Ewig gefühlte Abine?!

Auch mit einem Partner sind nicht alle Fragen geklärt
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Tania
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Re: Ewig gefühlte Abine?!

Beitrag von Tania »

Kisuli hat geschrieben: Sonntag 18. August 2024, 14:40 Es gibt einfach so vieles, was für eine längerfristige Beziehung passen muss, dass es mir fast unmöglich erscheint, dass das erreichbar wäre. Ähnliche Zukunftspläne, Kinderwunsch, Interessen, Hobbies, Sexualität, Kompromiss- und Konfliktfähigkeit, Bauchgefühl, Humor, Vorstellungen von Beziehungsgestaltung und -pflege..
Ein paar Jahre später löst sich nach meiner Erfahrung auch dieses Problem von selbst. Dann ist man entweder entspannt genug, um einen anderen Menschen einfach zu nehmen, wie er ist, und ein paar Un-Ähnlichkeiten zu tolerieren (was in getrennten Wohnungen deutlich einfacher ist - das nennt man dann LAT oder BAN Beziehung ;) ) - oder um sich zu sagen, dass das Leben allein auch bei vielen Ähnlichkeiten immer noch deutlich bequemer ist als zu zweit.
Alle unsere Streitereien entstehen daraus, dass einer dem anderen seine Meinung aufzwingen will. (Mahatma Gandhi)
TomNigel
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Re: Ewig gefühlte Abine?!

Beitrag von TomNigel »

Hallo,

ich sehe mich zu einem Großteil in einer ähnlichen Lage, nur dass ich ein Mann bin und schon auf Mitte 50 zugehe :shock:

Ich habe als SC-AB meine Ex-Freundin kennengelernt und mit ihr viele Jahre in einer Fernbeziehung gelebt. Dann trennte sie sich von mir. Das ist fünf Jahre her, und obwohl mir seitdem viele Dinge klargeworden sind, vermisse ich den Teil der schönen Zeit mit ihr noch immer. Es ist wirklich verdammt schwer, jemanden loszulassen, obwohl der einen immer wieder schlecht behandelt hat.

Bei mir hat sich ergeben, dass sich Mitglieder aus meinem Abi-Jahrgang zusammengefunden haben in einer WhatsApp-Gruppe und bereits zweimal im Abstand von 1 Jahr ein Treffen organisiert haben. Ausdrücklich nur für uns, keine Partner usw. zugelassen, auch keine Ehemaligen aus den Jahrgängen darunter. Mit sehr gemischten Gefühlen bin ich hingefahren und stellte "natürlich" fest, dass ein Großteil verheiratet ist und Kinder hat, auch solche, die dafür früher nicht als prädestiniert gegolten hätten. Ich habe mich längere Zeit mit meiner ehemaligen Flamme unterhalten, die mich zu Schulzeiten öfters gemobbt hat, und es hat sich gezeigt, dass sie nie die Absicht hatte, mich zu verletzen, sie umgekehrt von den anderen Mädchen im Jahrgang ihrerseits gemobbt wurde und psychologische Betreuung benötigt hat.

Inzwischen haben wohl alle einen Teil ihrer sozialen Adern entweder entdeckt oder wiedergefunden, was vor allem dadurch ausgelöst wurde, dass sie an ihren Kindern sehen, wie übel Mobbing ist. Nicht ohne Ironie bleibt hier festzuhalten, dass diese Kinder sind wie ich und einige andere damals, die nun von Menschen betreut werden, die waren wie die Mobber von damals, die nun ihrerseits Eltern gemobbter Kinder sind.

Durch die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte fühle ich mich im Umgang mit den damaligen Problem-Mitschülern besser gewappnet, bin selbstbewusster und lasse mich nicht mehr so leicht beeindrucken. Ich kann leichter mit Frauen ins Gespräch kommen und ihnen vermitteln, welchen Anteil sie an meinen damaligen Sorgen und Problemen hatten und ob ihnen das denn nie aufgefallen war.

Mir ist aufgefallen, dass sehr viele Dinge, die emotional echte Schwergewichte im Leben sind, in meinem Leben nie stattgefunden haben. Also keine Heirat und Ehe, keine von mir gezeugten und in der Ehe geborenen Kinder, keine Kinder, die ich aufwachsen sehe, die sprechen und laufen lernen, mit mir herumtoben, in die Ferien fahren. Inzwischen sind die Kinder so groß, dass sie bereits die Schule verlassen und anfangen zu studieren. Ich kann da vorwiegend mit lauter negativen Eindrücken aufwarten, die ohne positiven Ausgleich geblieben sind. Also der wirklich grauenvolle Tod meines Vaters, die Trennung von meiner Freundin, meine eigene Krebserkrankung vor einem Jahr. Ich habe kaum positive Pfunde, mit denen ich wuchern könnte. Geblieben ist mir die Freiheit, zu tun, was ich will. Ich fühle mich auch nicht grundsätzlich unglücklich, eher gespannt, wie es weitergehen kann und wird. Ich habe genug Pläne für mich allein, die mich noch lange beschäftigen werden.

Nichtsdestotrotz sehne ich mich auch nach weiblicher Gesellschaft. Nach Körperlichkeiten, gemeinsamem Lachen, Ausflügen, Urlaub, Kultur, Sport. Gemeinsames Kochen und Essen. Intensiv kennenlernen.

Es hatte für mich gut funktioniert, mich in Online-Datingbörsen einzutragen und auch über Chats lerne ich recht unkompliziert Frauen kennen. Ich freue mich darauf, was als nächstes kommt.

Gruß

desigual hat geschrieben: Sonntag 11. August 2024, 21:42 Dieses Thema hat zwar nichts mit der ersten Beziehung zu tun, könnte aber von HC-ABs als Luxusproblem empfunden werden - deshalb klage ich mein Leid hier.
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time4change
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Re: Ewig gefühlte Abine?!

Beitrag von time4change »

TomNigel hat geschrieben: Sonntag 15. Dezember 2024, 12:55 Nichtsdestotrotz sehne ich mich auch nach weiblicher Gesellschaft. Nach Körperlichkeiten, gemeinsamem Lachen, Ausflügen, Urlaub, Kultur, Sport. Gemeinsames Kochen und Essen. Intensiv kennenlernen.
Klar - das fehlt einem im hier und jetzt, egal ob man in den Genuß früher mal gekommen ist oder noch nie.

Genauso würden mir kulinarische Genüsse fehlen, wenn ich bei vertrocknetem Brot und Wasser gehalten würde... egal ob ich selber vor Jahren mal gut essen konnte oder ob ich nur anderen Leuten zuschauen darf, wie sie heute Schäufele, morgen echte Neapolitanische Pizza, am WE Wiener Schnitzel und Rinderrouladen verdrücken...
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