Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Gedanken zum Thema "Absolute Beginner", Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt
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Levyn
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Levyn »

Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 18:59
Ampersand hat geschrieben: Montag 22. April 2024, 00:21
Aurel hat geschrieben: Donnerstag 18. April 2024, 18:29 Ich habe hier im Forum immer wieder an mehreren Stellen wahrgenommen, dass man Probleme, Sorgen, Empfindungen etc. am liebsten alleine mit sich selbst ausmacht, und damit seine Empfindungen i.d.R. nicht ausspricht. Dabei ist immer wieder die Begründung zu hören, man wolle andere Personen nicht mit eigenen Angelegenheiten “belasten“. Warum überhaupt?

Wieso wollt ihr andere Personen nicht mit euren Problemen, Sorgen, Empfindungen „belasten“? Befürchtet ihr etwas?

Wer handhabt das anders?
Was spricht eigentlich dafür, andere mit den eigenen Problemen, Sorgen, Empfindungen zu „belasten“?
Kommt halt drauf an, was Ziel und Zweck der eigenen sozialen Beziehungen sind. Das Leben soll ja eigentlich Spaß machen und regelmäßige Problemgespräche über schwierige psychische und soziale Themen sind halt durchaus anstrengend. Da muss man schon schauen, dass man das angemessen dosiert und nicht die eigene knapp bemessene Freizeit sowie die des eigenen Umfelds zu sehr mit solchen Gesprächen überfrachtet. Im Idealfall hat man ja auch nicht ständig Probleme und Sorgen und ist meistens (zumindest halbwegs) zufrieden.
Genau so ist es. Das bringt Menschen mit wenig sozialen Ressourcen und vielen Problemen leider ein eine verzwickte Lage - man bräuchte dringend Personen, die einem zuhören, weil die soziale Komponente unersetzlich ist, trägt aber gleichzeitig das Risiko, dass man sie verprellt, weil man ja "nur jammert und total nervig ist und so weiter und so fort". Blablabla.

Diese Personen werden also vom Leben doppelt gefickt: Sie müssen mehr runterschlucken als Andere und hätten ein stärkeres Bedürfnis, dies auch mal mitzuteilen. Gleichzeitig neigen sie dazu, besonders viele Probleme zu haben, was wiederum dazu führt, dass sie in Gesprächen leichter diese nervigen Seiten zeigen.

Und selbst die lebensnotwendige Vorstellung, dass das Leben hier grausam und ungerecht ist (was andere Personengruppen gerne in anderen Umständen tausendfach äußern können), darf auf keinen Fall geäußert werden, weil: "Jammerei".

Das hat doch irgendwo eine rein sadistische Komponente. :roll:
Ich finde es gibt schon Unterschiede zwischen Jammern und einfach nur mit Menschen über seine Probleme sprechen wollen. Letzterem versucht man einfach nur für sich sein Problem einzuordnen und es sich von der Seele zu reden, bei ersterem geht es nur darum, dass man Bestätigung für seine Annahmen haben möchte und das kann schon auf Dauer ziemlich nervig sein, wie ich finde. Jeder hat natürlich den Moment, wo er sich einfach nur auskotzen will und jemand benötigt, der ihm in dem Moment Bestätigung gibt, aber wenn man jedes mal damit anfängt, dass alle anderen unfair und man im Leben einfach nur Pech hat, dann wird das auch ziemlich anstrengend für den Zuhörenden. Das weiß ich ja aus eigener Erfahrung.
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Ferienhaus »

Levyn hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:00
Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 18:59
Ampersand hat geschrieben: Montag 22. April 2024, 00:21

Kommt halt drauf an, was Ziel und Zweck der eigenen sozialen Beziehungen sind. Das Leben soll ja eigentlich Spaß machen und regelmäßige Problemgespräche über schwierige psychische und soziale Themen sind halt durchaus anstrengend. Da muss man schon schauen, dass man das angemessen dosiert und nicht die eigene knapp bemessene Freizeit sowie die des eigenen Umfelds zu sehr mit solchen Gesprächen überfrachtet. Im Idealfall hat man ja auch nicht ständig Probleme und Sorgen und ist meistens (zumindest halbwegs) zufrieden.
Genau so ist es. Das bringt Menschen mit wenig sozialen Ressourcen und vielen Problemen leider ein eine verzwickte Lage - man bräuchte dringend Personen, die einem zuhören, weil die soziale Komponente unersetzlich ist, trägt aber gleichzeitig das Risiko, dass man sie verprellt, weil man ja "nur jammert und total nervig ist und so weiter und so fort". Blablabla.

Diese Personen werden also vom Leben doppelt gefickt: Sie müssen mehr runterschlucken als Andere und hätten ein stärkeres Bedürfnis, dies auch mal mitzuteilen. Gleichzeitig neigen sie dazu, besonders viele Probleme zu haben, was wiederum dazu führt, dass sie in Gesprächen leichter diese nervigen Seiten zeigen.

Und selbst die lebensnotwendige Vorstellung, dass das Leben hier grausam und ungerecht ist (was andere Personengruppen gerne in anderen Umständen tausendfach äußern können), darf auf keinen Fall geäußert werden, weil: "Jammerei".

Das hat doch irgendwo eine rein sadistische Komponente. :roll:
Ich finde es gibt schon Unterschiede zwischen Jammern und einfach nur mit Menschen über seine Probleme sprechen wollen. Letzterem versucht man einfach nur für sich sein Problem einzuordnen und es sich von der Seele zu reden, bei ersterem geht es nur darum, dass man Bestätigung für seine Annahmen haben möchte und das kann schon auf Dauer ziemlich nervig sein, wie ich finde. Jeder hat natürlich den Moment, wo er sich einfach nur auskotzen will und jemand benötigt, der ihm in dem Moment Bestätigung gibt, aber wenn man jedes mal damit anfängt, dass alle anderen unfair und man im Leben einfach nur Pech hat, dann wird das auch ziemlich anstrengend für den Zuhörenden.
Gegenthese: Vielleicht, wenn man das den angeblich bösen Jammerern einfach mal kompromisslos geben würde, würde dass diese Bedürfnis sättigen und nicht noch verstärken?

Leute mit ihren tollen Social Circles haben eine so viel bessere Lebensqualität, die bekommen pro Tag Potenzen mehr Bestätigung als irgendwelche armen Säcke, die vom Leben gefickt sind und immer nur Pech haben. Jeder Geschlechtsverkehr ist eine 1000fach größere Bestätigung als die vom Leben Gefickten bekommen, weil da ja jemand anders einen selbst sexuell begehrenswert findet. Ich habe kein Problem damit, solchen Leuten einfach mal Bestätigung zu geben, egal ob mir irgendwelche Hobby-Psychologen sagen, dann ginge die Welt unter.

Ich fände es sowieso ehrlicher, wenn man einfach mal sagen dürfte: "Ich möchte einfach Bestätigung für XY und ich brauche das jetzt!", anstatt unter nicht-ehrlichen Begründen ("Ich möchte einen Ratschlag" - obwohl ich nur Bestätigung möchte) versuchen, sich diese Bestätigung zu holen.

Jetzt kannst du gerne Extrembeispiele bringen ("Ich kann doch niemanden beim Drogenhandel bestätigen!" - Nö, um solche Beispiele ging es auch nicht), welche meinen Punkt angeblich diskreditieren, bei denen ich aber exakt deiner Meinung bin. ;)

"Jammerei" ist übriegns auch subjektiv. Für manche Personen, die 35 Freunde haben, 3 Fernreisen pro Jahr, eine tolle Wohnung und sich an 124 tolle Jugendereignisse erinnern haben das Konzept von "Scheisse Fressen" nie verinnerlicht und kapieren gar nicht, was Menschen alles nicht bekommen. :roll:
"Destiny favors those who refuse to give up." - Stimmt nicht. Man quält sich nur selber. Also liebe Leute: Vergesst eure Träume und gebt auf. Ich habe es lange genug versucht und geklappt hat Nichts. :roll:
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Packeselin2024 »

Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:08
Levyn hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:00
Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 18:59

Genau so ist es. Das bringt Menschen mit wenig sozialen Ressourcen und vielen Problemen leider ein eine verzwickte Lage - man bräuchte dringend Personen, die einem zuhören, weil die soziale Komponente unersetzlich ist, trägt aber gleichzeitig das Risiko, dass man sie verprellt, weil man ja "nur jammert und total nervig ist und so weiter und so fort". Blablabla.

Diese Personen werden also vom Leben doppelt gefickt: Sie müssen mehr runterschlucken als Andere und hätten ein stärkeres Bedürfnis, dies auch mal mitzuteilen. Gleichzeitig neigen sie dazu, besonders viele Probleme zu haben, was wiederum dazu führt, dass sie in Gesprächen leichter diese nervigen Seiten zeigen.

Und selbst die lebensnotwendige Vorstellung, dass das Leben hier grausam und ungerecht ist (was andere Personengruppen gerne in anderen Umständen tausendfach äußern können), darf auf keinen Fall geäußert werden, weil: "Jammerei".

Das hat doch irgendwo eine rein sadistische Komponente. :roll:
Ich finde es gibt schon Unterschiede zwischen Jammern und einfach nur mit Menschen über seine Probleme sprechen wollen. Letzterem versucht man einfach nur für sich sein Problem einzuordnen und es sich von der Seele zu reden, bei ersterem geht es nur darum, dass man Bestätigung für seine Annahmen haben möchte und das kann schon auf Dauer ziemlich nervig sein, wie ich finde. Jeder hat natürlich den Moment, wo er sich einfach nur auskotzen will und jemand benötigt, der ihm in dem Moment Bestätigung gibt, aber wenn man jedes mal damit anfängt, dass alle anderen unfair und man im Leben einfach nur Pech hat, dann wird das auch ziemlich anstrengend für den Zuhörenden.
Gegenthese: Vielleicht, wenn man das den angeblich bösen Jammerern einfach mal kompromisslos geben würde, würde dass diese Bedürfnis sättigen und nicht noch verstärken?

Leute mit ihren tollen Social Circles haben eine so viel bessere Lebensqualität, die bekommen pro Tag Potenzen mehr Bestätigung als irgendwelche armen Säcke, die vom Leben gefickt sind und immer nur Pech haben. Jeder Geschlechtsverkehr ist eine 1000fach größere Bestätigung als die vom Leben Gefickten bekommen, weil da ja jemand anders einen selbst sexuell begehrenswert findet. Ich habe kein Problem damit, solchen Leuten einfach mal Bestätigung zu geben, egal ob mir irgendwelche Hobby-Psychologen sagen, dann ginge die Welt unter.

Ich fände es sowieso ehrlicher, wenn man einfach mal sagen dürfte: "Ich möchte einfach Bestätigung für XY und ich brauche das jetzt!", anstatt unter nicht-ehrlichen Begründen ("Ich möchte einen Ratschlag" - obwohl ich nur Bestätigung möchte) versuchen, sich diese Bestätigung zu holen.

Jetzt kannst du gerne Extrembeispiele bringen ("Ich kann doch niemanden beim Drogenhandel bestätigen!" - Nö, um solche Beispiele ging es auch nicht), welche meinen Punkt angeblich diskreditieren, bei denen ich aber exakt deiner Meinung bin. ;)

"Jammerei" ist übriegns auch subjektiv. Für manche Personen, die 35 Freunde haben, 3 Fernreisen pro Jahr, eine tolle Wohnung und sich an 124 tolle Jugendereignisse erinnern haben das Konzept von "Scheisse Fressen" nie verinnerlicht und kapieren gar nicht, was Menschen alles nicht bekommen. :roll:
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Levyn »

Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:08 Gegenthese: Vielleicht, wenn man das den angeblich bösen Jammerern einfach mal kompromisslos geben würde, würde dass diese Bedürfnis sättigen und nicht noch verstärken?
Ja, ist doch okay, wenn man das mal macht. Habe ich doch auch geschrieben. Es geht nur darum, wenn man ständig Bestätigung haben möchte und das nervt halt. Zumindest aus meiner eigenen Erfahrung.
Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:08 Leute mit ihren tollen Social Circles haben eine so viel bessere Lebensqualität, die bekommen pro Tag Potenzen mehr Bestätigung als irgendwelche armen Säcke, die vom Leben gefickt sind und immer nur Pech haben. Jeder Geschlechtsverkehr ist eine 1000fach größere Bestätigung als die vom Leben Gefickten bekommen, weil da ja jemand anders einen selbst sexuell begehrenswert findet. Ich habe kein Problem damit, solchen Leuten einfach mal Bestätigung zu geben, egal ob mir irgendwelche Hobby-Psychologen sagen, dann ginge die Welt unter.
Hattest du nicht sogar eine Freundin letztens? Also so schlecht kann es bei dir nicht gelaufen sein.

Wenn man NUR jammert und dann dafür auch noch immer wieder Bestätigung bekommt, dann koppelt man sich irgendwann von der Realität ab und glaubt tatsächlich, dass man Adonis mit 200k netto, einem Freundeskreis von 100 brauch, um überhaupt mal bei einer zu landen. Wenn man das für sich verinnerlicht hat, dann kann man doch keiner Frau mehr neutral begegnen, ohne sich selbst so einen Druck zu machen, dass man die vermeintlichen Erwartungen der Gegenseite erfüllt. Man muss das ja auch mal so sehen.

Kleine Anekdote dazu: Ich habe einen AB-Kumpel, der mir immer erzählt wie scheiße und oberflächlich Frauen sind. Nach ihm schmachten die immer die beliebten und sportlichen Typen, während er selbst einfach gar keine Chance hat, weil die alle immer nur coole Typen haben wollen und nicht den Typen, der wirklich zu ihnen passt. Dass die alle Schlampen wären, wenn das der richtige Dude ist etc. Hätte ich ihm ständig seine "benötigte" Bestätigung gegeben, dann wäre der richtig tief in den Incel-Sumpf abgesunken.
(Kleine Info zu ihm: Er sieht sportlich aus und ist auch überdurchschnittlich attraktiv. Die eine Freundin von mir meinte, dass er total der Frauenheld wäre, wenn er nicht so verkrampft und awkward wäre.)
Zuletzt geändert von Levyn am Dienstag 14. Mai 2024, 21:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Tania »

Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:08 Ich fände es sowieso ehrlicher, wenn man einfach mal sagen dürfte: "Ich möchte einfach Bestätigung für XY und ich brauche das jetzt!"
Ich würde es echt hilfreich finden, wenn so etwas ganz am Anfang eines Beitrags stehen würde. Wenn ich erst am Ende eines Postings lese "Ich will gar keinen Rat, ich wollte mich nur mal auskotzen" oder "Bitte nicht widersprechen, ich brauche nur Bestätigung", dann muss ich die Reaktion, die sich vorher beim Lesen schon in meinem Kopf formuliert hat, nochmal komplett überarbeiten. Was nicht immer gelingt.

Probier es doch einfach mal. Am besten im "Hier gehts um Dich" Bereich. Da kannst Du dann auch leichter um Moderations-Unterstützung bitten, falls die Diskussion in eine Richtung driften sollte, die Dir nicht hilft. Und er ist nur für angemeldete Nutzer sichtbar ...
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Ferienhaus »

Levyn hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:53 Hattest du nicht sogar eine Freundin letztens? Also so schlecht kann es bei dir nicht gelaufen sein.
Nein lieber Levyn, ich hatte noch nie eine Freundin. Du verwechselst mich eindeutig mit jemandem.

Levyn hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:53 Wenn man NUR jammert und dann dafür auch noch immer wieder Bestätigung bekommt, dann koppelt man sich irgendwann von der Realität ab und glaubt tatsächlich, dass man Adonis mit 200k netto, einem Freundeskreis von 100 brauch, um überhaupt mal bei einer zu landen. Wenn man das für sich verinnerlicht hat, dann kann man doch keiner Frau mehr neutral begegnen, ohne sich selbst so einen Druck zu machen, dass man die vermeintlichen Erwartungen der Gegenseite erfüllt. Man muss das ja auch mal so sehen.
Ablenkung par excellence. Meistens geht es um ein Defizit an positiven sozialen Bestätigungen, welches viele dieser Personen haben und in ein paar Situationen brauchen. Sowas wie "Mein Chef kotzt mich an!" - mein Gott, die Welt geht unter, wenn ich da einem Frustrierten mal Recht gebe. Halt, warte: Vielleicht baue uch ja durch die Bestätigung bei ihm erst eine Art "Kredit" auf, die ich gut gebrauchen kann, wenn ich ihn mal wirklich etwas kritisieren muss. :roll:


Ich habe meistens das exakte Gegenteil wahrgenommen: Die meisten Leute versuchen immer ihre Probleme zu lösen, nur jammern tun die Wenigsten. Menschen neigen eigentlich immer dazu, aktive problemlösende Wesen zu sein. Das angebliche "jammern" ist halt meistens nur, dass die Sensibilitäten eines vom Leben weit mehr verwöhnten Individuums plötzlich berührt werden, der meist nicht in die Verlegenheit kommt, groß klagen zu müssen.

Levyn hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:53 Kleine Anekdote dazu: Ich habe einen AB-Kumpel, der mir immer erzählt wie scheiße und oberflächlich Frauen sind. Nach ihm schmachten die immer die beliebten und sportlichen Typen, während er selbst einfach gar keine Chance hat, weil die alle immer nur coole Typen haben wollen und nicht den Typen, der wirklich zu ihnen passt. Dass die alle Schlampen wären, wenn das der richtige Dude ist etc. Hätte ich ihm ständig seine "benötigte" Bestätigung gegeben, dann wäre der richtig tief in den Incel-Sumpf abgesunken.
(Kleine Info zu ihm: Er sieht sportlich aus und ist auch überdurchschnittlich attraktiv. Die eine Freundin von mir meinte, dass er total der Frauenheld wäre, wenn er nicht so verkrampft und awkward wäre.)
Was erwartest du, was ich jetzt dazu sage? Jede Parteinahme für deinen Kumpel kann mir als "Pro-Incel" ausgelegt werden, was die Diskussion sofort herunterfährt. Durch eventuelle Sanktionen, ist mein Argumentationsspielraum eingeschränkt. ;)


Ich hätte deinem Kumpel durchaus etwas Recht gegeben, da ich kein Problem damit habe, Frauen negative Eigenschaften zu unterstellen (und darum geht es auf der Meta-Ebene immer: Du kannst irgendwelche Klischee-Incels als zu Recht erbärmlich und selbstzerstörerisch ansehen und trotzdem dahinterkommen, dass es einen legitimen Punkt gibt, dass es ein gesellschaftliches Tabu gibt, Frauen in der Tendenz unrühmliche Eigenschaften zu unterstellen - was es bei Männern so nicht gibt).

Danach hätte ich ihn gefragt: "Hey, willst du trotzdem mitkommen und es mal bei der süßen X/Y probieren? Du flirtest sie einfach mal an, wie das ein Chad machen würde und gehst nicht automatisch vom Schlechtesten aus. Danach gebe ich dir beim nächsten Mal ein Bierchen aus. Und wenn es absolut schlecht läuft, darfst du das nächste Mal auch vor mir ablästern. Deal?" ;)
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Ferienhaus »

Tania hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:59 Ich würde es echt hilfreich finden, wenn so etwas ganz am Anfang eines Beitrags stehen würde. Wenn ich erst am Ende eines Postings lese "Ich will gar keinen Rat, ich wollte mich nur mal auskotzen" oder "Bitte nicht widersprechen, ich brauche nur Bestätigung", dann muss ich die Reaktion, die sich vorher beim Lesen schon in meinem Kopf formuliert hat, nochmal komplett überarbeiten. Was nicht immer gelingt.

Probier es doch einfach mal. Am besten im "Hier gehts um Dich" Bereich. Da kannst Du dann auch leichter um Moderations-Unterstützung bitten, falls die Diskussion in eine Richtung driften sollte, die Dir nicht hilft. Und er ist nur für angemeldete Nutzer sichtbar ...
Wenn ich heute einen Thread nur zum Ranten erstellen würde, säße ich bis Mitternacht dran, ihn zu schreiben. :mrgreen:
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Vogel »

Tania hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:59 ...
So wie ich Ferienhaus verstanden habe, ging es ihm nicht um jammern- sondern Bestätigung.

Und ich muss ihn ein Stück weit zustimmen, zumindest wenn ich ihn richtig verstanden habe.

Ich kenne Menschen, die jammern, um eben Bestätigung zu bekommen. Aber eben in dem Sinne: "Ich bin so ein hässlicher Mensch, ich bekomme nie jemanden!" -"Nein, bist Du nicht, Du bekommst jemanden!"
Auch bekannt als Fishing for compliments. Und das ist nicht ehrlich. Das ist aber anscheinend so verbreitet, das man mit einer gleichen, aber ehrlichen und ernst gemeinten Frage, dann trotzdem die gleiche, nicht hilfreiche Antwortfloskel bekommt...

ABs bekommen die Art von Bestätigung, die sie bräuchten um weiterzukommen, gerade eben nicht. "Wer hat, dem wird gegeben" - wer aber nix hat, dem wird auch nix gegeben. Und wenn man nicht weiss, was man hat, gleicht es einem Fischen im Trüben.

Sie bräuchten soetwas, wie Ferienhaus es in seiner Antwort an Dich geschrieben hat.
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Ferienhaus »

Vogel hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 21:40
Tania hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:59 ...
So wie ich Ferienhaus verstanden habe, ging es ihm nicht um jammern- sondern Bestätigung.

Und ich muss ihn ein Stück weit zustimmen, zumindest wenn ich ihn richtig verstanden habe.

Ich kenne Menschen, die jammern, um eben Bestätigung zu bekommen. Aber eben in dem Sinne: "Ich bin so ein hässlicher Mensch, ich bekomme nie jemanden!" -"Nein, bist Du nicht, Du bekommst jemanden!"
Auch bekannt als Fishing for compliments. Und das ist nicht ehrlich. Das ist aber anscheinend so verbreitet, das man mit einer gleichen, aber ehrlichen und ernst gemeinten Frage, dann trotzdem die gleiche, nicht hilfreiche Antwortfloskel bekommt...

ABs bekommen die Art von Bestätigung, die sie bräuchten um weiterzukommen, gerade eben nicht. "Wer hat, dem wird gegeben" - wer aber nix hat, dem wird auch nix gegeben. Und wenn man nicht weiss, was man hat, gleicht es einem Fischen im Trüben.

Sie bräuchten soetwas, wie Ferienhaus es in seiner Antwort an Dich geschrieben hat.
Nein, es geht schon darum, dass man auch mal Jammern darf. Egal, ob das einen psychologisch angeblich den "Erwachsenen-Status" abspricht oder nicht.

Mir sind diese ganzen Einordnungen aber sowieso egal. Für mich geht es nur um Glück oder Pech. Manche haben immer Glück und manche haben immer Pech, egal ob sie sich jahrelang den Arsch aufreißen oder nicht.

Sobald man merkt, dass "persönliche Verantwortung" überschätzt ist, hat man mit Jammern kein Problem mehr. Und keine Sorge, ich habe genau mit dem Standard-Programm "Immer Aufstehen, immer Verantwortung übernehmen" angefangen. Bringt dir aber nichts, wenn du ständig Pech hast.


Oh, jetzt wirke ich unattraktiv und nicht souverän? Das Damoklesschwert des arroganten "Wenn du so oft im real Life jammerst, wird das nichts!" hängt über mir? Sehr schön. Genau deswegen ist es gut, dass ich das mal in einem Internet-Forum machen kann. Im Real Life stehe ich seit ich 18 bin immer wieder auf und überlebe auch ein Jahrzehnt Depression, Zwangsstörung und die kollektive Massen-Psychose von 2020 - 2022. Aber all das Aufstehen und Zusammenbeißen hat mir nichts gebracht. Alles richtig gemacht - und doch nichts dabei rausgekommen. ;)
Zuletzt geändert von Ferienhaus am Dienstag 14. Mai 2024, 21:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Ampersand »

Levyn hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:53
Kleine Anekdote dazu: Ich habe einen AB-Kumpel, der mir immer erzählt wie scheiße und oberflächlich Frauen sind. Nach ihm schmachten die immer die beliebten und sportlichen Typen, während er selbst einfach gar keine Chance hat, weil die alle immer nur coole Typen haben wollen und nicht den Typen, der wirklich zu ihnen passt. Dass die alle Schlampen wären, wenn das der richtige Dude ist etc. Hätte ich ihm ständig seine "benötigte" Bestätigung gegeben, dann wäre der richtig tief in den Incel-Sumpf abgesunken.
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Hast du nicht selbst hier einen Jammer-Thread aufgemacht, in dem du dich darüber beschwert hast, dass deine Affäre einmal nicht mit dir schlafen, sondern nur kuscheln wollte? Letztendlich ist das doch in beiden Fällen Jammern auf hohem Niveau und auch in deinem Fall sexistisch, da du die Dame an dem Abend nur als reines Sexobjekt betrachtet hast.
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Beitrag von Vogel »

Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 21:45
Nein, es geht schon darum, dass man auch mal Jammern darf. Egal, ob das einen psychologisch angeblich den "Erwachsenen-Status" abspricht oder nicht.
...
O.k., dann habe ich Dich falsch verstanden.

Meine 2cents noch dazu:
Mein Eindruck war schon immer der, das die, die ständig ums Überleben kämpfen, die gegen ihre Dämonen kämpfen und unter erhebliche Belastungen leiden, erst gar nicht zum jammern kommen- die sind beschäftigt nicht unterzugehen. Und wenn sie es wollten, dann aber nicht tun weil eigentlich gesellschaftlich nicht erwünscht.

Und was Verantwortung angeht- ich habe diversen persönlichen Konflikten gelernt zu wissen und zu akzeptieren, das ich nicht für alles in meinem Leben verantwortlich bin und auch nicht sein muss. Ich kann vielleicht versuchen zu lernen, aus Zitronen Limonade zu machen- aber selbst wenn mir das nicht gelingt, ist es halt so- ich bin niemanden ausser mir Rechenschaft schuldig.
Zuletzt geändert von Vogel am Dienstag 14. Mai 2024, 22:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Ferienhaus »

Vogel hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 22:12 Meine 2cents noch dazu:
Mein Eindruck war schon immer der, das die, die ständig ums Überleben kämpfen, die gegen ihre Dämonen kämpfen und unter erhebliche Belastungen leiden, erst gar nicht zum jammern kommen- die sind beschäftigt nicht unterzugehen. Und wenn sie es wollten, dann aber nicht tun weil eigentlich gesellschaftlich nicht erwünscht.
Mein Eindruck ist ein anderer. Viele die "Jammern", fressen tatsächlich viel Scheisse und werden zu wenig unterstützt.
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Beitrag von Vogel »

Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 22:14
Mein Eindruck ist ein anderer. Viele die "Jammern", fressen tatsächlich viel Scheisse und werden zu wenig unterstützt.
Ich hab Dich nicht als "Jammerer" in Erinnerung. Das müsstest Du aber demnach sein, so wie ich Deine Problemlage in den letzten Jahren verstanden habe?
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Ferienhaus »

Vogel hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 22:23
Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 22:14
Mein Eindruck ist ein anderer. Viele die "Jammern", fressen tatsächlich viel Scheisse und werden zu wenig unterstützt.
Ich hab Dich nicht als "Jammerer" in Erinnerung. Das müsstest Du aber demnach sein, so wie ich Deine Problemlage in den letzten Jahren verstanden habe?
Du erinnerst dich an mich? Ich habe seit 2020 im alten Forum kaum mehr gepostet. ^^ :surprise:

Ich glaube, du verwechselst mich. :schwitzen:
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Packeselin2024 »

Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 22:14
Vogel hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 22:12 Meine 2cents noch dazu:
Mein Eindruck war schon immer der, das die, die ständig ums Überleben kämpfen, die gegen ihre Dämonen kämpfen und unter erhebliche Belastungen leiden, erst gar nicht zum jammern kommen- die sind beschäftigt nicht unterzugehen. Und wenn sie es wollten, dann aber nicht tun weil eigentlich gesellschaftlich nicht erwünscht.
Mein Eindruck ist ein anderer. Viele die "Jammern", fressen tatsächlich viel Scheisse und werden zu wenig unterstützt.
Und wenn man nur einmal etwas für sich wünscht, dann heißt es "Heul doch!" oder "Immer nur du."
Lieber dafür gehasst werden, was man ist, als dafür geliebt zu werden, was man nicht ist.
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Levyn »

Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 21:23 Nein lieber Levyn, ich hatte noch nie eine Freundin. Du verwechselst mich eindeutig mit jemandem.
Ja, stimmt. Das war jemand anderes dann. Hatte nur irgendwie deinen Namen damit verknüpft.
Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 21:23 Ablenkung par excellence. Meistens geht es um ein Defizit an positiven sozialen Bestätigungen, welches viele dieser Personen haben und in ein paar Situationen brauchen. Sowas wie "Mein Chef kotzt mich an!" - mein Gott, die Welt geht unter, wenn ich da einem Frustrierten mal Recht gebe. Halt, warte: Vielleicht baue uch ja durch die Bestätigung bei ihm erst eine Art "Kredit" auf, die ich gut gebrauchen kann, wenn ich ihn mal wirklich etwas kritisieren muss.
Strohmann. Ich habe doch gesagt, dass es in Ordnung ist, dass man sich mal auskotzt.
Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 21:23 Ich habe meistens das exakte Gegenteil wahrgenommen: Die meisten Leute versuchen immer ihre Probleme zu lösen, nur jammern tun die Wenigsten. Menschen neigen eigentlich immer dazu, aktive problemlösende Wesen zu sein. Das angebliche "jammern" ist halt meistens nur, dass die Sensibilitäten eines vom Leben weit mehr verwöhnten Individuums plötzlich berührt werden, der meist nicht in die Verlegenheit kommt, groß klagen zu müssen.
Da bin ich dann doch anderer Meinung.
Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 21:23 Ich hätte deinem Kumpel durchaus etwas Recht gegeben, da ich kein Problem damit habe, Frauen negative Eigenschaften zu unterstellen (und darum geht es auf der Meta-Ebene immer: Du kannst irgendwelche Klischee-Incels als zu Recht erbärmlich und selbstzerstörerisch ansehen und trotzdem dahinterkommen, dass es einen legitimen Punkt gibt, dass es ein gesellschaftliches Tabu gibt, Frauen in der Tendenz unrühmliche Eigenschaften zu unterstellen - was es bei Männern so nicht gibt).

Danach hätte ich ihn gefragt: "Hey, willst du trotzdem mitkommen und es mal bei der süßen X/Y probieren? Du flirtest sie einfach mal an, wie das ein Chad machen würde und gehst nicht automatisch vom Schlechtesten aus. Danach gebe ich dir beim nächsten Mal ein Bierchen aus. Und wenn es absolut schlecht läuft, darfst du das nächste Mal auch vor mir ablästern. Deal?"
Nach dem du ihm Recht gegeben hast, dass Frauen alle scheiße sind, sagst du ihm dann, dass bestimmt nicht alle Frauen so mies und schlecht sind? Ist das nicht irgendwie ein Widerspruch? ;)
Ampersand hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 21:46
Levyn hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:53
Kleine Anekdote dazu: Ich habe einen AB-Kumpel, der mir immer erzählt wie scheiße und oberflächlich Frauen sind. Nach ihm schmachten die immer die beliebten und sportlichen Typen, während er selbst einfach gar keine Chance hat, weil die alle immer nur coole Typen haben wollen und nicht den Typen, der wirklich zu ihnen passt. Dass die alle Schlampen wären, wenn das der richtige Dude ist etc. Hätte ich ihm ständig seine "benötigte" Bestätigung gegeben, dann wäre der richtig tief in den Incel-Sumpf abgesunken.
(Kleine Info zu ihm: Er sieht sportlich aus und ist auch überdurchschnittlich attraktiv. Die eine Freundin von mir meinte, dass er total der Frauenheld wäre, wenn er nicht so verkrampft und awkward wäre.)
Hast du nicht selbst hier einen Jammer-Thread aufgemacht, in dem du dich darüber beschwert hast, dass deine Affäre einmal nicht mit dir schlafen, sondern nur kuscheln wollte? Letztendlich ist das doch in beiden Fällen Jammern auf hohem Niveau und auch in deinem Fall sexistisch, da du die Dame an dem Abend nur als reines Sexobjekt betrachtet hast.
Hm, kannst du mir zeigen, wo ich behauptet hätte, dass man nie Jammern darf?
Ich habe das vor allem für mich getan, damit mir das nicht noch nächtelang in meinem Kopf herumschwirrt. Ich habe nicht nach Bestätigung gesucht, sondern nach einer Einordnung meiner Gedanken und die habe ich für mich auch bekommen. Du hättest mir ja in dem Thread auch ruhig schreiben können, dass ich ein sexistischer W* bin, es hätte sich nichts geändert ;)
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Vogel »

Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 22:25
Du erinnerst dich an mich? Ich habe seit 2020 im alten Forum kaum mehr gepostet. ^^ :surprise:

Ich glaube, du verwechselst mich. :schwitzen:
Nein, ich denke nicht, das ich Dich verwechsel. Ich las ab 2015 wieder im alten Forum mit, bin dort seit 2019 registriert. Da gibt es andere an die ich mich erinnere, die wesentlich mehr jammerten.
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von RomNey »

Ferienhaus hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 21:30
Tania hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 20:59 Ich würde es echt hilfreich finden, wenn so etwas ganz am Anfang eines Beitrags stehen würde. Wenn ich erst am Ende eines Postings lese "Ich will gar keinen Rat, ich wollte mich nur mal auskotzen" oder "Bitte nicht widersprechen, ich brauche nur Bestätigung", dann muss ich die Reaktion, die sich vorher beim Lesen schon in meinem Kopf formuliert hat, nochmal komplett überarbeiten. Was nicht immer gelingt.

Probier es doch einfach mal. Am besten im "Hier gehts um Dich" Bereich. Da kannst Du dann auch leichter um Moderations-Unterstützung bitten, falls die Diskussion in eine Richtung driften sollte, die Dir nicht hilft. Und er ist nur für angemeldete Nutzer sichtbar ...
Wenn ich heute einen Thread nur zum Ranten erstellen würde, säße ich bis Mitternacht dran, ihn zu schreiben. :mrgreen:
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Musst es ja nicht in einer Session alles rausblastern 😉
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Ferienhaus »

Packeselin2024 hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 22:27 Und wenn man nur einmal etwas für sich wünscht, dann heißt es "Heul doch!" oder "Immer nur du."
Ja, ich kenn das. Manche Menschen müssen einfach viel Scheisse fressen. :?
"Destiny favors those who refuse to give up." - Stimmt nicht. Man quält sich nur selber. Also liebe Leute: Vergesst eure Träume und gebt auf. Ich habe es lange genug versucht und geklappt hat Nichts. :roll:
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Re: Andere mit eigenen Problemen (nicht) belasten -> Warum?

Beitrag von Packeselin2024 »

Ferienhaus hat geschrieben: Donnerstag 16. Mai 2024, 21:19
Packeselin2024 hat geschrieben: Dienstag 14. Mai 2024, 22:27 Und wenn man nur einmal etwas für sich wünscht, dann heißt es "Heul doch!" oder "Immer nur du."
Ja, ich kenn das. Manche Menschen müssen einfach viel Scheisse fressen. :?
Kam nur von einer Person, ich sag es mal so, die noch nie vom Leben "gefickt" würde. Noch keinen Tag richtig gearbeitet (feiert ständig krank) - Haus und Auto von Mami und Papi finanziert.
Lieber dafür gehasst werden, was man ist, als dafür geliebt zu werden, was man nicht ist.
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