Panta Rhei!Carmen1452 hat geschrieben: ↑Montag 20. Januar 2025, 13:50 ... Also irgendwie bleibt niemand in meinem Leben dauerhaft. Wären meine Freundschaften aus Schulzeiten nicht auseinander gegangen wären hätte ich vielleicht ein anderes leben.
Ich habe es vor Corona online so oft versucht. Habe über diverse Portale und im AB Treff zig Leute angeschrieben. Aber ist nie was draus geworden. Haben zu weit weg gewohnt oder wollten nur schreiben oder halt gar kein Interesse. Und so irgendwie Leute ansprechen oder dauerhafte Freundschaften aufbauen fällt mir echt schwer.time4change hat geschrieben: ↑Montag 20. Januar 2025, 17:32Panta Rhei!Carmen1452 hat geschrieben: ↑Montag 20. Januar 2025, 13:50 ... Also irgendwie bleibt niemand in meinem Leben dauerhaft. Wären meine Freundschaften aus Schulzeiten nicht auseinander gegangen wären hätte ich vielleicht ein anderes leben.
Was meine Freundschaften aus Studienzeiten betrifft:
Wäre ich nicht 200 km weit weg gezogen (zwecks mir genehmem Job!), so wären 2/3 der Freundschaften trotzdem auseinander gegangen - wegen Wegzug der Freunde, wegen fester Partnerschaft/Heirat und Kindern, ...
Wichtiger WÄRE (gewesen), kontinuierlich NEUE ins neue Leben passende DAUERHAFTE* Kontakte zu finden...
Seit Mitte 30 haben sich eigentlich nur noch "Bekanntschaften" und keine soliden Freundschaften mehr ergeben...
* "dauerhaft" sagen wir mit 10-Jahresperspektive, nicht zwingend lebenslänglich
Ich habe es (vor Corona) durchaus ab und an geschafft, mich online mit Leuten zu einzelnen Unternehmungen (mal eine Wanderung, mal ein Konzert/Festival/Stadtteilfest) zu verabreden...Carmen1452 hat geschrieben: ↑Montag 20. Januar 2025, 18:01 Ich habe es vor Corona online so oft versucht. Habe über diverse Portale und im AB Treff zig Leute angeschrieben. Aber ist nie was draus geworden. Haben zu weit weg gewohnt oder wollten nur schreiben oder ...
Ja vor Corona war manches anders. Ich habe halt bei so Aktivitäten immer Angst das ich nicht mit komme durch meine körperliche Einschränkung. Kann nicht so weit gehen und brauche öfters Pausen. Da hat man dann immer Angst das die anderen das nicht so verstehen.time4change hat geschrieben: ↑Dienstag 21. Januar 2025, 14:21Ich habe es (vor Corona) durchaus ab und an geschafft, mich online mit Leuten zu einzelnen Unternehmungen (mal eine Wanderung, mal ein Konzert/Festival/Stadtteilfest) zu verabreden...Carmen1452 hat geschrieben: ↑Montag 20. Januar 2025, 18:01 Ich habe es vor Corona online so oft versucht. Habe über diverse Portale und im AB Treff zig Leute angeschrieben. Aber ist nie was draus geworden. Haben zu weit weg gewohnt oder wollten nur schreiben oder ...
(und manche Leute dann auch mal ein oder zwei Jahre lang öfter gesehen)
oder auch zeitweise mit WG-Mitbewohnern/innen - wenn es gerade so gepasst hat daß sich in der WG ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt hatte ...
Hauptproblem war, daß das zumeist (auch) "Neigschmeckte" waren, die nach 1 oder 2 oder wenigen Jahren wieder weggezogen sind ...
Ich glaube das ist eines meiner Probleme das ich mich immer nur auf eine Person fixiere zumindest wenn es ein neuer Kontakt ist. Ich habe schon über diverse Portale versucht Freundinnen zu finden. Aber meistens waren die zu weit weg oder der Kontakt hat sich verlaufen oder es hat nicht gepasst. Und irgendwann ist man frustriert und hat keine Lust mehr.relay hat geschrieben: ↑Mittwoch 22. Januar 2025, 15:03 Ich denke (jedenfalls ist dies mein Ansatz) das Ziel muss schonmal nicht ein/eine Freund/in sein. Sondern das Ziel muss ein Freundes- / und Bekanntenkreis sein. Ich denke es ist ganz gefährlich sich da nur auf eine Person zu konzentrieren. Freundschaften wachsen mit der Zeit oder gehen wieder ein. Hängt man da an einer Person wird soviel auf diese projeziert, das dies eine junge Freundschaft nur schwer stemmen kann wundert mich nicht.
Als schwuler Mann suche ich vermehrt freundschaften zu anderen schwulen Männern. Das sind aber reine Freundschaften ganz ohne irgendeinen sexuellen Anteil. Das ist in diesem Bereich schwieriger als man meinen würde.
Warum sage ich das. Ich glaube es ist schonmal nicht verkehrt sich in der eigenen "Gruppe" umzusehen. Mit welcher Bevölkerungsgruppe hat man viele Gemeinsamkeiten. Bei uns schwulen Männern ist es auch so das wir uns (sofern keine Kinder da sind) ab einem gewissen Alter manchmal etwas schwerer tun mit gleichaltrigen Heteros. Da dreht sich das Leben um die Kinder, etwas was bei einer vielzahl homosexueller nicht gegeben ist. Ich dachte immer ich tue mich extrem schwer mit Menschen, irgendwann durfte ich aber lernen das ich mich eigentlich sehr leicht mit Menschen tue. Meine ständigen Ängste vor allem und jeden haben mich einfach komplett blockiert. Ich meine ich bin ja nicht über 20 Jahre ohne soziale Kontakte daheim gehockt weil es mir so gut gegangen ist. Aber wirklich besser ging es mir erst als ich anstatt über meine Probleme zu jammern und diese für gegeben hinzunehmen angefangen habe diese Stück für Stück zu lösen.
Es gibt apps die speziell dafür da sind um Freund zu suchen, da werden Veranstaltungen geplant wo man sich einfach anmelden kann. Auch gut ist z.B. ein Sprachkurs. Anfängerklasse für eine neue Sprache z.B. oder Verreine etc.
Alternativ kann man aber um ein Beispiel zu nennen im Sommer immer an die gleiche Stelle am Badeweiher oder Freibad gehen. Nach ein paar Tagen fällt dir schon auf wer ist regelmäßig zur gleichen Zeit da. Dann einfach mal Hallo sagen.
Einen wirklich sehr guten Freund habe ich z.B. über eine sehr auf schnellen Sex bezogene Gay Dating App gefunden. Wir hatten ein Date es hat nicht gepasst (auf romantischer Ebene) aber wir haben uns richtig gut verstanden. Der "übliche" Weg wäre jetzt ein Bye Bye und auf nimmer wiedersehen.
Er war komplett neu in der Stadt ohne Anschluß, 13 Jahre jünger als ich. Hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein Auto weil er erst seinen deutschen Führerschein machen musste. Da unsere Gyms praktisch nebeneinander liegen und ich nur eine andere Route nehmen muss um bei ihm vorbeizufahren hab ich ihm Angeboten ich könnte ihn gerne mitnehmen zum Sport.
Mittlerweile ist das eine meiner wertvollsten Freundschaften geworden, ein Freund mit dem ich über alles reden kann. Über ihn hab ich ein paar Leute kennengelernt, er über mich ein paar. Wir haben uns unseren Freundeskreis praktisch zusammen erarbeitet und gegenseitig voneinander profitiert. Sowas ist ein guter Ausgangspunkt.
Es gibt wirklich mannigfaltige Möglichkeiten. Bei vielen wird aber schon beim Gedanken dran das unbehagen und die Angst hochsteigen. Verstehe ich,
Naja bei mir hier direkt eigentlich nur Sport oder Musikverein. Was beides nicht geht.relay hat geschrieben: ↑Mittwoch 22. Januar 2025, 15:33 Warum sollten Verreine schwierig sein? Es gibt doch nicht nur Sportverreine. Und selbst wenn, eine Bekannte von mir sitzt mittlerweile wegen MS im Rollstuhl, die ist Schriftführerin beim Schützenverrein.
Das du dich nicht traust verstehe ich schon aber das wird sich doch nicht verbessern wenn du allein daheim sitzen bleibst. Willst du wirklich was ändern musst du selbst aktiv werden, tut mir Leid. Es gibt entsprechende Selbsthilfebücher mit Übungen, auch auf Youtube findest du viel. Natürlich auch therapeutische Angebote.
Irgendwann muss man begreifen das dass was man bisher tut jetzt X-Jahre nicht funktioniert hat. Macht man genau so weiter wie bisher in der Hoffnung "Irgendwann" ist die wahrscheinlichkeit groß das sich auch nichts ändern wird.
Ich kenne das schon, irgendwie wartet man auf den/die Erlöser/in und plötzlich ist alles ganz einfach und alles wendet sich zum guten. Sozusagen auf den strahlenden Ritter der einen aus der Einsamkeit befreit.
Ja den gibt es wirklich! den/die siehst du jeden Tag im Spiegel.
Was genau ist denn "direkt" bzw. welcher Umkreis wäre noch für dich machbar? Ich wohne aufm Dorf und direkt im Ort gibts neben Sport- und Musikverein nur noch den Heimatliebe-Verein.Carmen1452 hat geschrieben: ↑Mittwoch 22. Januar 2025, 15:57 Naja bei mir hier direkt eigentlich nur Sport oder Musikverein. Was beides nicht geht.
Den Wunsch kann ich total nachvollziehen. Das hätte ich mir, wenn auch nicht im Bezug auf Freundschaften sondern auf eine Partnerschaft, auch gewünscht. Da würde ich wohl aber heute immer noch warten...Carmen1452 hat geschrieben: ↑Mittwoch 22. Januar 2025, 15:57 Aktuelle bräuchte ich jemanden der durch Zufall in mein Leben kommt und mir da etwas raus hilft oder mich ablenkt.
Ich weiß jetzt ehrlich gesagt garnicht ob es in Tübingen jetzt noch einen Verein gebe wo in Frage kommt.Girassol hat geschrieben: ↑Mittwoch 22. Januar 2025, 20:25Was genau ist denn "direkt" bzw. welcher Umkreis wäre noch für dich machbar? Ich wohne aufm Dorf und direkt im Ort gibts neben Sport- und Musikverein nur noch den Heimatliebe-Verein.Carmen1452 hat geschrieben: ↑Mittwoch 22. Januar 2025, 15:57 Naja bei mir hier direkt eigentlich nur Sport oder Musikverein. Was beides nicht geht.
Aber schon in der gut erreichbaren Kreisstadt sieht es besser aus. Was würde dich denn interessieren?
Ich tue mir schwer mich auf regelmäßige Treffen einzulassen, aber prinzipiell fände ich z. B. einen Buchclub interessant. Oder einen Kochkurs. Hier gab es bei der VHS letzten Jahr einen Kurs mexikanische Küche. Hat bei mir leider terminlich nicht funktioniert. Ich würde auch gerne nähen lernen, aber die Kurse hier sind leider alles Vormittagskurse mit Fokus auf Babyklamotten. Unsere VHS bietet auch einen 14-tägen Frauengesprächskreis zu unterschiedlichsten Themen.
Falls ich irgendwann mehr Zeit habe, würde mich auch ein Spieletreff interessieren, der mal auf Facebook in der Gruppe der Kreisstadt vorgestellt wurde.
Den Wunsch kann ich total nachvollziehen. Das hätte ich mir, wenn auch nicht im Bezug auf Freundschaften sondern auf eine Partnerschaft, auch gewünscht. Da würde ich wohl aber heute immer noch warten...Carmen1452 hat geschrieben: ↑Mittwoch 22. Januar 2025, 15:57 Aktuelle bräuchte ich jemanden der durch Zufall in mein Leben kommt und mir da etwas raus hilft oder mich ablenkt.
Ich glaube mir geht's echt ähnlich. Aber so viel Angebote oder Einladungen hatte ich in meinem Leben bisher nicht. Waren vielleicht zwei oder drei. Also wenn dir das regelmäßig passiert traue dich. Ich bereue es rückblickend die Chancen die es gab nicht genutzt zu haben.Levyn hat geschrieben: ↑Mittwoch 22. Januar 2025, 20:51 Mir fällt es auch sehr schwer Freundschaften zu knüpfen. Ich bin da einfach zu ängstlich. Es ist nicht so, dass ich einen Mangel an Menschen habe, die mit mir etwas zu tun haben wollen (meist werde ich von sowohl Mädels als auch Jungs eingeladen und da befinde ich mich wohl in einer ziemlichen Luxussituation), aber ich bin einfach nicht offen genug diese Angebote auch anzunehmen. Ich komme dann immer mit Ausreden und sabotiere mich damit halt selbst. Ich bleibe dann lieber bei meinen Leuten, die ich schon länger kenne.
Ich glaube bei mir ist es so, dass ich mit den Menschen erstmal warm werden muss und mein Umfeld besteht eig. nur aus Leuten mit denen ich sehr regelmäßig zu tun habe. Bei denen war das am Anfang aber auch so, dass ich mich nicht getraut habe mit denen irgendwas zu machen. Erst als es sich dann etabliert hat, dass wir was miteinander machen, war es für mich keine große Überwindung mehr.
Absolut richtig. Freundschaften - also w a h r e Freundschaften - sind das Ergebnis von vielen Jahren, bzw. Dekaden.Settembrini hat geschrieben: ↑Donnerstag 23. Januar 2025, 11:50 Die Quantität von Menschen im persönlichen Umfeld sagt nichts über den Wert, also der Qualität derselben aus.
Bekanntschaften können gut, richtig und auch wertvoll sein.
Richtige Freundschaften sind nach meinem Empfinde ziemlich rar, selbst bei einem kommunikativen Menschen. Denn eine Freundschaft wächst, muss gehegt werden und ist viel tiefer verwurzelt als eine Bekanntschaft. Doch ist die Bekanntschaft zumeist der Ursprung zu einer Freundschaft. Und – wer weiß – vielleicht wächst aus einer Freundschaft tatsächlich einmal so etwas wie Liebe.
Sollte es sich um eine w a h r h a f t i g e Freundschaft handeln, so sind derlei Dinge nicht von Bedeutung. Immo vero; gerade d a n n zeigt es sich, was Freundschaft - oder nur eine - mehr oder weniger lose - Bekanntschaft ist.Tony2021 hat geschrieben: ↑Donnerstag 23. Januar 2025, 18:10 Neue Freunde zu finden, ist tatsächlich schwer und erfordert Zeit, Mühen und Geduld. Und auch dann kann das Leben fies dazwischengrätschen mit Dingen wi Umzug, Krankheit, plötzlichen Pandemien und einhergehenden politischen Differenzen usw.
Ja es ist wirklich schwer. Und oft denke ich das es seit Corona schwerer geworden ist. Man weis oft nicht an wen man gerät. Hat die Person am Ende total konträre politische Einstellungen. Früher musste man da vielleicht nicht so Angst haben.Tony2021 hat geschrieben: ↑Donnerstag 23. Januar 2025, 18:10 Neue Freunde zu finden, ist tatsächlich schwer und erfordert Zeit, Mühen und Geduld. Und auch dann kann das Leben fies dazwischengrätschen mit Dingen wi Umzug, Krankheit, plötzlichen Pandemien und einhergehenden politischen Differenzen usw.
Meinen sehr kleinen Freundeskreis aus ehemaligen Schulkameraden und Komilitonen konnte ich mir einigermaßen erhalten. Mit den einen geht man eher was trinken oder essen, mit den anderen fährt man alle paar Monate mal irgendwohin was anschauen. Ich bin froh, dass ich diese Menschen um mich habe, und es sind auch 2-3 dabei, mit denen ich über persönlichere Dinge sprechen kann.
Daneben konnte ich mir durch Hobbies zusätzliche "gute Bekannte" erschließen. Das ist etwas weniger tief, aber trotzdem kennt man sich gut und nimmt am Leben der anderen anteil. Der Weg dahin war erstaunlich leicht, Startpunkt war Interesse an neuen Themen (mal ein VHS-Kurs, mal Musikunterricht) und dann ist das Ganze über Jahre gewachsen. Wäre ich daheim hocken geblieben, sähe das allerdings anders aus.
VHS = Volkshochschule?Carmen1452 hat geschrieben: ↑Donnerstag 23. Januar 2025, 23:23 Habe auch schon bei der VHS geschaut ob was für mich dabei ist aber leider nichts. Dabei hätte ich an nähen oder Stricken Interesse. Aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.