Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Gedanken zum Thema "Absolute Beginner", Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt
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Peter
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Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Peter »

Kryptische Überschrift :verwirrt:

Aber es geht um das Thema „ein bisschen Interesse haben“.
Jemand ist zwar interessiert, aber nicht stark genug um sich eindeutig zu positionieren. Das führt dann gerne zu sich widersprechendem Verhalten. Mal wird sich auf den anderen zubewegt und es sieht dann für denjenigen so aus, als könnte es etwas werden. Und dann bekommt er/sie doch wieder kalte Füße und schafft wieder Abstand. Berechnung oder böse Absicht liegt da oftmals gar nicht vor. Es ist für das Gegenüber aber eine sehr unschöne Situation.
Eine mögliche Ursache könnte sein, dass das Interesse zu groß ist um abzulassen und zu klein um wirklich „zu vollziehen“. Gefühle können wankelmütig sein.
Man kann selbst derjenige sein, der Wankelmütig ist oder man kann „Opfer“ eines solch wankelmütigen Verhaltens sein. Das kann sich dann auch gerne irgendwann in Richtung Friendzone entwickeln.
Habt ihr Erfahrung mit so einer Situation gemacht? Wart ihr selbst schon mal wankelmütig oder mit der Wankelmütigkeit eines anderen konfrontiert? Habt ihr euch dadurch mal eine Chance versaut, der ihr im Nachhinein nachtrauert?

Oder ganz allgemein gefragt: Wie geht man damit um?
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Aurel
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Aurel »

Peter hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 15:06
Oder ganz allgemein gefragt: Wie geht man damit um?
Indem man dem anderen ein Ultimatum stellt, wenn sie sich nicht endlich entscheiden kann….so hab ich es gemacht…natürlich wurde daraus nichts. Hatte ich aber auch nicht erwartet…
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Cavia »

Wer sich nicht eindeutig für mich entscheiden kann, hat mich nicht verdient.
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NeC
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von NeC »

Cavia hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 20:10 Wer sich nicht eindeutig für mich entscheiden kann, hat mich nicht verdient.
Um sich eindeutig für Dich zu entscheiden, muss man Dich ja erstmal kennenlernen. Das dauert etwas und während dieser Zeit gibt es viel Gelegenheiten für Missverständnisse und Unsicherheiten (übrigens auch auf beiden Seiten).

Ich finde daher eine "vielleicht-Phase" ganz normal und eigentlich fast unvermeidbar.


Ich selbst haber vermutlich auch schon undeutlich/widersprüchliche Signale gesendet, und mir damit wohl keine Freunde gemacht. :sadman: Das ist natürlich auch für mich unerfreulich und so nicht wirklich Absicht, aber ich kann da auch schlecht aus meiner Haut.
:fessel:
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Cavia
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Cavia »

NeC hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 20:32
Cavia hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 20:10 Wer sich nicht eindeutig für mich entscheiden kann, hat mich nicht verdient.
Um sich eindeutig für Dich zu entscheiden, muss man Dich ja erstmal kennenlernen. Das dauert etwas und während dieser Zeit gibt es viel Gelegenheiten für Missverständnisse und Unsicherheiten (übrigens auch auf beiden Seiten).

Ich finde daher eine "vielleicht-Phase" ganz normal und eigentlich fast unvermeidbar.


Ich selbst haber vermutlich auch schon undeutlich/widersprüchliche Signale gesendet, und mir damit wohl keine Freunde gemacht. :sadman: Das ist natürlich auch für mich unerfreulich und so nicht wirklich Absicht, aber ich kann da auch schlecht aus meiner Haut.
:fessel:
Beim beschriebenen "Herumeiern" fehlt aber der eindeutige Wille, mich kennenlernen zu wollen.
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Reinhard »

Aurel hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 20:03 Indem man dem anderen ein Ultimatum stellt, wenn sie sich nicht endlich entscheiden kann….so hab ich es gemacht…natürlich wurde daraus nichts. Hatte ich aber auch nicht erwartet…

Mir würde das gegen den Strich gehen. Bild
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Aurel »

Reinhard hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 21:40
Aurel hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 20:03 Indem man dem anderen ein Ultimatum stellt, wenn sie sich nicht endlich entscheiden kann….so hab ich es gemacht…natürlich wurde daraus nichts. Hatte ich aber auch nicht erwartet…

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Ab einem bestimmten Punkt, ist es aber anders nicht mehr möglich, irgendwann ist die Geduld zu Ende…und wenn sich ein potenzieller Partner schon bei der Beziehungsanbahnung so verhält, wie wird das erst in der Beziehung…
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Tania »

Peter hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 15:06 Wart ihr selbst schon mal wankelmütig oder mit der Wankelmütigkeit eines anderen konfrontiert? Habt ihr euch dadurch mal eine Chance versaut, der ihr im Nachhinein nachtrauert?
Ich neige nicht zu Wankelei. Entweder bin ich interessiert, oder nicht. Und in letzterem Fall ist es auch keine Chance gewesen - also gab es nichts zu versauen.

Umgekehrt ist es mir durchaus schon öfter passiert, dass jemand um mich herumwankelte. Also irgendwie schon wollte, aber irgendwie auch nicht oder vielleicht doch was anderes als ich oder einfach noch Zeit zum Nachdenken brauchte oder hoffte, dass vielleicht noch was Besseres auftauchen würde ... Ich gehe in solchen Fällen erstmal davon aus, dass er sich irgendwann definitiv für mich entscheiden wird - und verhalte mich bis dahin weitgehend so, als wären wir ein Paar. Nur mit ein paar Selbstschutzmechanismen - ich passe auf, dass er mir nicht zu sehr ans Herz wächst. Irgendwann geht das allerdings nicht mehr, dann werden die Gefühle zu stark und ich sitze öfter zu Hause und vermisse ihn, und heule bei jedem Abschied und sage Verabredungen mit Freunden ab, weil er vielleicht anrufen könnte und ähnlicher Mist ... Und dann frage ich mal nach, was Sache ist und wo das mit uns hingehen soll - und wenn dann keine eindeutige Antwort kommt, lasse ich das Ganze auslaufen.

Man könnte jetzt sagen, dass ich ihn ja fairerweise auch mal über die möglichen Konsequenzen seines Verhaltens aufklären könnte - so "Wenn Du Dich nicht bald mal entscheidest, bin ich weg". Aber das will ich nicht - unter Druck getroffene Entscheidungen sind nicht viel wert.
Oder ganz allgemein gefragt: Wie geht man damit um?
Ich glaube nicht, dass es da eine allgemeine Antwort gibt, die für jeden "man" taugt. Sogar bei mir hängt der Verlauf sehr von meiner aktuellen Belastbarkeit und Frustrationstoleranz ab - manchmal kann ich das Wankelspiel mehr als ein Jahr mitspielen, manchmal halte ich es nur wenige Wochen aus.
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Aurel »

Tania hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 22:07
Oder ganz allgemein gefragt: Wie geht man damit um?
Ich glaube nicht, dass es da eine allgemeine Antwort gibt, die für jeden "man" taugt. Sogar bei mir hängt der Verlauf sehr von meiner aktuellen Belastbarkeit und Frustrationstoleranz ab - manchmal kann ich das Wankelspiel mehr als ein Jahr mitspielen, manchmal halte ich es nur wenige Wochen aus.
Mehr als ein Jahr :shock: …das hätte ich nicht gekonnt…wenn man dabei verliebt ist, muss das ja die reinste Qual sein, die einen u.U. krank machen kann…
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von MrHankey »

Eine Frau, die ambivalente Signale sendet, möchte ich nicht.
Das gilt auch fürs OD.
Wenn ich mit einer Frau schreibe und sie treffen möchte, sie dann aber noch länger schreiben will oder Treffen absagt, bin Ich sofort weg.
Es langweilt mich und zerstört irgendwie auch die Anziehung auf meiner Seite.
Genauso bei Frauen, bei denen ich spüre, dass sie sich keine Mühe geben.
d.h. lange Antwortzeiten von mehr als einem Tag, keine Rückfragen etc.
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Settembrini »

Ich habe dieses Phänomen in beiden Richtungen erlebt.

Als ich selber der Zögernde war, lag das fast hauptsächlich an meinen Phobien, von denen ich den interessierten Frauen zuvor nichts gebeichtet hatte. Nun mag man vielleicht denken, dass es überhaupt nicht schwierig ist, anderen Menschen von seinen Phobien zu berichten. Ich kann dazu nur sagen: Dem ist nicht so! Tief verwurzelte und psychologisch seit Jahrzehnten verfestigte Ängste bedeuten auch die Angst, diese zu offenbaren.

Ich habe aber auch erlebt, dass eine Frau, die mir dermaßen eindeutige Zeichen gab, dass sogar ein naiver Mann wie ich sie bemerkte, immer wieder stoppte. Irgendwann setzte ich mich hin und schrieb ihr einen Brief. Damals geschah das noch mit Papier und Stift, Briefumschlag du Briefmarke. In diesem Brief teilte ich ihr alles mit, was ich glaubte, gefühlt oder gesehen zu haben.
Als wir uns das nächste Mal im Restaurant trafen, erlebte ich eine völlig verunsicherte Frau, die mir erzählte, dass sie selber solche Sendungen an einen Mann durch sich nie bemerken würde. Ich hörte, dass sie selber völlig naiv wäre und sich über gewisse Situationen gar keine weiteren Gedanken mache. Das aber nahm ich ihr nicht so ganz ab; ein Abend im Wohnzimmer bei Kerzenschein und Luciano Pavarotti, von ihr vorgeschlagen und dann sogar noch die weibliche Überlegung, bei mir im Haus nächtigen zu wollen…
Vielleicht hatte sie selber ebenfalls Phobien. Wir haben nicht darüber gesprochen. Es endete.
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von katebe »

Ich selbst habe mit so einem Verhalten noch keine Erfahrungen gemacht. Wenn ich das "Opfer" solchen Verhaltens wäre, würde ich wohl herausfinden wollen, woher die Wankelmütigkeit kommt. Liegt es daran, dass die Frau unsicher und ängstlich ist (z.B. wegen schlechter Beziehungserfahrungen oder weil sie auch Abine ist)? Oder weiß sie generell einfach nicht, was sie will und ist unzuverlässig? Davon würde ich dann mein weiters Vorgehen abhängig machen. und wenn ich selber mal wankelmütig sein sollte, würde ich in mich gehen und so lange überlegen, bis ich eine Entscheidung getroffen habe. Ich mag keine Unklarheit.
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Tania »

Aurel hat geschrieben: Donnerstag 18. April 2024, 00:02
Tania hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 22:07 Sogar bei mir hängt der Verlauf sehr von meiner aktuellen Belastbarkeit und Frustrationstoleranz ab - manchmal kann ich das Wankelspiel mehr als ein Jahr mitspielen, manchmal halte ich es nur wenige Wochen aus.
Mehr als ein Jahr :shock: …das hätte ich nicht gekonnt…wenn man dabei verliebt ist, muss das ja die reinste Qual sein, die einen u.U. krank machen kann…
Nein, das "muss" es nicht sein. Warum sollte ich es denn Deiner Meinung nach machen, wenn es die reinste Qual wäre?

Irgendwie finde ich Deine Neigung, mich anhand von ein paar Internet-Beiträgen einschätzen zu wollen (und dabei ziemlich daneben zu liegen), ein wenig irritierend. Letztens die Annahme, ich hätte jedes Spaßvögel-Angebot mitgenommen, jetzt der unterstellte Hang zur Selbstquälerei ... warum?
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Aurel »

Tania hat geschrieben: Mittwoch 17. April 2024, 22:07
Nein, das "muss" es nicht sein. Warum sollte ich es denn Deiner Meinung nach machen, wenn es die reinste Qual wäre?

Irgendwie finde ich Deine Neigung, mich anhand von ein paar Internet-Beiträgen einschätzen zu wollen (und dabei ziemlich daneben zu liegen), ein wenig irritierend. Letztens die Annahme, ich hätte jedes Spaßvögel-Angebot mitgenommen, jetzt der unterstellte Hang zur Selbstquälerei ... warum?
Ich wollte dich damit nicht angreifen und dir nichts unterstellen. Ich hatte nur versucht, aus meiner eigenen Perspektive/Vorstellung zu argumentieren, und war gar nicht auf dich bezogen, aber das kam offensichtlich falsch rüber. Tut mir leid, das war nicht böse gemeint! Und das mit den Spaßvögel Angeboten war als Scherz gemeint, aber das kommt hier im Internet, wo all das Nonverbale (weitgehend) fehlt schwierig rüber. Sorry! :) und ich weiß, dass auch Scherze zu weit gehen können, und als Sticheleien/Mikroagressionen gesehen werden können…das wollte ich nicht! :)
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von relay »

Ich kenne dieses Verhalten auf beiden Seiten und tue mich damit schwer.

Wobei ich persönlich mir halt nie ganz sicher bin Signale richtig zu deuten. Das mag an meiner eher zurückhaltenden Persönlichkeit liegen, oder der mangelnden Erfahrung. Manchmal habe ich auch das Gefühl das die eigene Zurückhaltung da etwas gespiegelt wird. Vielleicht ist es angebracht selbst etwas mehr in die Offensive zu gehen. Persönlich habe ich eher die Gefahr zu schnell emotional involviert zu sein. Das es dem Gegenüber dabei aber nicht zwangsläufig auch so geht ist etwas was man gerne ausblendet.

Aber ich sehe auch die andere Seite weil man halt auch nie weiß was dahinter steckt. Auch ich verspüre bei jemanden die Unsicherzeit Ja,Nein,Vielleicht.
Ich schreibe / telefoniere seit einiger Zeit mit jemanden. Toller Mensch und wirklich nur einen Katzensprung entfernt (meine sonstigen Dates sind gerne mal 1-2h Autofahrt entfernt ...). Getroffen haben wir uns bisher dennoch nicht obwohl er dem von Anfang an nicht abgeneigt wäre. Warum? Weil ich ihn wirklich gerne mag, toll mit ihm reden kann, aber wirklich (bisher) nur als Freund. Könnte ich mir mehr vorstellen? Ehrlich weiß ich es nicht, vor wenigen Wochen hätte ich gesagt nein, mittlerweile eher ein Vielleicht. Ich mag ihn auch wenn er nicht wirklich mein Typ ist und ich die Altersdifferenz mit 10 Jahren (er jünger) für mich persönlich schon grenzwertig sehe (kein Urteil über andere!).
Was ich aber weiß, treffen wir uns und es würde mehr passieren und dann dennoch nicht hinhauen hätte ich große Angst jemanden zu verlieren den ich bereits jetzt als Freund ansehe.
Was ich aber auch sehe, er zieht sich im Moment etwas von mir zurück. Verstehe ich total und ja bei mir bewirkt das durchaus was in die Richtung das ich ihn vielleicht dochmal persönlich treffen sollte.

Also vielleicht ist auch das eine Option? Etwas aus der Situation rausgehen und warten wie der andere darauf reagiert? Schwankende Empfindungen werden bei einem drohenden Verlust vielleicht etwas klarer. (Egal in welche Seite)
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Tania
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Re: Ja, Nein, Vielleicht – Wie damit umgehen?

Beitrag von Tania »

relay hat geschrieben: Donnerstag 18. April 2024, 13:35 Was ich aber weiß, treffen wir uns und es würde mehr passieren und dann dennoch nicht hinhauen hätte ich große Angst jemanden zu verlieren den ich bereits jetzt als Freund ansehe.
Ach ja - das beliebte "was wäre wenn"-Gedankenkarussell. Das kann einen echt gut ausbremsen.

Aber denk vielleicht mal anders herum: wenn er Dich ebenfalls als Freund ansieht, dann wird nicht mehr passieren - dann wird ein Treffen einfach eine Vertiefung eurer Freundschaft sein. Aber wenn er Dich nicht als Freund sehen sollte, dann hast Du nichts zu verlieren - denn dann gibt es keine echte Freundschaft zwischen euch. Und dann kannst Du ganz entspannt mal schauen, ob sich irgendwas zwischen euch entwickelt und ob es dann hinhaut.

Oder Du versteckst Dich weiter in der virtuellen Welt - dann entwickelt sich höchstwahrscheinlich gar nichts.
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