Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Gedanken zum Thema "Absolute Beginner", Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt
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Peter
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Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Peter »

Ich eröffne mal hier dieses Thema, da sich in einem Beitrag aus dem Bereich „Hier geht es um Dich“ gezeigt hat, dass es ein allgemeines Interesse an dem Thema gibt.

Hier kann also jeder über seine Schwierigkeiten beim Knüpfen von Freundschaften schreiben. Oder auch Vorschläge machen, wie es gelingen kann.
Oder einfach sowohl positive als auch negative Erfahrungen mit uns teilen.
Schreibt einer "Hallo", stimmt der Vibe nicht mehr :mrgreen:
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time4change
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von time4change »

Carmen1452 hat geschrieben: Montag 20. Januar 2025, 13:50 ... Also irgendwie bleibt niemand in meinem Leben dauerhaft. Wären meine Freundschaften aus Schulzeiten nicht auseinander gegangen wären hätte ich vielleicht ein anderes leben.
Panta Rhei!

Was meine Freundschaften aus Studienzeiten betrifft:
Wäre ich nicht 200 km weit weg gezogen (zwecks mir genehmem Job!), so wären 2/3 der Freundschaften trotzdem auseinander gegangen - wegen Wegzug der Freunde, wegen fester Partnerschaft/Heirat und Kindern, ...

Wichtiger WÄRE (gewesen), kontinuierlich NEUE ins neue Leben passende DAUERHAFTE* Kontakte zu finden...
Seit Mitte 30 haben sich eigentlich nur noch "Bekanntschaften" und keine soliden Freundschaften mehr ergeben...

* "dauerhaft" sagen wir mit 10-Jahresperspektive, nicht zwingend lebenslänglich
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Carmen1452 »

time4change hat geschrieben: Montag 20. Januar 2025, 17:32
Carmen1452 hat geschrieben: Montag 20. Januar 2025, 13:50 ... Also irgendwie bleibt niemand in meinem Leben dauerhaft. Wären meine Freundschaften aus Schulzeiten nicht auseinander gegangen wären hätte ich vielleicht ein anderes leben.
Panta Rhei!

Was meine Freundschaften aus Studienzeiten betrifft:
Wäre ich nicht 200 km weit weg gezogen (zwecks mir genehmem Job!), so wären 2/3 der Freundschaften trotzdem auseinander gegangen - wegen Wegzug der Freunde, wegen fester Partnerschaft/Heirat und Kindern, ...

Wichtiger WÄRE (gewesen), kontinuierlich NEUE ins neue Leben passende DAUERHAFTE* Kontakte zu finden...
Seit Mitte 30 haben sich eigentlich nur noch "Bekanntschaften" und keine soliden Freundschaften mehr ergeben...

* "dauerhaft" sagen wir mit 10-Jahresperspektive, nicht zwingend lebenslänglich
Ich habe es vor Corona online so oft versucht. Habe über diverse Portale und im AB Treff zig Leute angeschrieben. Aber ist nie was draus geworden. Haben zu weit weg gewohnt oder wollten nur schreiben oder halt gar kein Interesse. Und so irgendwie Leute ansprechen oder dauerhafte Freundschaften aufbauen fällt mir echt schwer.
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time4change
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von time4change »

Carmen1452 hat geschrieben: Montag 20. Januar 2025, 18:01 Ich habe es vor Corona online so oft versucht. Habe über diverse Portale und im AB Treff zig Leute angeschrieben. Aber ist nie was draus geworden. Haben zu weit weg gewohnt oder wollten nur schreiben oder ...
Ich habe es (vor Corona) durchaus ab und an geschafft, mich online mit Leuten zu einzelnen Unternehmungen (mal eine Wanderung, mal ein Konzert/Festival/Stadtteilfest) zu verabreden...
(und manche Leute dann auch mal ein oder zwei Jahre lang öfter gesehen)
oder auch zeitweise mit WG-Mitbewohnern/innen - wenn es gerade so gepasst hat daß sich in der WG ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt hatte ...

Hauptproblem war, daß das zumeist (auch) "Neigschmeckte" waren, die nach 1 oder 2 oder wenigen Jahren wieder weggezogen sind ...
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Carmen1452 »

time4change hat geschrieben: Dienstag 21. Januar 2025, 14:21
Carmen1452 hat geschrieben: Montag 20. Januar 2025, 18:01 Ich habe es vor Corona online so oft versucht. Habe über diverse Portale und im AB Treff zig Leute angeschrieben. Aber ist nie was draus geworden. Haben zu weit weg gewohnt oder wollten nur schreiben oder ...
Ich habe es (vor Corona) durchaus ab und an geschafft, mich online mit Leuten zu einzelnen Unternehmungen (mal eine Wanderung, mal ein Konzert/Festival/Stadtteilfest) zu verabreden...
(und manche Leute dann auch mal ein oder zwei Jahre lang öfter gesehen)
oder auch zeitweise mit WG-Mitbewohnern/innen - wenn es gerade so gepasst hat daß sich in der WG ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt hatte ...

Hauptproblem war, daß das zumeist (auch) "Neigschmeckte" waren, die nach 1 oder 2 oder wenigen Jahren wieder weggezogen sind ...
Ja vor Corona war manches anders. Ich habe halt bei so Aktivitäten immer Angst das ich nicht mit komme durch meine körperliche Einschränkung. Kann nicht so weit gehen und brauche öfters Pausen. Da hat man dann immer Angst das die anderen das nicht so verstehen.

Und in WGs habe ich nie gewohnt. Wobei ich mir denke das kann eine Chance sein Anschluss zu bekommen muss aber nicht sein. Habe schon von wem gehört das man da nur nebeneinander her gelebt hat und kaum was zusammen gemacht hat.

Und je älter man wird desto schwieriger wird das Thema allgemein. Viele sind verpartnert und haben Kinder. Da verschieben sich dann die Themen und Interesse. Und mit Kind hat man dann auch nicht mehr so viel Zeit.
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von relay »

Ich denke (jedenfalls ist dies mein Ansatz) das Ziel muss schonmal nicht ein/eine Freund/in sein. Sondern das Ziel muss ein Freundes- / und Bekanntenkreis sein. Ich denke es ist ganz gefährlich sich da nur auf eine Person zu konzentrieren. Freundschaften wachsen mit der Zeit oder gehen wieder ein. Hängt man da an einer Person wird soviel auf diese projeziert, das dies eine junge Freundschaft nur schwer stemmen kann wundert mich nicht.

Als schwuler Mann suche ich vermehrt freundschaften zu anderen schwulen Männern. Das sind aber reine Freundschaften ganz ohne irgendeinen sexuellen Anteil. Das ist in diesem Bereich schwieriger als man meinen würde.

Warum sage ich das. Ich glaube es ist schonmal nicht verkehrt sich in der eigenen "Gruppe" umzusehen. Mit welcher Bevölkerungsgruppe hat man viele Gemeinsamkeiten. Bei uns schwulen Männern ist es auch so das wir uns (sofern keine Kinder da sind) ab einem gewissen Alter manchmal etwas schwerer tun mit gleichaltrigen Heteros. Da dreht sich das Leben um die Kinder, etwas was bei einer vielzahl homosexueller nicht gegeben ist. Ich dachte immer ich tue mich extrem schwer mit Menschen, irgendwann durfte ich aber lernen das ich mich eigentlich sehr leicht mit Menschen tue. Meine ständigen Ängste vor allem und jeden haben mich einfach komplett blockiert. Ich meine ich bin ja nicht über 20 Jahre ohne soziale Kontakte daheim gehockt weil es mir so gut gegangen ist. Aber wirklich besser ging es mir erst als ich anstatt über meine Probleme zu jammern und diese für gegeben hinzunehmen angefangen habe diese Stück für Stück zu lösen.

Es gibt apps die speziell dafür da sind um Freund zu suchen, da werden Veranstaltungen geplant wo man sich einfach anmelden kann. Auch gut ist z.B. ein Sprachkurs. Anfängerklasse für eine neue Sprache z.B. oder Verreine etc.

Alternativ kann man aber um ein Beispiel zu nennen im Sommer immer an die gleiche Stelle am Badeweiher oder Freibad gehen. Nach ein paar Tagen fällt dir schon auf wer ist regelmäßig zur gleichen Zeit da. Dann einfach mal Hallo sagen.

Einen wirklich sehr guten Freund habe ich z.B. über eine sehr auf schnellen Sex bezogene Gay Dating App gefunden. Wir hatten ein Date es hat nicht gepasst (auf romantischer Ebene) aber wir haben uns richtig gut verstanden. Der "übliche" Weg wäre jetzt ein Bye Bye und auf nimmer wiedersehen.

Er war komplett neu in der Stadt ohne Anschluß, 13 Jahre jünger als ich. Hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein Auto weil er erst seinen deutschen Führerschein machen musste. Da unsere Gyms praktisch nebeneinander liegen und ich nur eine andere Route nehmen muss um bei ihm vorbeizufahren hab ich ihm Angeboten ich könnte ihn gerne mitnehmen zum Sport.
Mittlerweile ist das eine meiner wertvollsten Freundschaften geworden, ein Freund mit dem ich über alles reden kann. Über ihn hab ich ein paar Leute kennengelernt, er über mich ein paar. Wir haben uns unseren Freundeskreis praktisch zusammen erarbeitet und gegenseitig voneinander profitiert. Sowas ist ein guter Ausgangspunkt.

Es gibt wirklich mannigfaltige Möglichkeiten. Bei vielen wird aber schon beim Gedanken dran das unbehagen und die Angst hochsteigen. Verstehe ich,
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Carmen1452 »

relay hat geschrieben: Mittwoch 22. Januar 2025, 15:03 Ich denke (jedenfalls ist dies mein Ansatz) das Ziel muss schonmal nicht ein/eine Freund/in sein. Sondern das Ziel muss ein Freundes- / und Bekanntenkreis sein. Ich denke es ist ganz gefährlich sich da nur auf eine Person zu konzentrieren. Freundschaften wachsen mit der Zeit oder gehen wieder ein. Hängt man da an einer Person wird soviel auf diese projeziert, das dies eine junge Freundschaft nur schwer stemmen kann wundert mich nicht.

Als schwuler Mann suche ich vermehrt freundschaften zu anderen schwulen Männern. Das sind aber reine Freundschaften ganz ohne irgendeinen sexuellen Anteil. Das ist in diesem Bereich schwieriger als man meinen würde.

Warum sage ich das. Ich glaube es ist schonmal nicht verkehrt sich in der eigenen "Gruppe" umzusehen. Mit welcher Bevölkerungsgruppe hat man viele Gemeinsamkeiten. Bei uns schwulen Männern ist es auch so das wir uns (sofern keine Kinder da sind) ab einem gewissen Alter manchmal etwas schwerer tun mit gleichaltrigen Heteros. Da dreht sich das Leben um die Kinder, etwas was bei einer vielzahl homosexueller nicht gegeben ist. Ich dachte immer ich tue mich extrem schwer mit Menschen, irgendwann durfte ich aber lernen das ich mich eigentlich sehr leicht mit Menschen tue. Meine ständigen Ängste vor allem und jeden haben mich einfach komplett blockiert. Ich meine ich bin ja nicht über 20 Jahre ohne soziale Kontakte daheim gehockt weil es mir so gut gegangen ist. Aber wirklich besser ging es mir erst als ich anstatt über meine Probleme zu jammern und diese für gegeben hinzunehmen angefangen habe diese Stück für Stück zu lösen.

Es gibt apps die speziell dafür da sind um Freund zu suchen, da werden Veranstaltungen geplant wo man sich einfach anmelden kann. Auch gut ist z.B. ein Sprachkurs. Anfängerklasse für eine neue Sprache z.B. oder Verreine etc.

Alternativ kann man aber um ein Beispiel zu nennen im Sommer immer an die gleiche Stelle am Badeweiher oder Freibad gehen. Nach ein paar Tagen fällt dir schon auf wer ist regelmäßig zur gleichen Zeit da. Dann einfach mal Hallo sagen.

Einen wirklich sehr guten Freund habe ich z.B. über eine sehr auf schnellen Sex bezogene Gay Dating App gefunden. Wir hatten ein Date es hat nicht gepasst (auf romantischer Ebene) aber wir haben uns richtig gut verstanden. Der "übliche" Weg wäre jetzt ein Bye Bye und auf nimmer wiedersehen.

Er war komplett neu in der Stadt ohne Anschluß, 13 Jahre jünger als ich. Hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein Auto weil er erst seinen deutschen Führerschein machen musste. Da unsere Gyms praktisch nebeneinander liegen und ich nur eine andere Route nehmen muss um bei ihm vorbeizufahren hab ich ihm Angeboten ich könnte ihn gerne mitnehmen zum Sport.
Mittlerweile ist das eine meiner wertvollsten Freundschaften geworden, ein Freund mit dem ich über alles reden kann. Über ihn hab ich ein paar Leute kennengelernt, er über mich ein paar. Wir haben uns unseren Freundeskreis praktisch zusammen erarbeitet und gegenseitig voneinander profitiert. Sowas ist ein guter Ausgangspunkt.

Es gibt wirklich mannigfaltige Möglichkeiten. Bei vielen wird aber schon beim Gedanken dran das unbehagen und die Angst hochsteigen. Verstehe ich,
Ich glaube das ist eines meiner Probleme das ich mich immer nur auf eine Person fixiere zumindest wenn es ein neuer Kontakt ist. Ich habe schon über diverse Portale versucht Freundinnen zu finden. Aber meistens waren die zu weit weg oder der Kontakt hat sich verlaufen oder es hat nicht gepasst. Und irgendwann ist man frustriert und hat keine Lust mehr.

Bei so Gruppen Sachen habe ich immer Angst das ich da unter gehe vor allem wenn ich niemanden kenne. Tue mich schwer Fremde Menschen anzusprechen und ins Gespräch zu kommen. Fühle mich da etwas unwohl. Wenn ich jemanden dabei habe den ich schon gut kenne dann traue ich mich mehr. Aber da wären wir schon bei dem Thema das es die Person erstmal im Leben geben muss. Super das du es geschafft hast weiter mit dem Mann befreundet zu bleiben und ihr eure Freundeskreise zusammen gelegt habt.

Irgendwo alleine hinzugehen traue ich mich irgendwie nicht oder habe keine Lust. Nach Kursen bei der VHS habe ich ja schon geschaut war aber nichts dabei. Vereine sind bei mir etwas schwierig wegen meinen körperlichen Einschränkungen. Aber vielleicht meint es das Leben mit mir auch irgendwann nochmal gut. Auch wenn ich gerade nicht so viel Hoffnung habe.
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von relay »

Warum sollten Verreine schwierig sein? Es gibt doch nicht nur Sportverreine. Und selbst wenn, eine Bekannte von mir sitzt mittlerweile wegen MS im Rollstuhl, die ist Schriftführerin beim Schützenverrein.

Das du dich nicht traust verstehe ich schon aber das wird sich doch nicht verbessern wenn du allein daheim sitzen bleibst. Willst du wirklich was ändern musst du selbst aktiv werden, tut mir Leid. Es gibt entsprechende Selbsthilfebücher mit Übungen, auch auf Youtube findest du viel. Natürlich auch therapeutische Angebote.

Irgendwann muss man begreifen das dass was man bisher tut jetzt X-Jahre nicht funktioniert hat. Macht man genau so weiter wie bisher in der Hoffnung "Irgendwann" ist die wahrscheinlichkeit groß das sich auch nichts ändern wird.

Ich kenne das schon, irgendwie wartet man auf den/die Erlöser/in und plötzlich ist alles ganz einfach und alles wendet sich zum guten. Sozusagen auf den strahlenden Ritter der einen aus der Einsamkeit befreit.

Ja den gibt es wirklich! den/die siehst du jeden Tag im Spiegel.
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Carmen1452 »

relay hat geschrieben: Mittwoch 22. Januar 2025, 15:33 Warum sollten Verreine schwierig sein? Es gibt doch nicht nur Sportverreine. Und selbst wenn, eine Bekannte von mir sitzt mittlerweile wegen MS im Rollstuhl, die ist Schriftführerin beim Schützenverrein.

Das du dich nicht traust verstehe ich schon aber das wird sich doch nicht verbessern wenn du allein daheim sitzen bleibst. Willst du wirklich was ändern musst du selbst aktiv werden, tut mir Leid. Es gibt entsprechende Selbsthilfebücher mit Übungen, auch auf Youtube findest du viel. Natürlich auch therapeutische Angebote.

Irgendwann muss man begreifen das dass was man bisher tut jetzt X-Jahre nicht funktioniert hat. Macht man genau so weiter wie bisher in der Hoffnung "Irgendwann" ist die wahrscheinlichkeit groß das sich auch nichts ändern wird.

Ich kenne das schon, irgendwie wartet man auf den/die Erlöser/in und plötzlich ist alles ganz einfach und alles wendet sich zum guten. Sozusagen auf den strahlenden Ritter der einen aus der Einsamkeit befreit.

Ja den gibt es wirklich! den/die siehst du jeden Tag im Spiegel.
Naja bei mir hier direkt eigentlich nur Sport oder Musikverein. Was beides nicht geht.

Deine Bekannte war aber vermutlich früher aktiv im Schützenverein bevor sie durch die MS in den Rollstuhl kam.

Ich weiß das ich was ändern muss. Mein Problem ist das Thema kommt immer erst dann bei mir wieder hoch wenn es mir nicht gut geht oder wenn ich mich einsam fühle. Meistens wurde ich dann irgendwie aktiv. Also selbst auf die Suche gehen Leute anschreiben und so. Aber aktuell kriege ich nicht mal das hin weil ich starken Liebeskummer habe.😞

Über eine Therapie habe ich schon nachgedacht oder bin da dran was die Suche betrifft. Wollte die Tage mich bei der Krankenkasse informieren.

Und letzten Freitag hatte ich einen Termin bei einer psychosozialen Beratungsstelle was auch schon mal nicht schlecht war. Habe im Februar auch wieder einen Termin.

Aktuelle bräuchte ich jemanden der durch Zufall in mein Leben kommt und mir da etwas raus hilft oder mich ablenkt.
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Girassol »

Carmen1452 hat geschrieben: Mittwoch 22. Januar 2025, 15:57 Naja bei mir hier direkt eigentlich nur Sport oder Musikverein. Was beides nicht geht.
Was genau ist denn "direkt" bzw. welcher Umkreis wäre noch für dich machbar? Ich wohne aufm Dorf und direkt im Ort gibts neben Sport- und Musikverein nur noch den Heimatliebe-Verein.

Aber schon in der gut erreichbaren Kreisstadt sieht es besser aus. Was würde dich denn interessieren?

Ich tue mir schwer mich auf regelmäßige Treffen einzulassen, aber prinzipiell fände ich z. B. einen Buchclub interessant. Oder einen Kochkurs. Hier gab es bei der VHS letzten Jahr einen Kurs mexikanische Küche. Hat bei mir leider terminlich nicht funktioniert. Ich würde auch gerne nähen lernen, aber die Kurse hier sind leider alles Vormittagskurse mit Fokus auf Babyklamotten. Unsere VHS bietet auch einen 14-tägen Frauengesprächskreis zu unterschiedlichsten Themen.

Falls ich irgendwann mehr Zeit habe, würde mich auch ein Spieletreff interessieren, der mal auf Facebook in der Gruppe der Kreisstadt vorgestellt wurde.
Carmen1452 hat geschrieben: Mittwoch 22. Januar 2025, 15:57 Aktuelle bräuchte ich jemanden der durch Zufall in mein Leben kommt und mir da etwas raus hilft oder mich ablenkt.
Den Wunsch kann ich total nachvollziehen. Das hätte ich mir, wenn auch nicht im Bezug auf Freundschaften sondern auf eine Partnerschaft, auch gewünscht. Da würde ich wohl aber heute immer noch warten...
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Carmen1452 »

Girassol hat geschrieben: Mittwoch 22. Januar 2025, 20:25
Carmen1452 hat geschrieben: Mittwoch 22. Januar 2025, 15:57 Naja bei mir hier direkt eigentlich nur Sport oder Musikverein. Was beides nicht geht.
Was genau ist denn "direkt" bzw. welcher Umkreis wäre noch für dich machbar? Ich wohne aufm Dorf und direkt im Ort gibts neben Sport- und Musikverein nur noch den Heimatliebe-Verein.

Aber schon in der gut erreichbaren Kreisstadt sieht es besser aus. Was würde dich denn interessieren?

Ich tue mir schwer mich auf regelmäßige Treffen einzulassen, aber prinzipiell fände ich z. B. einen Buchclub interessant. Oder einen Kochkurs. Hier gab es bei der VHS letzten Jahr einen Kurs mexikanische Küche. Hat bei mir leider terminlich nicht funktioniert. Ich würde auch gerne nähen lernen, aber die Kurse hier sind leider alles Vormittagskurse mit Fokus auf Babyklamotten. Unsere VHS bietet auch einen 14-tägen Frauengesprächskreis zu unterschiedlichsten Themen.

Falls ich irgendwann mehr Zeit habe, würde mich auch ein Spieletreff interessieren, der mal auf Facebook in der Gruppe der Kreisstadt vorgestellt wurde.
Carmen1452 hat geschrieben: Mittwoch 22. Januar 2025, 15:57 Aktuelle bräuchte ich jemanden der durch Zufall in mein Leben kommt und mir da etwas raus hilft oder mich ablenkt.
Den Wunsch kann ich total nachvollziehen. Das hätte ich mir, wenn auch nicht im Bezug auf Freundschaften sondern auf eine Partnerschaft, auch gewünscht. Da würde ich wohl aber heute immer noch warten...
Ich weiß jetzt ehrlich gesagt garnicht ob es in Tübingen jetzt noch einen Verein gebe wo in Frage kommt.

Eine Leseratte bin ich jetzt leider nicht. Bei der VHS habe ich letztens mal geschaut aber auch nichts gefunden. Stricken würde ich gerne lernen. Gibt dazu aber keine Kurs nur für Häkeln aber das sind auch nur zwei Termine. Denke da braucht man mehr Zeit um das zu lernen.

Vom Sozialforum hätte es Nähen für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund gegeben aber die Treffen sich Vormittags wenn ich arbeiten muss. Aber nähen wäre schon was wo mich interessiert.

Spieleabende habe ich auf Facebook auch schon gesehen. Aber in letzter Zeit habe ich da nichts gesehen. Aber da habe ich wieder Hemmungen weil ich niemanden kenne.

Mir würde schon ein Freund oder eine Freundin helfen die mit mir was unternehmen. Aber die online zu finden ist halt nicht einfach. Und es dauert dann auch etwas bis ich an dem Punkt bin wo ich sage der oder dem vertraue ich. Mit dem kann ich Spaß haben. Und wie gesagt vor Corona habe ich da zum Teil schon immer mal was versucht. Naja die Hoffnung stirbt zuletzt.
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Levyn »

Mir fällt es auch sehr schwer Freundschaften zu knüpfen. Ich bin da einfach zu ängstlich. Es ist nicht so, dass ich einen Mangel an Menschen habe, die mit mir etwas zu tun haben wollen (meist werde ich von sowohl Mädels als auch Jungs eingeladen und da befinde ich mich wohl in einer ziemlichen Luxussituation), aber ich bin einfach nicht offen genug diese Angebote auch anzunehmen. Ich komme dann immer mit Ausreden und sabotiere mich damit halt selbst. Ich bleibe dann lieber bei meinen Leuten, die ich schon länger kenne.
Ich glaube bei mir ist es so, dass ich mit den Menschen erstmal warm werden muss und mein Umfeld besteht eig. nur aus Leuten mit denen ich sehr regelmäßig zu tun habe. Bei denen war das am Anfang aber auch so, dass ich mich nicht getraut habe mit denen irgendwas zu machen. Erst als es sich dann etabliert hat, dass wir was miteinander machen, war es für mich keine große Überwindung mehr.
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Carmen1452 »

Levyn hat geschrieben: Mittwoch 22. Januar 2025, 20:51 Mir fällt es auch sehr schwer Freundschaften zu knüpfen. Ich bin da einfach zu ängstlich. Es ist nicht so, dass ich einen Mangel an Menschen habe, die mit mir etwas zu tun haben wollen (meist werde ich von sowohl Mädels als auch Jungs eingeladen und da befinde ich mich wohl in einer ziemlichen Luxussituation), aber ich bin einfach nicht offen genug diese Angebote auch anzunehmen. Ich komme dann immer mit Ausreden und sabotiere mich damit halt selbst. Ich bleibe dann lieber bei meinen Leuten, die ich schon länger kenne.
Ich glaube bei mir ist es so, dass ich mit den Menschen erstmal warm werden muss und mein Umfeld besteht eig. nur aus Leuten mit denen ich sehr regelmäßig zu tun habe. Bei denen war das am Anfang aber auch so, dass ich mich nicht getraut habe mit denen irgendwas zu machen. Erst als es sich dann etabliert hat, dass wir was miteinander machen, war es für mich keine große Überwindung mehr.
Ich glaube mir geht's echt ähnlich. Aber so viel Angebote oder Einladungen hatte ich in meinem Leben bisher nicht. Waren vielleicht zwei oder drei. Also wenn dir das regelmäßig passiert traue dich. Ich bereue es rückblickend die Chancen die es gab nicht genutzt zu haben.

Ich muss auch erstmal mit den Leuten warm werden und das geht halt nur durch regelmäßigen Kontakt. Entweder durchs schreiben oder eben treffen. Und dann müssen schon ein paar Gemeinsamkeiten vorhanden sein. Deswegen bin ich eigentlich über jeden Kontakt den ich habe sehr froh vor allem wenn der nicht ganz so weit weg wohnt und man sich ab und zu sieht.

Ich habe aber auch schon gemerkt das man oft in bestehende Freundeskreise schwer rein kommt. Weiß nicht woher das kommt. Man könnte meinen wenn man jemanden gefunden hat mit dem man sich versteht das man den seine Freunde dann auch mal kennenlernt.
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von oldfield2283 »

Um Schwierigkeiten zu haben, Freundschaften zu knüpfen, muß man auch erst mal die Schwierigkeit überwinden, überhaupt Menschen kennen zu lernen. Entweder auf sie zuzugehen, wenn man so kommunikativ und energiesprudelnd ist wie manche. Oder einfach nur zuzulassen, daß anndere auf einen zugehen. Und dann kann man sich eventuell näher kennen lernen und irgendwann mal so gut, daß daraus Freundschaft wird. Ich bin mir nicht sicher, ob das alles jetzt so mit in der Überschrift gemeint war, oder ob die Freundschaften so niederschwellig wie Bekanntschaften gemeint sind oder ob alles solche tollen Menschen sind, die überall und immer Freunde finden.
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Settembrini »

Die Quantität von Menschen im persönlichen Umfeld sagt nichts über den Wert, also der Qualität derselben aus.

Bekanntschaften können gut, richtig und auch wertvoll sein.
Richtige Freundschaften sind nach meinem Empfinde ziemlich rar, selbst bei einem kommunikativen Menschen. Denn eine Freundschaft wächst, muss gehegt werden und ist viel tiefer verwurzelt als eine Bekanntschaft. Doch ist die Bekanntschaft zumeist der Ursprung zu einer Freundschaft. Und – wer weiß – vielleicht wächst aus einer Freundschaft tatsächlich einmal so etwas wie Liebe.
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Automobilist »

Settembrini hat geschrieben: Donnerstag 23. Januar 2025, 11:50 Die Quantität von Menschen im persönlichen Umfeld sagt nichts über den Wert, also der Qualität derselben aus.

Bekanntschaften können gut, richtig und auch wertvoll sein.
Richtige Freundschaften sind nach meinem Empfinde ziemlich rar, selbst bei einem kommunikativen Menschen. Denn eine Freundschaft wächst, muss gehegt werden und ist viel tiefer verwurzelt als eine Bekanntschaft. Doch ist die Bekanntschaft zumeist der Ursprung zu einer Freundschaft. Und – wer weiß – vielleicht wächst aus einer Freundschaft tatsächlich einmal so etwas wie Liebe.
Absolut richtig. Freundschaften - also w a h r e Freundschaften - sind das Ergebnis von vielen Jahren, bzw. Dekaden.
Ansonsten dürfte man das höchstenfalls als Bekanntschaft bezeichnen.

Auch, daß aus einer Bekanntschaft Freundschaft wird - ist rarissime.

Für mich ist auch dieser Zug abgefahren; Leute, die denken und fühlen wie ich, sind dahingestorben. Am Besten ging das mit der Generation meiner Uropas - danach wurde es schon s e h r wenig.

Damen waren ohnehin nie darunter zu finden - aber : das war ja auch nicht angesagt, denn es gibt ja d i e Traumfrau.

Irgendetwas gemeinsam zu " unternehmen " - war niemals ein Thema; solcherlei Dingen standen meine Freunde und Bekannten ebenso verständnislos gegenüber, wie ich.
Was ist " humour " ? Excellenz Erich Ludendorff
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Tony2021 »

Neue Freunde zu finden, ist tatsächlich schwer und erfordert Zeit, Mühen und Geduld. Und auch dann kann das Leben fies dazwischengrätschen mit Dingen wi Umzug, Krankheit, plötzlichen Pandemien und einhergehenden politischen Differenzen usw.

Meinen sehr kleinen Freundeskreis aus ehemaligen Schulkameraden und Komilitonen konnte ich mir einigermaßen erhalten. Mit den einen geht man eher was trinken oder essen, mit den anderen fährt man alle paar Monate mal irgendwohin was anschauen. Ich bin froh, dass ich diese Menschen um mich habe, und es sind auch 2-3 dabei, mit denen ich über persönlichere Dinge sprechen kann.

Daneben konnte ich mir durch Hobbies zusätzliche "gute Bekannte" erschließen. Das ist etwas weniger tief, aber trotzdem kennt man sich gut und nimmt am Leben der anderen anteil. Der Weg dahin war erstaunlich leicht, Startpunkt war Interesse an neuen Themen (mal ein VHS-Kurs, mal Musikunterricht) und dann ist das Ganze über Jahre gewachsen. Wäre ich daheim hocken geblieben, sähe das allerdings anders aus.
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Automobilist »

Tony2021 hat geschrieben: Donnerstag 23. Januar 2025, 18:10 Neue Freunde zu finden, ist tatsächlich schwer und erfordert Zeit, Mühen und Geduld. Und auch dann kann das Leben fies dazwischengrätschen mit Dingen wi Umzug, Krankheit, plötzlichen Pandemien und einhergehenden politischen Differenzen usw.
Sollte es sich um eine w a h r h a f t i g e Freundschaft handeln, so sind derlei Dinge nicht von Bedeutung. Immo vero; gerade d a n n zeigt es sich, was Freundschaft - oder nur eine - mehr oder weniger lose - Bekanntschaft ist.
Was ist " humour " ? Excellenz Erich Ludendorff
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von Carmen1452 »

Tony2021 hat geschrieben: Donnerstag 23. Januar 2025, 18:10 Neue Freunde zu finden, ist tatsächlich schwer und erfordert Zeit, Mühen und Geduld. Und auch dann kann das Leben fies dazwischengrätschen mit Dingen wi Umzug, Krankheit, plötzlichen Pandemien und einhergehenden politischen Differenzen usw.

Meinen sehr kleinen Freundeskreis aus ehemaligen Schulkameraden und Komilitonen konnte ich mir einigermaßen erhalten. Mit den einen geht man eher was trinken oder essen, mit den anderen fährt man alle paar Monate mal irgendwohin was anschauen. Ich bin froh, dass ich diese Menschen um mich habe, und es sind auch 2-3 dabei, mit denen ich über persönlichere Dinge sprechen kann.

Daneben konnte ich mir durch Hobbies zusätzliche "gute Bekannte" erschließen. Das ist etwas weniger tief, aber trotzdem kennt man sich gut und nimmt am Leben der anderen anteil. Der Weg dahin war erstaunlich leicht, Startpunkt war Interesse an neuen Themen (mal ein VHS-Kurs, mal Musikunterricht) und dann ist das Ganze über Jahre gewachsen. Wäre ich daheim hocken geblieben, sähe das allerdings anders aus.
Ja es ist wirklich schwer. Und oft denke ich das es seit Corona schwerer geworden ist. Man weis oft nicht an wen man gerät. Hat die Person am Ende total konträre politische Einstellungen. Früher musste man da vielleicht nicht so Angst haben.

Und es können auch andere Sachen zum Streit führen und Zack ist die Freundschaft am Arsch. Kannst froh sein das du zu Schulfreunden noch Kontakt hast. Habe ich leider nicht mehr. Habe mich mit einer Freundin damals zerstritten. Das ist über 20 Jahre her und ich muss manchmal immer noch dran denken. Frage mich ob ich mich damals nicht anders verhalten hätte sollen. Aber das bringt mir jetzt leider auch nichts mehr.

Gut das du über Hobbys Bekanntschaften schließen konntest. Hat bei mir bis jetzt noch nicht so ganz geklappt. Habe auch schon bei der VHS geschaut ob was für mich dabei ist aber leider nichts. Dabei hätte ich an nähen oder Stricken Interesse. Aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.

Bin auch irgendwie über jeden Kontakt froh den ich habe. Und wenn daraus dann eine richtige Freundschaft wird ist es um so besser.
RomNey
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Re: Die Schwierigkeit Freundschaften zu knüpfen

Beitrag von RomNey »

Carmen1452 hat geschrieben: Donnerstag 23. Januar 2025, 23:23 Habe auch schon bei der VHS geschaut ob was für mich dabei ist aber leider nichts. Dabei hätte ich an nähen oder Stricken Interesse. Aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.
VHS = Volkshochschule?

Hast du es mal mit "gemeinsam erleben" versucht, diese app zum verabreden? (heißt im englischen spontacts afaik)
Bei Nähen und Stricken denke ich mir das man dabei doch sicher schnell Bekanntschaften und Freundschaften schließen kann?
Also weil ich denke das des ein Hobby ist wo man sich super bei unterhalten und kennen lernen kann.

Und sollte da auch nichts für dich dabei sein könntest du selber ein "geminsames nähen und stricken in harmonischer Gesellschaft" oder ähnliches veranstalten falla du dir das zutraust.
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