treffen, weil sie diesen wunderbaren Beruf leider nur halbherzig und ohne wirkliche Ambitionen ausüben. Aber das ist alles mein Problem und hat mit dem ursprünglichen Thema nichts zu tun.

Zu unserer Ehe kann ich dir sagen, dass sie trotz aller Belastungen glücklich ist. Und mit glücklich meine ich jetzt nicht hollywoodreif glücklich, sondern eher so, dass wir beide zufrieden sind und das, was wir aneinander haben zu schätzen wissen. Es gab schon Momente und auch längere Phasen, in denen wir gezweifelt und gehadert haben. Das hat in unserer Lebensmitte zu einer heftigen Krise geführt. Damals hing unsere Ehe wirklich nur noch an einem seidenen Faden. Das was uns damals zusammen hielt war nur noch unser Kind, unser Haus und das Leben, das wir uns aufgebaut hatten. Die Liebe und vielleicht sogar die gegenseitige Wertschätzung hatte sich auf ein Minimum reduziert und war kaum noch spürbar. Aber wir hielten durch. Wir trafen einfach jeden Tag die Entscheidung, gemeinsam weiter zu machen, egal wieviel Blut, Schweiß und Tränen es uns kosten würde. Und ich kann dir sagen, Tränen flossen eine Menge. Auf beiden Seiten.

Aber wir schafften es und sind heute wieder froh und glücklich zusammen. Wir genießen jetzt unser Leben ganz anders, haben unsere Erwartungen zurück geschraubt und leben bescheidener aber in gegenseitigem Respekt und dem Wissen, dass wir uns aufeinander absolut verlassen können. Egal, was passiert. In unserem Alter sind schon einige unserer Freunde und Bekannten verstorben oder schwer erkrankt. Die jeweiligen Partner blieben allein zurück. Das ist nicht schön aber wohl der Lauf des Lebens. Auch wir werden in absehbarer Zeit wohl weitere Einschränkungen hinnehmen müssen, denn mein Mann ist um einiges älter als ich und leider nicht mehr ganz gesund. Aber so lange es geht, genießen wir unser Leben.

Ich würde meiner Tochter - leider habe ich keine - auf gar keinen Fall empfehlen, meinen Lebensweg zu wählen. Ich würde sie unbedingt darin unterstützen, sich ihre Unabhängigkeit zu erhalten und ihren beruflichen Werdegang voran zu treiben. Immer vorausgesetzt, sie liebt, was sie tut. Hätte ich Enkel, wäre ich als Oma zur Stelle, wenn die Kinder krank würden und würde so die junge Familie unterstützen, wo ich kann. Ich hatte diese Hilfe leider nie, weder von meinen Eltern noch von meinen Schwiegereltern. Hätte ich sie gehabt, ich hätte viel eher eine Umschulung gemacht und hätte noch einmal von vorne angefangen.

Leider werde ich wohl niemals Enkel bekommen, denn mein Sohn ist ein AB und hat in seinem Leben die Prioritäten anders gesetzt. Sollte er irgendwann doch noch eine Partnerin finden, so wird er wohl trotzdem keine Familie gründen wollen. Ich bin darüber nur noch selten traurig, denn wir haben inzwischen ein offenes Gespräch führen können. Ich verstehe ihn jetzt besser und habe weniger Ängste um seine Zukunft. Er wird auf seine Weise ein gutes und erfüllendes Leben führen, dessen bin ich mir sicher. Und ich muss für mein Leben andere Inhalte finden, als die, Oma und Schwiegermutter zu sein. Auch mein zweiter Beruf wird für mich bald nicht mehr im Mittelpunkt stehen können. Meine Kräfte lassen deutlich nach und die Entwicklung, die die stationäre Pflege in den letzten Jahren nimmt, kann ich bald nicht mehr mittragen. Aber ich werde andere Aufgaben finden. Und sei es auch nur die, endlich mal das Leben zu genießen.

Euch jungen Leuten, egal ob jetzt AB oder in einer Beziehung, wünsche ich, dass ihr eure Träume verwirklichen könnt. Zumindest einen Teil davon. Ihr werdet eure Erfahrungen machen und so manche Bruchlandung wegstecken müssen. Zuerst mal aber solltet ihr mal endlich vom Boden abheben und fliegen lernen. Und das heißt, aktiv werden, die Flügel aufspannen und anfangen sie zu bewegen. Idealvorstellungen lese ich hier viele aber leider nur wenig Bereitschaft, etwas dafür zu tun, um diese zu erreichen. Sei es in der Partnersuche oder in anderen Lebensbereichen. Dabei ist die Welt groß und bunt. Sehr viel größer und sehr viel bunter, als dieser kleine Labtopbildschirm vor dem auch ich viel zu oft sitze. Deshalb gehe ich jetzt raus und genieße meinen freien Tag. Wer weiß, wer mir dabei so alles begegnet.

Alles Liebe
Elfriede
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von elfriede »

Egil hat geschrieben: Donnerstag 9. Januar 2025, 21:48
Gut, einverstanden. Dann fände ich es aber auch legitim, nächstes Mal beim ersten Date zu fragen, ob sie denn auch echte Werte hat oder ob sie mit Silikon oder Push Up nachgeholfen. Ich meine, immerhin muss ich ja wissen, ob sie auch in der Lage ist, meine Kinder zu stillen.

Ich kann ja nur für mich selbst sprechen, da ich niemanden aus dem Forum persönlich kenne, aber nach allem, was ich im Laufe der Zeit so mitgekriegt habe, ist die Gemeinde der ABs sowohl optisch als auch vom Einkommen her bunt gemischt. In meinem Fall lagen die Baustellen definitiv weder an der Optik noch an der "finanziellen Sicherheit". Wie gesagt, die erwähnte Dame hatte zwar definitiv ein höheres Einkommen als ich, aber die von ihr benannten Sorgen und Probleme im Finanzbereich sind mir unbekannt. Das führte dazu, dass ich an die Weisheit meiner Oma denken musste: "Eine Frau kann mit der Handtasche mehr raus tragen, als ein Mann mit dem Wagen reinfahren kann."
Lieber Egil,

Ob eine Frau mit Push Up oder Silikon nachgeholfen hat, erkennt der Kenner doch mit einem Blick, oder nicht? Diese "Werte" trägt Frau ja sichtbar vor sich her. Wackelt es beim Gehen, ist Natur im Spiel. Stehen die Brüste auch im Liegen wie eine Eins, hat der eine oder andere Chirurg Hand angelegt. Und wenn deine Baustellen weder im Aussehen, noch auf dem Bankkonto zu finden sind, wo liegen sie dann? Kann es sein, dass du nicht bereit bist, Verantwortung zu übernehmen? Hast du soviel Angst vor der Handtasche einer Frau, dass du sie gar nicht erst in dem besagten Wagen einsteigen lässt? Mit anderen Worten: bist du geizig?

Geiz ist eine Eigenschaft, die sehr unsexy ist. Zumindest beim ersten Date sollte der Mann bezahlen und kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft sondern lassen auch die Liebe wachsen. Bist du dazu bereit? Warum sonst ist denn dieses Date mit der Dame im Sande verlaufen? Magst du mal erzählen?

Liebe Grüße
Elfriede
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Levyn »

elfriede hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 10:45 Ob eine Frau mit Push Up oder Silikon nachgeholfen hat, erkennt der Kenner doch mit einem Blick, oder nicht? Diese "Werte" trägt Frau ja sichtbar vor sich her. Wackelt es beim Gehen, ist Natur im Spiel. Stehen die Brüste auch im Liegen wie eine Eins, hat der eine oder andere Chirurg Hand angelegt.
Ich glaube nicht, dass man immer erkennen kann, ob jemand nachgeholfen hat.
elfriede hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 10:45 Und wenn deine Baustellen weder im Aussehen, noch auf dem Bankkonto zu finden sind, wo liegen sie dann?
Gibt es für dich nur diese 2 Möglichkeiten oder kannst du dir auch vorstellen, dass man z.B. einfach nicht so sehr der Typ ist, der die Aufmerksamkeit der Frauen auf sich zieht?

Generell finde ich auch, dass du im Bezug auf Familie eine ziemliche Boomer-Mentalität hast. Dir scheint es vor allem um das familiäre Prestige zu gehen. Deine Leistung als Mutter sollte für andere Leute sichtbar sein, denn du hast nicht nur einen erfolgreichen Mann, sondern vor allem auch einen erfolgreichen Sohn. Nur fehlt ihm noch das gewisse etwas, damit du auch noch mit ihm angeben kannst. So zumindest mein Empfinden.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von time4change »

Levyn hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 11:10... einen erfolgreichen Sohn. Nur fehlt ihm noch das gewisse etwas, damit du auch noch mit ihm angeben kannst.
Also statt dem klassischen "trophy wife":

Es wird eine Trophy Schwiegertochter gesucht :lol:
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Levyn »

time4change hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 12:02
Levyn hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 11:10... einen erfolgreichen Sohn. Nur fehlt ihm noch das gewisse etwas, damit du auch noch mit ihm angeben kannst.
Also statt dem klassischen "trophy wife":

Es wird eine Trophy Schwiegertochter gesucht :lol:
Ich dachte eher an eine stabile Beziehung mit einer Frau. So kann man sich als Mutter/Vater sagen, dass man trotz aller Witterungen einen erfolgreichen Sohn, der auch noch Akademiker ist, und eine tolle Frau hinter sich hat, in die Welt gesetzt hat und man maßgeblich an seinem Erfolg beteiligt war. Da man als Mutter/Vater selbst nicht so viel auf's Parkett gebracht hat, soll eben der Nachwuchs die Trophäen nach Hause holen.
Zumindest ist das mein Eindruck und das erinnert mich auch stark an meine eigene Mutter, für die es auch vor allem relevant ist, wie sie im Gegensatz zu anderen Müttern in ihrem Umfeld steht. Da muss jede Mutter einen oben drauf setzen, wenn es um die eigenen Kinder geht. "Mein Kind macht ja das und das...", "Mein Kind hat ja schon..." usw.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von elfriede »

Levyn hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 11:10

Gibt es für dich nur diese 2 Möglichkeiten oder kannst du dir auch vorstellen, dass man z.B. einfach nicht so sehr der Typ ist, der die Aufmerksamkeit der Frauen auf sich zieht?

Generell finde ich auch, dass du im Bezug auf Familie eine ziemliche Boomer-Mentalität hast. Dir scheint es vor allem um das familiäre Prestige zu gehen. Deine Leistung als Mutter sollte für andere Leute sichtbar sein, denn du hast nicht nur einen erfolgreichen Mann, sondern vor allem auch einen erfolgreichen Sohn. Nur fehlt ihm noch das gewisse etwas, damit du auch noch mit ihm angeben kannst. So zumindest mein Empfinden.
Lieber Levyn,

Mir ist schon klar, dass meine Beiträge einigermaßen provokant und für manchen auch sehr ärgerlich klingen. Aber ich kann dich beruhigen. Aussehen und Geld sind zwar möglicherweise die wichtigsten Trümpfe im Dating-Spiel aber sie sind bei Leibe nicht alles. Niemand wüsste das besser als ich, denn ich habe einen AB geheiratet, der trotz gutem Einkommen und "normaler" Attraktivität bis zu diesem Zeitpunkt erfolglos auf Partner*innen-Suche war. Auch mein Sohn ist von durchschnittlichem Aussehen, verdient recht gut und ist trotzdem AB. Da spielen eben noch viele andere Dinge mit hinein, ob ein Mensch für das andere Geschlecht attraktiv erscheint oder nicht. Ausdrucksfähigkeit, Humor, Intelligenz und Esprit sind bestimmt ebenso wichtig.

Auch geht es mir überhaupt nicht um Prestige, auch wenn ich als Angehörige der Boomer-Generation im Verdacht stehe, wie alle anderen darauf besonderen Wert zu legen. Trotz Einser- Abi, guter Ausbildung und obwohl ich in einem gepflegtem Einfamilienhaus wohne, liebe ich es zum Beispiel, meiner Arbeit als Pflegehelferin nachzugehen und fühle mich nicht zu schade dafür, meinen Bewohnern täglich den Hintern abzuputzen und die Füße zu waschen. Ich kann dir sagen, dass die meisten meiner Freundinnen darüber die Nase rümpfen. Ebenso haben wir nie besonders viel Aufwand um unseren Lebensstil getrieben. Während andere eine Fernreise nach der anderen machten blieben wir stets in Deutschland und verbrachten die Ferien an der See oder in den Bergen. Auch ein Kreuzfahrtschiff habe ich noch nie von innen gesehen. Wir fahren einen Kleinwagen und benutzen regelmäßig die ÖPNV. Ich trage keinen Schmuck und keine Markenklamotten und meine Frisur ist sportlich praktisch.

Auch mein Mann legt auf Statussymbole anders als unsere Altersgenossen keinen Wert. Nichts läge mir ferner, als mit meinem Sohn anzugeben und ich brauche ganz bestimmt keine Trophy-Schwiegertochter. Aber ich gebe zu, ich bin neidisch, wenn sich Freundinnen über ihre Enkelkinder unterhalten. Eine sagte vor kurzem zu mir, die Oma-Rolle sei die schönste ihres Lebens und das wünsche sie jeder Frau. Eine andere Freundin plant gerade einen Anbau am Haus, wo ihr Sohn mit seiner Partnerin in Kürze einziehen wird. Auch darauf bin ich neidisch. Für alle diese Frauen ist der Lebensweg für die nächsten Jahre in trockenen Tüchern und sie ernten quasi jetzt die Früchte ihrer Familien-Arbeit.

Ich dagegen ernte - mal wieder - nichts. Mein Sohn ist bald am anderen Ende der Welt. Mein Mann ist alt und krank, für Weltreisen ist es jetzt zu spät und ich werde sehen müssen, wie ich die Belastungen, die auf uns zukommen, alleine stemmen kann. Niemand wird da sein, wenn es medizinische oder andere Probleme gibt. Niemand wird durch unseren Garten toben, ich werde niemanden auf meinem Schoß trösten wenn er oder sie vom Spielen blaue Flecken hat und ich werde nie wieder einem Kind Märchen vorlesen, damit es einschlafen kann. Auf alles das bin ich neidisch und denke, ich hätte verdammt noch mal etwas anderes verdient.

Übrigens kommt mir jetzt bitte nicht damit, ich könnte ja eine Leihoma werden. Ich war sozusagen Tagesmutter. Zuerst unentgeltlich für etliche Nachbarskinder und dann eine Weile professionell über das Jugendamt. Ich habe für 2,50Euro die Stunde pro Kind zwei Kleinkinder eine Weile mit groß gezogen, habe sie liebevoll versorgt und täglich frisch bekocht. Aber sobald ich nicht mehr den gewünschten Nutzen brachte, wurden diese Beziehungen seitens der Eltern gekappt. Das tat mir jedes mal sehr weh, kann ich euch sagen und diese Bindungsverluste betrafen nicht nur mich. Auch für meinen Sohn waren einige dieser Kinder wie Geschwister und er verstand die Welt nicht mehr, wenn sie von einem Tag auf den anderen nicht mehr kommen konnten. Sei es, weil die Eltern sich getrennt hatten und weg zogen oder weil die Kinder in Ganztagsschulen oder Kitas untergebracht wurden. Nein, ich lasse mich nicht mehr ausnutzen. Das habe ich viel zu lange getan.

Da bleibe ich lieber alleine mit meinem Mann und gehe ab und zu mit einem Hund aus dem Tierheim spazieren. Das erscheint mir sinnvoller und weniger schmerzhaft.

In diesem Sinne!
Alles Gute für Euch
Elfriede
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von elfriede »

Levyn hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 12:25
time4change hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 12:02
Levyn hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 11:10... einen erfolgreichen Sohn. Nur fehlt ihm noch das gewisse etwas, damit du auch noch mit ihm angeben kannst.
Also statt dem klassischen "trophy wife":

Es wird eine Trophy Schwiegertochter gesucht :lol:
Ich dachte eher an eine stabile Beziehung mit einer Frau. So kann man sich als Mutter/Vater sagen, dass man trotz aller Witterungen einen erfolgreichen Sohn, der auch noch Akademiker ist, und eine tolle Frau hinter sich hat, in die Welt gesetzt hat und man maßgeblich an seinem Erfolg beteiligt war. Da man als Mutter/Vater selbst nicht so viel auf's Parkett gebracht hat, soll eben der Nachwuchs die Trophäen nach Hause holen.
Zumindest ist das mein Eindruck und das erinnert mich auch stark an meine eigene Mutter, für die es auch vor allem relevant ist, wie sie im Gegensatz zu anderen Müttern in ihrem Umfeld steht. Da muss jede Mutter einen oben drauf setzen, wenn es um die eigenen Kinder geht. "Mein Kind macht ja das und das...", "Mein Kind hat ja schon..." usw.
Da geht es einfach nur darum wer das erfolgreichste Kind hat.
Auch da liegen die Dinge bei uns ein wenig anders. Mein Sohn kam leider krank zur Welt. Er wurde als Kleinkind etliche male operiert und trug viele, zum Teil auch unansehnliche Narben davon. U.a. hat er bis heute einen künstlichen Darmausgang, der ihm den intimen Umgang mit dem anderen Geschlecht sicher zusätzlich erschwert. Hätte er eine Partnerin, wäre das für mich das Zeichen, dass er diese Traumata überwunden hat und somit könnten auch einige meiner Wunden endlich heilen. So aber bleiben sie offen. Für immer!
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Vogel »

elfriede hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 13:51
...
Auch da liegen die Dinge bei uns ein wenig anders. Mein Sohn kam leider krank zur Welt. Er wurde als Kleinkind etliche male operiert und trug viele, zum Teil auch unansehnliche Narben davon. U.a. hat er bis heute einen künstlichen Darmausgang, der ihm den intimen Umgang mit dem anderen Geschlecht sicher zusätzlich erschwert. ....
Ich würde sogar behaupten, all das ist der Grund warum sich Dein Sohn so als Einzelgänger verhält.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Vogel »

elfriede hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 13:51 .... somit könnten auch einige meiner Wunden endlich heilen. So aber bleiben sie offen. Für immer!
Und hier geht es ja dann doch um Dich! Seine Wunden sollen heilen, damit Deine heilen können!
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Hurz_der_Schrei »

Girassol hat geschrieben: Donnerstag 9. Januar 2025, 13:16 Puh ... Ich sehe auch, dass Kinder ein Armutsrisiko bedeuten können. Aber die Lösung sieht für mich ganz anders aus als einen potentiellen Partner erstmal auf seine Finanzen abzuklopfen.
elfriede hat geschrieben: Donnerstag 9. Januar 2025, 09:37 Und übrigens, wenn Frauen ab 30 Wert legen auf die Finanzstärke eines Mannes, dann finde ich das durchaus legitim. Denn Kinder zu bekommen ist für Frauen immernoch ein echtes Armutsrisiko. Daran hat sich leider in den letzten Jahrzehnten kaum etwas geändert. Wenn also eine Frau beim ersten Date den Kontostand und das Einkommen des Datepartners abklopft, ist das vielleicht ein bisschen ungeschickt aber absolut verständlich. Zumindest dann, wenn sie einen Kinderwunsch hat.
Das potentielle Armutsrisiko durch Kind(er) ist in den letzten Jahren durch gesetzliche Maßnahmen erheblich geringer geworden.
Ganz vorne sind in den Angestelltenjobs eingeführte großzügige Gleitzeit- und Homeoffice-Regelungen, durch die man auch mit Kleinkindern Vollzeit berufstätig sein kann ohne dass man Einkommenseinbußen hinnehmen muss.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Hurz_der_Schrei »

Settembrini hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 07:05 Vom Einpassen der Ansprüche in Regale und Schubläden sollten wir uns nach meinem Empfinden verabschieden. Und ich mutmaße mal sehr stark, dass der Mensch, der mit dem Subjekt „Frau“ angegeben wurde und bei dem zu hohe Ansprüche als möglich betrachtet wurden, auch im Handumdrehen das Subjekt „Mann“ erhalten kann. Ansprüche hat nämlich jeder Mensch. Ob diese dann im Einzelfall zu hoch sind, muss von Mensch zu Mensch entschieden werden. Auf Dating-Plattformen mag es für den Einen oder die Andere so wahrgenommen werden, mir selbst fehlt mangels Erfahrungen in der digitalen Welt des Datings dazu die Diskussionsgrundlage.
[...]
Dass sich spätestens seit der Jahrtausendwende der gesellschaftliche Bereich Partnersuche und -schaft erheblich verändert hat und sich die Koordinaten massiv verschoben, kann niemand leugnen und widerlegen - niemand wird das auch können. Es sei denn man hat die letzten zwei Jahrzehnte isoliert in einer Kapsel gelebt.
Allerdings kündigten sich diese massiven Veränderungen bereits lange vorher langsam an.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

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Settembrini hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 07:05 Mein Freundeskreis ist groß. Aber ähnlich wie @Automobilist habe ich jede Suche und auch jede Hoffnung – vielleicht sogar jedes Verlangen dazu – aufgegeben, was den Schritt hinter diese Linie angeht.
Das eigentlich Lustige bei mir ist ja, daß es ab initio gar keine Ansprüche gab - schon deshalb nicht, weil ich mir zum Zeitpunkte des Verliebens darüber absolut keine Gedanken gemacht hatte.
Damals waren Cosinussatz, De bello Gallico oder Voltaire, Shakespeare und Don Carlos angesagt.

Aber als ich diese Aphrodite zum ersten Male sah - brannten buchstäblich alle Sicherungen durch : " Die - oder keine ! "

Somit gab es für die nächsten Jahre - in der Tat mehr als 10 - auch keinerlei Suche. Denn ich mußte sie ja finden - und treffen.

Daß sie aber viele meiner Ansprüche, welche nach und nach klarer wurden, erfüllt - war ein s e h r angenehmer Nebeneffekt; denn : An Anfang war - nicht das Wort, sondern die Optik. So einfach war das.

Da ich in vielen Denkweisen ( in weitaus den Meisten ! ) und Gusto vom Durchschnitt drastisch abweiche - war keinem mehr bewußt, als mir.

Das fiel schon am " Freundeskreis " auf - alle waren zumindest 50, aber auch mehr Jahre älter. In Folge dessen - gibt es schon seit Langem keinen Derartigen mehr.

Indirekt auf Elfriede gemünzt : meine Mutter versuchte auch, Verkuppelungsmanöver zu beginnen. Der Ehrlichkeit halber : in erster Linie für " das Eine ".

Aber diese erwiesen sich allesamt als Rohrkrepierer I. Klasse - soweit ich mich entsinnen kann, hat keines dieser RDV's länger gedauert als 5 Minuten - um sich hoffentlich niemals wiederzusehen.

Ich würde auch heute noch zu meiner Traumfrau gewiß nicht nein sagen - nur....bin ich eben keine 50 mehr, und der Körper macht mehr und mehr Probleme.

Da es aber außer Frage stand, von den Ansprüchen - welche sie größtenteils geprägt hatte - abzuweichen, und es für uns kein " Happy End " gab oder gibt - b r a u c h t e ich auch nicht mehr zu suchen.

Ich glaube nicht, daß es diese Combination noch einmal gibt - gleichviel, wie viele Frauen es denn auf der Welt gibt.

Somit ist es schon richtig, daß nicht nur die Hoffnung tot ist - sondern auch das Verlangen.

Dieses ist - für s i e ! - zwar noch vorhanden - aber, irgendwie wie ein Porträt an der Wand, das " schon immer " dort hangt - aber kaum noch wahrgenommen wird.

Heute, nach 46 Jahren nach dem " Zündzeitpunkt " - muß ich leider zugestehen : " Die - oder Keine. Dann eben Keine. "

Fragte mich jemand, ob ich es anders machen würde, hätte ich nochmals die Möglichkeit : Klares " Nein ".

Sich treu zu bleiben - kann Wunden reißen. Dieselben heilen nicht - sie vernarben nur.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Tania »

Hurz_der_Schrei hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 16:52 Ganz vorne sind in den Angestelltenjobs eingeführte großzügige Gleitzeit- und Homeoffice-Regelungen, durch die man auch mit Kleinkindern Vollzeit berufstätig sein kann ohne dass man Einkommenseinbußen hinnehmen muss.
Kennst Du tatsächlich jemanden, der 8 Stunden täglich konzentriert arbeiten kann, während ein ansonsten unbeaufsichtigtes Kleinkind in der Wohnung ist?

Das funktioniert eigentlich nur, wenn besagtes Kleinkind schläft - was wiederum bedeutet, dass das Elternteil nachts arbeitet und entsprechend wenig schläft. Einkommenseinbußen muss man so tatsächlich hinnehmen - man ruiniert lediglich seine Gesundheit.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Reinhard »

Tania hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 19:08
Hurz_der_Schrei hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 16:52 Ganz vorne sind in den Angestelltenjobs eingeführte großzügige Gleitzeit- und Homeoffice-Regelungen, durch die man auch mit Kleinkindern Vollzeit berufstätig sein kann ohne dass man Einkommenseinbußen hinnehmen muss.
Kennst Du tatsächlich jemanden, der 8 Stunden täglich konzentriert arbeiten kann, während ein ansonsten unbeaufsichtigtes Kleinkind in der Wohnung ist?
So groß ist der Verlust auch wieder nicht. NIEMAND arbeitet 8 Stunden konzentriert. :hierlang:
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von elfriede »

Vogel hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 16:47
Ich würde sogar behaupten, all das ist der Grund warum sich Dein Sohn so als Einzelgänger verhält.
Das sehe ich auch so. Und genau deshalb tut es mir so weh.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von elfriede »

Das funktioniert eigentlich nur, wenn besagtes Kleinkind schläft - was wiederum bedeutet, dass das Elternteil nachts arbeitet und entsprechend wenig schläft. Einkommenseinbußen muss man so tatsächlich hinnehmen - man ruiniert lediglich seine Gesundheit.
[/quote]

Sind wir uns also einig, dass es nicht nur für Alleierziehende eine Herausforderung ist, ein Kind groß zu ziehen. Auch für Paare ist es heute kaum noch möglich, von nur einem Gehalt zu leben.
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