Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Gedanken zum Thema "Absolute Beginner", Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt
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elfriede
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von elfriede »

Vogel hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 16:49
elfriede hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 13:51 .... somit könnten auch einige meiner Wunden endlich heilen. So aber bleiben sie offen. Für immer!
Und hier geht es ja dann doch um Dich! Seine Wunden sollen heilen, damit Deine heilen können!
Und was daran ist verwerflich? Eine Mutter leidet, weil und solange ihr Kind leidet. Das ist leider so.
Vogel
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Vogel »

elfriede hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 22:17

Und was daran ist verwerflich? Eine Mutter leidet, weil und solange ihr Kind leidet. Das ist leider so.
Du stellst Dein Leid über seins. Levyn war also nicht so weit weg von seiner Vermutung.
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Settembrini
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Settembrini »

Ich möchte einmal die Punkte Deines Posts herauspflücken, die mich am meisten berührt haben:
Automobilist hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 18:26 Aber als ich diese Aphrodite zum ersten Male sah - brannten buchstäblich alle Sicherungen durch : " Die - oder keine ! "

Somit gab es für die nächsten Jahre - in der Tat mehr als 10 - auch keinerlei Suche. Denn ich mußte sie ja finden - und treffen.
Hier wirkt es ein wenig wie bei Forrest Gump. Bei ihm war es seine Jenny, die er sein ganzes Leben lang suchte, nachdem er sie in ganz jungen Jahren schon gefunden hatte. Eine andere gab es für ihn nicht. Nur, dass Jenny in seinem Alter war – anders als Deine Aphrodite es bei Dir gewesen ist. Ich würde sie Dir von ganzem Herzen gönnen!
Automobilist hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 18:26 Da ich in vielen Denkweisen ( in weitaus den Meisten ! ) und Gusto vom Durchschnitt drastisch abweiche - war keinem mehr bewußt, als mir.
Menschen, die vom Durchschnitt abweichen, sind die interessantesten Menschen der Welt! Denn die Masse ist durchschaubar und verfügen somit über austauschbare Charaktere und Eigenschaften.
Automobilist hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 18:26 Indirekt auf Elfriede gemünzt : meine Mutter versuchte auch, Verkuppelungsmanöver zu beginnen. Der Ehrlichkeit halber : in erster Linie für " das Eine ".
Wobei ich hier für @Elfrierde eine Lanze brechen möchte, dass sie hier im Forum ausgesprochen ehrlich und somit durchaus schonungslos gegenüber sich selbst auf mich wirkt.
Bei mir sind es nicht die fehlenden Enkelkinder gewesen, die ich vermisste, sondern die fehlende Familie an für sich. Und ich danke meinen verstorbenen Eltern noch heute, nach all den Jahrzehnten, dass sie mich diese Sehnsucht nach Enkelkindern nicht spüren lassen wollten. Doch obwohl sie es nicht direkt sagten – gespürt habe ich es dennoch.
Automobilist hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 18:26 Ich würde auch heute noch zu meiner Traumfrau gewiß nicht nein sagen - nur....bin ich eben keine 50 mehr, und der Körper macht mehr und mehr Probleme.

Da es aber außer Frage stand, von den Ansprüchen - welche sie größtenteils geprägt hatte - abzuweichen, und es für uns kein " Happy End " gab oder gibt - b r a u c h t e ich auch nicht mehr zu suchen.

Ich glaube nicht, daß es diese Combination noch einmal gibt - gleichviel, wie viele Frauen es denn auf der Welt gibt.
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Du immer noch suchst… nämlich nach der vergangenen Zeit und Deiner Aphrodite. Das ist völlig legitim und bedarf von Deiner Seite her auch keiner weiteren Erklärung, um es für mich verständlich zu machen.
Automobilist hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 18:26 Somit ist es schon richtig, daß nicht nur die Hoffnung tot ist - sondern auch das Verlangen.

Dieses ist - für s i e ! - zwar noch vorhanden - aber, irgendwie wie ein Porträt an der Wand, das " schon immer " dort hangt - aber kaum noch wahrgenommen wird.

Heute, nach 46 Jahren nach dem " Zündzeitpunkt " - muß ich leider zugestehen : " Die - oder Keine. Dann eben Keine. "

Fragte mich jemand, ob ich es anders machen würde, hätte ich nochmals die Möglichkeit : Klares " Nein ".

Sich treu zu bleiben - kann Wunden reißen. Dieselben heilen nicht - sie vernarben nur.
Du glaubst gar nicht, wie sehr Du mit diesen zwei letzten Sätzen mir aus der Seele sprichst.
Vogel
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Vogel »

Vogel hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 22:28
elfriede hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 22:17

Und was daran ist verwerflich? Eine Mutter leidet, weil und solange ihr Kind leidet. Das ist leider so.
Du stellst Dein Leid über seins. Levyn war also nicht so weit weg von seiner Vermutung.
Als Ergänzung: klar leidet man durchaus mit - das ist menschlich, und ich fände es sehr schlimm wäre es nicht so. Aber ich habe aber einfach den Eindruck, das es vorrangig um Deine Wunden geht. Schon alleine, das sein Gesundheitszustand, seine Narben, Stoma,... Dir Wunden - also Verletzungen - zufügt, finde ich einfach bedenklich.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Egil »

elfriede hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 10:45
Lieber Egil,

Ob eine Frau mit Push Up oder Silikon nachgeholfen hat, erkennt der Kenner doch mit einem Blick, oder nicht? Diese "Werte" trägt Frau ja sichtbar vor sich her. Wackelt es beim Gehen, ist Natur im Spiel. Stehen die Brüste auch im Liegen wie eine Eins, hat der eine oder andere Chirurg Hand angelegt.
Mein Post war bewusst provokant angelegt, als Antwort auf deine Aussage, es wäre schon in Ordnung, wenn eine Frau beim ersten Date die Einkommensverhältnisse des Mannes abklopfen würde - was ich als unpassend empfinde, zumindest wenn es derart offensichtlich geschieht. Prinzipiell ist es ja nachzuvollziehen (gerade eie alleinerziehende Mutter will nicht auch noch für einen neuen Mann aufkommen müssen, und ein ökonomischer Hallodri ist auch sicher kein Traummann), aber eben nicht so früh und derart ostentativ. Mir ist kein besserer Vergleich eingefallen, was in meinen Augen ähnlich schlechter Stil sein könnte.
Und wenn deine Baustellen weder im Aussehen, noch auf dem Bankkonto zu finden sind, wo liegen sie dann? Kann es sein, dass du nicht bereit bist, Verantwortung zu übernehmen? Hast du soviel Angst vor der Handtasche einer Frau, dass du sie gar nicht erst in dem besagten Wagen einsteigen lässt? Mit anderen Worten: bist du geizig?

Geiz ist eine Eigenschaft, die sehr unsexy ist. Zumindest beim ersten Date sollte der Mann bezahlen und kleine Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft sondern lassen auch die Liebe wachsen. Bist du dazu bereit? Warum sonst ist denn dieses Date mit der Dame im Sande verlaufen? Magst du mal erzählen?
Nein, ich bin nicht geizig. Sparsam ja; das heißt, dass ich mir überlege, was ich kaufe und was nicht. Vor meiner ersten Beziehung hatte ich genau drei erste Dates. Selbstverständlich habe ich versucht, die jeweilige Dame einzuladen, und mindestens zwei haben es abgelehnt und selbst bezahlt (bei der dritten erinnere ich mich nicht mehr daran).

Nein, meine Ursache waren Ängste (mit Anfang 20 war ich nicht in der Lage, mit einer Frau alleine in einem Raum zu sein, aus Angst, meine Anwesenheit könnte sie belästigen), Hemmungen (noch 2018, als ich mich im alten Forum angemeldet habe, war es mir nicht möglich, Blickkontakt mit einer Frau zu halten oder Blicke auch nur zu erwidern) und schlichtweg Unwissenheit über die "Spielregeln". Gegen Ende der Schulzeit habe ich manchmal beobachtet, dass zwei Personen mit einem Mal wie durch Zauberhand ein Paar bildeten (danach hatte ich zu wenig Kontakt mit anderen Menschen - zumindest paarbildenden Menschen - , um auch nur das festzustellen). Was konkret dabei passierte, blieb mir ein Rätsel.
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Tania
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Tania »

Reinhard hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 21:21
Tania hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 19:08
Hurz_der_Schrei hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 16:52 Ganz vorne sind in den Angestelltenjobs eingeführte großzügige Gleitzeit- und Homeoffice-Regelungen, durch die man auch mit Kleinkindern Vollzeit berufstätig sein kann ohne dass man Einkommenseinbußen hinnehmen muss.
Kennst Du tatsächlich jemanden, der 8 Stunden täglich konzentriert arbeiten kann, während ein ansonsten unbeaufsichtigtes Kleinkind in der Wohnung ist?
So groß ist der Verlust auch wieder nicht. NIEMAND arbeitet 8 Stunden konzentriert. :hierlang:
Es ist trotzdem ein himmelweiter Unterschied. Beispiel: Kundentelefonat:

Im Büro
=======
Firma Müller, Schmidt am Apparat ... Ach, hallo Herr Werner, was kann ich für Sie tun? Ja? Ja, verstehe ... ich suche es Ihnen schnell raus ... Okay, kann ich es Ihnen per Mail schicken? .. Immer noch Werner@wernersfirma.de ? So, ist unterwegs. Ja, danke, Ihnen auch einen schönen Tag.


Im Homeoffice mit Kleinkind
=======================
Firma Müller, Schmidt am Apparat ... Ach, hallo Herr Werner, was kann ich für Sie tun? Nein, leg das sofort weg! Nein nicht Sie, Entschuldigung. Ich arbeite heute von zu Hause, mein Kind - DU SOLLST DAS WEGLEGEN!" ist krank. ... 3 Jahre ... Ja, wirklich ein süßes Alter ... Ach, Sie haben schon Enkel in dem Alter? NICHT IN DEN MUND STECKEN!!! Entschuldigung, ich muss mal eben ... ... ... Herr Werner? Danke dass Sie gewartet haben. Also der Grund Ihres Anrufs ... Ja? Ja, verstehe ... ich suche es Ihnen schnell raus ... Nein, Mama kann jetzt nicht spielen, Mama arbeitet. Also Sie wollten Rechnung 0718 in Kopie? Ach, 7918, ja ... Du musst JETZT aufs Töpfchen? Okay, ich schicke es Ihnen dann per Mail, schönen Tag noch"


Auch mit einem sehr netten Herrn Werner und unter Berücksichtigung der freundlichen zwischenmenschlichen Interaktion - dieses Hin und Her ist für die Mutter/Angestellte einfach stressig und es dauert länger, den Vorgang zu erledigen.

Und beim Programmieren ist es ähnlich - jede Störung bedeutet eine merkliche Zeitverzögerung. Oder bin ich die Einzige, die Mailbenachrichtigungen ausstellt, wenn sie was Komplizierteres abzuarbeiten hat?
Alle unsere Streitereien entstehen daraus, dass einer dem anderen seine Meinung aufzwingen will. (Mahatma Gandhi)
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Daisy_Chain »

Tania hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 23:59
Reinhard hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 21:21
Tania hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 19:08

Kennst Du tatsächlich jemanden, der 8 Stunden täglich konzentriert arbeiten kann, während ein ansonsten unbeaufsichtigtes Kleinkind in der Wohnung ist?
So groß ist der Verlust auch wieder nicht. NIEMAND arbeitet 8 Stunden konzentriert. :hierlang:
Es ist trotzdem ein himmelweiter Unterschied. Beispiel: Kundentelefonat:

Im Büro
=======
Firma Müller, Schmidt am Apparat ... Ach, hallo Herr Werner, was kann ich für Sie tun? Ja? Ja, verstehe ... ich suche es Ihnen schnell raus ... Okay, kann ich es Ihnen per Mail schicken? .. Immer noch Werner@wernersfirma.de ? So, ist unterwegs. Ja, danke, Ihnen auch einen schönen Tag.


Im Homeoffice mit Kleinkind
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Firma Müller, Schmidt am Apparat ... Ach, hallo Herr Werner, was kann ich für Sie tun? Nein, leg das sofort weg! Nein nicht Sie, Entschuldigung. Ich arbeite heute von zu Hause, mein Kind - DU SOLLST DAS WEGLEGEN!" ist krank. ... 3 Jahre ... Ja, wirklich ein süßes Alter ... Ach, Sie haben schon Enkel in dem Alter? NICHT IN DEN MUND STECKEN!!! Entschuldigung, ich muss mal eben ... ... ... Herr Werner? Danke dass Sie gewartet haben. Also der Grund Ihres Anrufs ... Ja? Ja, verstehe ... ich suche es Ihnen schnell raus ... Nein, Mama kann jetzt nicht spielen, Mama arbeitet. Also Sie wollten Rechnung 0718 in Kopie? Ach, 7918, ja ... Du musst JETZT aufs Töpfchen? Okay, ich schicke es Ihnen dann per Mail, schönen Tag noch"


Auch mit einem sehr netten Herrn Werner und unter Berücksichtigung der freundlichen zwischenmenschlichen Interaktion - dieses Hin und Her ist für die Mutter/Angestellte einfach stressig und es dauert länger, den Vorgang zu erledigen.

Und beim Programmieren ist es ähnlich - jede Störung bedeutet eine merkliche Zeitverzögerung. Oder bin ich die Einzige, die Mailbenachrichtigungen ausstellt, wenn sie was Komplizierteres abzuarbeiten hat?
Also soweit ich das von den Kollegen mitbekomme wird die Arbeit spät nachmittags eingestellt und das Kind aus der Kita abgeholt, weiter gearbeitet wird dann wenn das Kind im Bett ist. Aber wir haben auch keinen Kundenkontakt. Bei uns im Betrieb ist es sehr üblich dass Mutter und Vater Vollzeit arbeiten weil Teilzeit nicht akzeptiert wird
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Reinhard »

Tania hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 23:59 Im Büro
=======
Firma Müller, Schmidt am Apparat ... Ach, hallo Herr Werner, was kann ich für Sie tun? Ja? Ja, verstehe ... ich suche es Ihnen schnell raus ... Okay, kann ich es Ihnen per Mail schicken? .. Immer noch Werner@wernersfirma.de ? So, ist unterwegs. Ja, danke, Ihnen auch einen schönen Tag.

... und dann "belohnt" man sich für die erfolgreich bearbeitete Kundenanfrage mit Rausgucken aus dem Fenster und dass man sich einen frischen Kaffee holt ...


Aber wir sind hier off-topic. :hierlang:
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Tania
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Tania »

Daisy_Chain hat geschrieben: Samstag 11. Januar 2025, 00:46
Also soweit ich das von den Kollegen mitbekomme wird die Arbeit spät nachmittags eingestellt und das Kind aus der Kita abgeholt, weiter gearbeitet wird dann wenn das Kind im Bett ist.
Ja, wenn es eine Kinderbetreuung gibt und das Kind gesund ist und dort hin gehen kann, geht das. Allerdings gibt es unter diesen Bedingungen auch wenig Gründe, wegen des Kindes Vollzeit ins Homeoffice zu gehen - dann kann man während der Kita-Zeit genauso gut ins Büro.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Obelix »

Tania hat geschrieben: Samstag 11. Januar 2025, 01:37
Daisy_Chain hat geschrieben: Samstag 11. Januar 2025, 00:46
Also soweit ich das von den Kollegen mitbekomme wird die Arbeit spät nachmittags eingestellt und das Kind aus der Kita abgeholt, weiter gearbeitet wird dann wenn das Kind im Bett ist.
Ja, wenn es eine Kinderbetreuung gibt und das Kind gesund ist und dort hin gehen kann, geht das. Allerdings gibt es unter diesen Bedingungen auch wenig Gründe, wegen des Kindes Vollzeit ins Homeoffice zu gehen - dann kann man während der Kita-Zeit genauso gut ins Büro.
So hat das mein Bruder in seiner Zeit als alleinerziehender Vater gemacht. Allerdings bedeutete das eben auch null Flexibilität bei der Arbeitszeit, insbesondere auch keinerlei Überstunden, und damit auch Stillstand auf der Karriereleiter bis das Kind aus dem Haus war. Und er hatte das Glück, in Frankreich zu leben, wo die Kinder ab 3 Jahren täglich bis 17 Uhr betreut sind, ohne das es die Eltern etwas kostet.

Ansonsten kenne ich aber auch etliche Kolleginnen, die keine "Nachtschicht" machen, sondern ihre Teilzeit so ausgelegt haben, dass zwischen Kind wegbringen und abholen keine Zeit für den Weg ins Büro bleibt, und sie nur von daheim aus arbeiten.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Wayfaring_Stranger15 »

Ich melde mich auch mal wieder zu Wort :lol:
Ich hätte nie gedacht, dass der Thread hier sich so verselbstständigt und erlebe es glaube ich auch zum ersten Mal, dass ich bei meinem eigenen Thread ein bisschen den Faden verlier. :D Aber freut mich auch total, ich mag Diskussionen ja eigentlich voll.

Zunächst einmal zum aktuellen Thema, wie man bitte in aktueller Zeit eine Familie mit Vollzeitjob vereinbaren können soll. Ich denke, ich erzähle hier niemandem was Neues, wenn ich euch erst einmal sage, dass ein Kind jedem Elternteil viel abverlangt und es neben einem hohen Maß an Verantwortung auch viele zeitliche, geldliche und persönliche Ressourcen erfordert. Überhaupt ein Kind in die Welt zu setzen sollte daher in heutiger Zeit wohl überlegt sein. Und ja, man sollte auch im Rahmen dieser Erfordernisse mit persönlichen Einbußen rechnen, dass man eben nicht mehr alles so machen kann wie vorher. Ein Kind kann für die Eltern eine immense Herausforderung sein. Eine Art Prüfung dessen, wie ernst man es von Anfang an mit der Partnerschaft und Liebe gemeint hat, um es vielleicht mal etwas überzogen idealistisch zu formulieren.
Was ich allerdings bei der ganzen Diskussion jetzt schon vermisse ist, dass Vollzeitjob und Kind durchaus sehr gut vereinbar ist. Und zwar mithilfe vom Jugendamt.
Das Jugendamt ist zurecht verpöhnt als das Kinderklauamt, und einige ältere Kollegen, die dort arbeiten, haben auch immer noch diese alte, fragwürdige Haltung. Aber gerade heutzutage setzt das Jugendamt sehr viel stärker auf Prävention, Zusammenarbeit mit den Eltern, Unterstützung in den Dingen, wo die Eltern meinen Hilfe zu benötigen, und der Kindesentzug ist lediglich nur noch die Ultima Ratio. Der Staat ist sich durchaus der Herausforderungen einer Familie in heutiger Zeit bewusst und hat auch Maßnahmen dafür ermöglicht, die es jungen Familien helfen soll, Beruf mit Kind vereinbaren zu können. Das Problem ist; der schlechte Ruf der Jugendämter und die Unwissenheit sehr, sehr vieler Menschen, die einfach nicht den blassesten Schimmer haben, dass und wie das Jugendamt da helfen kann. Auch dagegen gibt es inzwischen Maßnahmen, die allerdings noch immer nicht flächendeckend eingesetzt werden, was ich schade finde. Trotzdem, bei den Beispielen und Fällen hier in der Diskussion sind mir vor allem eine SPFH (sozialpädagogische Familienhilfe) und Familienhebamme eingefallen, die beide schon deeeutlich für Entlastung sorgen können.
Falls ihr also gerade wirklich das Problem im Leben haben solltet; wendet euch gern mal an euer hiesiges Jugendamt. Die beraten euch gern ;)

Im Übrigen finde ich hier auch einige Unterstellungen gegenüber Elfriede irgendwie unfair und überzogen. Es ist richtig, dass ich irgendwie seit 2-3 Seiten nichts mehr geschrieben habe, aber ich habe trotzdem noch alles durchgelesen und manchmal hatte ich den Eindruck, dass man nur Satzbruchstücke aus ihren Posts genommen hat, um sie zu verdrehen und ein verzerrtes Bild von ihr zu schaffen, was man ihr dann vorwerfen kann. Das kann ich zwar jetzt nicht unmittelbar beweisen und es ist nur ein Gefühl, aber ich muss offen und ehrlich sagen, ich habe einen viel besseren Eindruck von Elfriede, der sehr viel geerdeter und liebevoller ist, als andere ihn hier zu haben scheinen. Ich konnte auch nicht mit all ihren Tipps was anfangen und ich teile auch nicht alle ihre Sichtweisen, aber deswegen halte ich nicht ihre Mühen, zu helfen, für weniger wert. Ich halte sie weder für egozentrisch, noch habe ich den Eindruck, dass sie versucht, irgendwem was aufzwingen zu wollen.

Und zu guter Letzt hab ich in diesem Thread gelernt; womöglich sind Frauen zu anspruchsvoll, ja. Aber nicht alle Frauen. Genauso sind aber auch Männer zu anspruchsvoll - aber auch nicht alle Männer. :)

Und nun, viel Spaß beim weiter diskutieren, ich muss jetzt meine Wohnung putzen :D
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Hurz_der_Schrei »

Tania hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 23:59
Reinhard hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 21:21
Tania hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 19:08

Kennst Du tatsächlich jemanden, der 8 Stunden täglich konzentriert arbeiten kann, während ein ansonsten unbeaufsichtigtes Kleinkind in der Wohnung ist?
So groß ist der Verlust auch wieder nicht. NIEMAND arbeitet 8 Stunden konzentriert. :hierlang:
Es ist trotzdem ein himmelweiter Unterschied. Beispiel: Kundentelefonat:

Im Büro
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Im Homeoffice mit Kleinkind
=======================
Firma Müller, Schmidt am Apparat ... Ach, hallo Herr Werner, was kann ich für Sie tun? Nein, leg das sofort weg! Nein nicht Sie, Entschuldigung. Ich arbeite heute von zu Hause, mein Kind - DU SOLLST DAS WEGLEGEN!" ist krank. ... 3 Jahre ... Ja, wirklich ein süßes Alter ... Ach, Sie haben schon Enkel in dem Alter? NICHT IN DEN MUND STECKEN!!! Entschuldigung, ich muss mal eben ... ... ... Herr Werner? Danke dass Sie gewartet haben. Also der Grund Ihres Anrufs ... Ja? Ja, verstehe ... ich suche es Ihnen schnell raus ... Nein, Mama kann jetzt nicht spielen, Mama arbeitet. Also Sie wollten Rechnung 0718 in Kopie? Ach, 7918, ja ... Du musst JETZT aufs Töpfchen? Okay, ich schicke es Ihnen dann per Mail, schönen Tag noch"


Auch mit einem sehr netten Herrn Werner und unter Berücksichtigung der freundlichen zwischenmenschlichen Interaktion - dieses Hin und Her ist für die Mutter/Angestellte einfach stressig und es dauert länger, den Vorgang zu erledigen.

Und beim Programmieren ist es ähnlich - jede Störung bedeutet eine merkliche Zeitverzögerung. Oder bin ich die Einzige, die Mailbenachrichtigungen ausstellt, wenn sie was Komplizierteres abzuarbeiten hat?

Mit Corona und den Lockdowns kam flächendeckend das Homeoffice auf und viele Firmen vollzogen keine Rückkehr mehr dass die Mitarbeiter zu 100% im Büro sein zu müssen - und es funktioniert sehr gut und bringt für viele Unternehmen sogar Vorteile, wie zum Beispiel geringere Energiekosten.
Für die Mitarbeiter fallen die Fahrtkosten weg und es klappt bei den weiblichen Mitarbeitern mit Kind(ern) meistens eben so gut, dass sie wieder ein Gehalt beziehen können - wie durch großzügigere Betriebsvereinbarungen was Arbeitszeitkonten und Gleitzeiten angeht und dass sie temporär halbtags arbeiten können.
Also dass für eine Frau im Büroangestelltenjob ein Kind automatisch mit Gefahr einhergeht, in die Armut abzurutschen, gilt nicht mehr - das war früher sicher der Fall, ist heute jedoch nicht mehr so.
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OT im OT ...

Beitrag von time4change »

Kurze off-topic-Abschweifung in Eurem off-topic-Thema:

Interessant, daß Home-Office bzw. die Möglichkeit dazu mittlerweile derart als "Standard" empfunden wird:
Geht das auch für:
- Pflegekräfte/Arzthelferinnen/OP-Schwestern/...
- das übrig gebliebene Personal in der Gastronomie
(viele haben sich die letzten Jahre wohl beruflich umorientiert?)
- die Damen und Herren, die für die Gebrüder Albrecht und die Schwarz Stiftung arbeiten?
- Lehrerinnen
- Putzfrauen und Gebäudereiniger
- und und und ...

Oder sind hier im Forum Bürohengste und -stuten stark überrepräsentiert?
(verglichen mit der Gesamtbevölkerung)
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Re: OT im OT ...

Beitrag von Hurz_der_Schrei »

time4change hat geschrieben: Samstag 11. Januar 2025, 11:58 Kurze off-topic-Abschweifung in Eurem off-topic-Thema:

Interessant, daß Home-Office bzw. die Möglichkeit dazu mittlerweile derart als "Standard" empfunden wird:
Geht das auch für:
- Pflegekräfte/Arzthelferinnen/OP-Schwestern/...
- das übrig gebliebene Personal in der Gastronomie
(viele haben sich die letzten Jahre wohl beruflich umorientiert?)
Freilich geht das in diesen Berufsgruppen nicht.


Oder sind hier im Forum Bürohengste und -stuten stark überrepräsentiert?
(verglichen mit der Gesamtbevölkerung)

Büroangestellte bilden unter der Arbeitnehmerschaft allgemein die große Mehrheit.
Von daher schlägt sich das auch im Anteil unter den Forenteilnehmern automatisch nieder.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Tania »

Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: Samstag 11. Januar 2025, 10:32 Trotzdem, bei den Beispielen und Fällen hier in der Diskussion sind mir vor allem eine SPFH (sozialpädagogische Familienhilfe) und Familienhebamme eingefallen, die beide schon deeeutlich für Entlastung sorgen können.
Falls ihr also gerade wirklich das Problem im Leben haben solltet; wendet euch gern mal an euer hiesiges Jugendamt. Die beraten euch gern ;)
Kurzer Praxiserfahrungsbericht: die Familiehebamme (von der Krankenkasse bezahlt, das Jugendamt hatte damit nix zu tun) kam ein paarmal nach der Geburt, schaute, ob das Kind gut gepflegt und versorgt war und wies auf Stellen hin, die besser aufgeräumt sein könnten. Nun bin ich aber nicht sehbehindert, ich sehe diese Stellen selbst. Und praktische Unterstützung (und sei es, auf dem Weg runter den Müll mitzunehmen) war nicht Aufgabe diese Fachkraft.

Einige Jahre später, inzwischen alleinerziehend mit drei Kindern, ohne Job, habe ich mitbekommen, dass die siebenfache Mama aus dem Hochhaus drei Straßen weiter, deren ältestes Kind mit dem meinen in die Grundschule ging und regelmäßig samt einigen Geschwistern zur Essenszeit bei uns auftauchte, weil es zu Hause nicht sowas Schönes gab (bei mir gab es belegte Brote und, oh Luxus, ab und zu ein gekochtes Ei) ... also, die hatte vom Amt eine Frau geschickt bekommen, die bei ihr sauber macht und aufräumt und kocht. Fand ich super - mit jemandem, der mir beim Haushalt unter die Arme greift und vielleicht sogar bei unvermeidlichen Dienstreisen oder Überstunden mal nach den Kids schaut, hätte ich wieder Teilzeit in meinem studierten Beruf arbeiten können, statt durch (flexibel gestaltbares) Heimwerken und Putzen Geld zu verdienen. Oder wenigstens einfach mal früher ins Bett und länger als 6h schlafen können. Also auf zum Amt. "Sind die Kinder versetzungsgefährdet? Chronisch krank? Verhaltensauffällig? Nehmen Drogen? Unterernährt? Vernachlässigt? Alles nicht? Dann brauchen sie wohl keine Unterstützung. Sie machen das toll, wir sehen sowas hier leider selten, schönen Tag noch."

Zusammenfassung: Jugendamt ist der letzte Ausweg und muss sich auf Fälle konzentrieren, wo es den Kindern wirklich mies geht. Für Fälle, wo es nur den Eltern mies geht, fehlen sowohl Mittel als auch Zuständigkeit. Also bitte nicht als potentielle Hilfe empfehlen. Die helfen eigentlich nur wirklich, wenn das Kind bereits "in den Brunnen gefallen" ist. Und das plant hier sicher niemand.
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36,7 % = "große Mehrheit"?

Beitrag von time4change »

Hurz_der_Schrei hat geschrieben: Samstag 11. Januar 2025, 12:34Büroangestellte bilden unter der Arbeitnehmerschaft allgemein die große Mehrheit.
Von daher schlägt sich das auch im Anteil unter den Forenteilnehmern automatisch nieder.
ca. 37 % sind eine "große Mehrheit"?!

Wo hast Du Rechnen gelernt?

IW-Trends 3(2000
... Insgesamt arbeiten in Deutschland rund 14,8 Millionen Menschen in Büros. Im Zeitraum 2012 bis 2018 ist die Anzahl der Bürobeschäftigten um knapp 3 Millionen gestiegen. Die Quote der Bürobeschäftigten hat sich gleichzeitig von 35,2 Prozent auf 36,7 Prozent erhöht. ...
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Wayfaring_Stranger15 »

Tania hat geschrieben: Samstag 11. Januar 2025, 16:41 Zusammenfassung: Jugendamt ist der letzte Ausweg und muss sich auf Fälle konzentrieren, wo es den Kindern wirklich mies geht. Für Fälle, wo es nur den Eltern mies geht, fehlen sowohl Mittel als auch Zuständigkeit. Also bitte nicht als potentielle Hilfe empfehlen. Die helfen eigentlich nur wirklich, wenn das Kind bereits "in den Brunnen gefallen" ist. Und das plant hier sicher niemand.
Es tut mir leid, dass du solche Erfahrungen gemacht hast. Wie schon gesagt, gibt es auch einige ältere Kollegen und ganze Jugendämter, die da noch sehr auf der alten Schiene unterwegs sind und das ist auch echt schade, und ja, die Jugendämter sind chronisch überlastet.
Als jemand, der schon im und mit dem Jugendamt gearbeitet hat und der den Fachbereich studiert hat und in dem Fachbereich arbeitet, kann ich aber sagen; doch, es fällt auch in die Zuständigkeit von Jugendämtern, die Eltern zu entlasten. Wenn das Jugendamt sagt, es geht primär um die Kiddies, dann kann man immer noch als Begründung sagen, die Entlastung der Eltern dient auch zum Wohlergehen der Kinder.

Wenn das Jugendamt wegen chronischer Überarbeitung und Entlastung sich komplett quer stellt, dann lässt sich da natürlich leider nicht viel machen. Tut mir echt leid, dass du da solche Erfahrungen machen musstest.
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Tania
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Tania »

Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: Samstag 11. Januar 2025, 18:27 Wenn das Jugendamt wegen chronischer Überarbeitung und Entlastung sich komplett quer stellt, dann lässt sich da natürlich leider nicht viel machen. Tut mir echt leid, dass du da solche Erfahrungen machen musstest.
Danke fürs Mitgefühl. Ich fürchte jedoch, dass die Jugendämter auch heute noch darunter leiden, dass es zu viele Problemfälle und zu wenig Mittel (personell und finanziell) gibt. Die Grenzfälle, in denen die Eltern noch gerade so klarkommen (wenn auch um den Preis der eigenen Gesundheit und der Aufgabe ihrer Karriere) fallen da nun mal raus.

Wäre es tatsächlich Aufgabe irgendeiner staatlichen Organisation, dafür zu sorgen, dass Kinder zuverlässig, liebevoll und qualitativ hochwertig betreut und versorgt werden (und damit meine ich nicht den Fraß, der heutzutage für 4.45€ pro Miniportion als Schulessen ausgegeben wird), so dass beide Eltern Vollzeit arbeiten können - auch wenn das Kind krank ist, die Eltern Schicht arbeiten, mehrtägige Dienstreisen anfallen, spontane Überstunden angeordnet werden -, würden wahrscheinlich deutlich weniger junge Frauen den Anspruch haben, dass ein Mann die Familie mit seinem Gehalt ernähren kann (um mal wieder einen Themenbezug herzustellen). Und würden diese staatlichen Stellen dann auch noch dafür sorgen, dass die Eltern nach ihrem Vollzeitjob noch Zeit zum Regenerieren haben, vielleicht sogar einem Hobby nachgehen können - dann würden vielleicht sogar die Geburtenzahlen wieder steigen.
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Mit müden Augen »

Zum Thema überforderte Jugendämter gibt es aktuell was in der ARD-Mediathek, hab es mir aber nicht angeguckt. Vielleicht interessiert euch das ja...
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Das ist doch kein Leben. :cry:
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Re: Sind Frauen zu anspruchsvoll?

Beitrag von Automobilist »

Settembrini hat geschrieben: Freitag 10. Januar 2025, 22:53 Hier wirkt es ein wenig wie bei Forrest Gump. Bei ihm war es seine Jenny, die er sein ganzes Leben lang suchte, nachdem er sie in ganz jungen Jahren schon gefunden hatte. Eine andere gab es für ihn nicht. Nur, dass Jenny in seinem Alter war – anders als Deine Aphrodite es bei Dir gewesen ist. Ich würde sie Dir von ganzem Herzen gönnen!

Wer auch immer das sein mag.....aber aufrichtigen Dank für Dein Verständnis !

Menschen, die vom Durchschnitt abweichen, sind die interessantesten Menschen der Welt! Denn die Masse ist durchschaubar und verfügen somit über austauschbare Charaktere und Eigenschaften.

Meine Zustimmung. Aber nur " interessant " - als Specimen für das anthropologische Museum - genügt leider nicht. Die meisten Leute haben an mir schwer zu beißen - schon, weil sie nicht damit rechnen, urplötzlich regelrecht in die Zeitmaschine von H.G. Wells geworfen zu werden.

Wobei ich hier für @Elfrierde eine Lanze brechen möchte, dass sie hier im Forum ausgesprochen ehrlich und somit durchaus schonungslos gegenüber sich selbst auf mich wirkt.
Bei mir sind es nicht die fehlenden Enkelkinder gewesen, die ich vermisste, sondern die fehlende Familie an für sich. Und ich danke meinen verstorbenen Eltern noch heute, nach all den Jahrzehnten, dass sie mich diese Sehnsucht nach Enkelkindern nicht spüren lassen wollten. Doch obwohl sie es nicht direkt sagten – gespürt habe ich es dennoch.

Davon bin ich ebenfalls überzeugt; von daher sollte das auch keine Kritik von meiner Seite darstellen.
Die Sache mit den " Enkelkindern " vermag ich allerdings nicht nachzuvollziehen. Mir fehlt hiefür der Bezug - und in puncto " Kleine Kinder "...bin ich wohl eher auf der Seite von W.C. Fields....


Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Du immer noch suchst… nämlich nach der vergangenen Zeit und Deiner Aphrodite. Das ist völlig legitim und bedarf von Deiner Seite her auch keiner weiteren Erklärung, um es für mich verständlich zu machen.
Natürlich ! Ich denke, wir alle hören auf, zu Suchen, wenn ein paar Leute Erde über uns schaufeln, aber nicht vorher. Wo es keine Zukunft gibt - dorten gewinnt die Vergangenheit noch sehr viel mehr Raum, als bei mir ohnehin schon....


Sich treu zu bleiben - kann Wunden reißen. Dieselben heilen nicht - sie vernarben nur.
Du glaubst gar nicht, wie sehr Du mit diesen zwei letzten Sätzen mir aus der Seele sprichst.

Es gibt ja viele Leute, welche den Unsinn von " Zeit heilt alle Wunden " glauben oder sogar verbreiten. Nichts könnte falscher sein - und alles bleibt, wie ein unsichtbares Brandmal, bei uns zurück...und macht uns zu d e m, was wir heute sind.


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Was ist " humour " ? Excellenz Erich Ludendorff
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