Es ist ein automatischer und völlig normaler Prozess in jedem Lebenslauf, dass mit zunehmendem Alter das soziale Umfeld und der Freundes- bzw. Bekanntenkreis immer kleiner wird.time4change hat geschrieben: ↑Montag 30. Dezember 2024, 10:33
naja ... in meinen 20ern war das eher eine Wochendosis an Geselligkeit ...
und ab Mitte 30 bis ich 47 war kam ich immerhin noch auf im Mittel vier gesellige Abende/Nachmittagskaffees/Brunchen/... im Monat
(zeitweise wenn ich mal für ein oder zwei oder drei Jahre die richtigen WG-Mitbewohner hatte auch mehr)
sprich:
ich weiß geselliges Zusammensein mit den richtigen Leuten durchaus zu schätzen
(auf die anderen drei Viertel oder mehr der Menschheit kann ich gut verzichten!)
und kenne dies auc aus der "guten alten Zeit" ...
es war also im Laufe der letzten 20 bis 25 Jahre ein schleichender Prozess der "Vereinsamung" ...
Wieso sollte man da überhaupt noch alt werden wollen? Dann ist wirklich alles vorbei.Hurz_der_Schrei hat geschrieben: ↑Montag 18. November 2024, 18:54 Gar nicht.
Für viele Dinge sind die Zeitfenster mit dem Übergang in neue Lebensphasen geschlossen - ich hatte ebenso darüber nachgedacht und gehofft, dass man alte "bessere "Zeiten irgendwie zurückholen und Versäumnisse nachholen kann - es wird nicht funktionieren.
Bestimmte Dinge passen in spätere Lebensphasen einfach nicht mehr hinein, so sehr man sich auch Illusionen bastelt - es ist vorbei.
Keineswegs. Man kann sich auch als alter Mensch des Lebens freuen - abhängig von persönlichen Präferenzen.
Schön, dass manche das können.Automobilist hat geschrieben: ↑Montag 27. Januar 2025, 17:50Keineswegs. Man kann sich auch als alter Mensch des Lebens freuen - abhängig von persönlichen Präferenzen.
M.E. besteht die Kunst einfach darin, das Beste aus der Situation machen zu wollen. Es ist einfacher gesagt, als getan.
Ganz genau. Aber bei mir hat es dann nichts mehr mit Freude und Genuss zu tun, sobald es nicht mehr einfach ist. Dann geht's nur darum, einen etwas erträglicheren Zustand zu erreichen, v.a. durch regelmäßige Aktivierung des Belohnungssystems, also per Zwang Antriebslosigkeit überwinden und hart zu sich sein. Sport und geistig anstrengende Literatur sind da am hilfreichsten.Automobilist hat geschrieben: ↑Montag 27. Januar 2025, 17:58 Es ist einfacher gesagt, als getan.
Es gibt aber oft keine andere Möglichkeit.
Wieso sollte man da überhaupt noch alt werden wollen? Dann ist wirklich alles vorbei.
Wenn ich beim anderen Geschlecht aufgrund eigener Unfähigkeit und Selbstwertproblemen ums Verrecken willen nicht landen kann - und Sichselbstöffnen die Frauen erst recht abschreckt - dann ist zumindest scheißegal, was altersabhängig interessant sein könnte.Hurz_der_Schrei hat geschrieben: ↑Montag 27. Januar 2025, 18:25
Das hat eher mit den Gewichtungen und Präferenzen zu tun.
Ab einer bestimmten Lebensphase sind nun mal die Zeiten der nächtelangen Partys an der Uni oder (wie bei mir) an der Berufsschule vorbei und wenn man ehrlich ist, um diesen einen Aspekt unter vielen aus der Jugend zu betrachten:
Will man das denn ab einem gewissen Alter überhaupt noch?
Ja sicher, mir geht es auch nicht anders wenn ich an diese Zeiten zurückdenke und die verpassten Gelegenheiten, wo einem erst im Nachhinein bewußt wird, dass man die durch eigenes Unvermögen versaubeutelte.
Dieses Schicksal teilen sich (leider) die zahllosen und immer mehr werdenden AB's.Seb-X hat geschrieben: ↑Montag 27. Januar 2025, 18:42
Wenn ich beim anderen Geschlecht aufgrund eigener Unfähigkeit und Selbstwertproblemen ums Verrecken willen nicht landen kann - und Sichselbstöffnen die Frauen erst recht abschreckt - dann ist zumindest scheißegal, was altersabhängig interessant sein könnte.
Ich möchte niemanden persönlich angehen, aber für mich sind das inhaltsleere Worthülsen. Außerdem würde das Herunterschrauben der Erwartungshaltung mich in die Resignation treiben bzw. hatte es schon.Hurz_der_Schrei hat geschrieben: ↑Montag 27. Januar 2025, 19:08 erstmal zu versuchen das Beste aus der Situation zu machen und vielleicht die eigene Erwartungshaltung herunterschrauben.
Bei wem ist das denn anders? Ich glaube jeder empfindet eine Datesituation nicht gerade als angenehm. Es ist aber das notwendige Übel, um in Sachen Beziehung, einen Schritt weiter zu kommen.
Du hast ja schon mehrfach geäußert, dass du deine Erwartungshaltung einfach nicht herunterschrauben möchtest.
Was soll das bringen? Mich würde das resignativ und passiv machen. Es gäbe keinen Grund mehr, sich noch anzustrengen, aber es ginge mir auch nicht besser. Also: Was soll das bringen?
Warum würde dich das passiv und resignativ machen? Nehmen wir doch ein ganz einfaches Beispiel, welches mir von dir im Kopf geblieben ist: Du erwartest von deiner späteren Geliebten, dass sie dich vom ersten Blick an körperlich sehr attraktiv finden muss. Ist das nicht gegeben, so willst du das ganze auch nicht weiter fortsetzen, weil du von einer potentiellen Kandidatin möchtest, dass sie dich sofort hot findet.
Bei dem Beispiel würde ich es nicht so sehen, dass ich die Erwartungen stark gesenkt hätte. Ob erster oder nur zweiter Blick, wo ist da der große Unterschied? Wenn es nicht dazu führt, dass es mir leichter fällt, dann bringt es nichts, Erwartungen zu senken.Levyn hat geschrieben: ↑Montag 27. Januar 2025, 22:41Warum würde dich das passiv und resignativ machen? Nehmen wir doch ein ganz einfaches Beispiel, welches mir von dir im Kopf geblieben ist: Du erwartest von deiner späteren Geliebten, dass sie dich vom ersten Blick an körperlich sehr attraktiv finden muss. Ist das nicht gegeben, so willst du das ganze auch nicht weiter fortsetzen, weil du von einer potentiellen Kandidatin möchtest, dass sie dich sofort hot findet.
Warum kannst du nicht damit leben, dass dich Menschen vielleicht nicht auf dem ersten Blick toll finden, sondern erst auf den zweiten Blick?