Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Gedanken zum Thema "Absolute Beginner", Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt
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Undomiel
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Undomiel »

Tania hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 21:46 Ich glaube, das von mir gefettete ist der Knackpunkt. WANN genau entscheidet man sich denn für einen anderen und hört auf, auf was Besseres zu hoffen - und warum tut man das? Tut man das nicht dann, wenn man glaubt, das persönliche Optimum gefunden zu haben?
Das ist für auch genau der entscheidende Punkt. Als ich meinen Freund kennengelernt habe war ich am Anfang auch unsicher, weil er in manchen Punkten eben nicht das war, was ich mir in meinen Träumen vorgestellt habe. Aber das kann sich alles relativieren, wenn man eine Person besser kennenlernt. Dann wird auf einmal aus dem vermeintlichen Kompromiss das Optimum. Eben weil man merkt, dass manche Wunschvorstellungen eigentlich gar nicht wichtig sind. Man kann sich durchaus in Menschen verlieben, die nicht den Idealvorstellungen entsprechen. Und ab dem Punkt ist es einem egal.
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Rantanplan
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Rantanplan »

Wann man sich entscheidet? Wenn man feststellt, dass man diesen Menschen liebt und sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen kann.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Außenseiter »

oldfield2283 hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 23:57 Ich glaube, mit Bestimmtheit kann man das so nicht sagen, da die Ursachen dafür daß Menschen ABienen/AB sind und vielleicht bleiben, vielfältig sind und das Leben in Single-Haushalten sicher nicht der Auslöser ist, möglicherweise ist es eine der Folgen. Aber wie war das noch mit Korrelation und Kausalität? Ein Teilnehmer brachte das doch in die Diskussion oder war es ein anderer Thread. Ich denke, bei weitem nicht alle Singles sind, waren oder bleiben auch AB - wenn beide Zahlen zunehmen, kann das sein und hat einerseits wirtschaftliche, andererseits gesellschaftliche Ursachen. Es könnte aber genauso gut sein, daß durch die Single-Haushalte der Anteil der ABienen/AB insgesamt zurück geht, weil zB die ABienen/AB, die bisher bei Muddi wohnten oder durch irgendwelche anderen Lasten, die sich aus ungewolltem Zusammenleben in irgendeiner Form ergaben, keine Beziehung ausprobieren konnten/durften, dies nun in neugewonnener Freiheit und mit neuen netten Nachbarn ändern.
Wie gesagt, nichts genaues weiß man nicht - oder zumindest erschließt es sich mir nicht und die Diskussion hier hat das nicht erhellt eher noch verwirrt
Mit Bestimmtheit müssen wir das ja auch nicht sagen, es hätte mir für einen ergiebigen Thread gereicht, Vermutungen anzustellen. Ich z.B. bin überhaupt nicht deiner Meinung, sondern denke, dass das anonyme Leben in der Großstadt das Ab-Sein grundsätzlich noch fördert und sehr wohl auch Ursache desselben ist (ähnlich wie in der Moderne in den späten 20er Jahren). Abseits der immer höheren Mieten und des Wahnsinns auf dem Wohnungsmarkt, der dafür sorgt, dass sich Gemeinschaften Gleichgesinnter oft aus sozialen Gründen gar nicht mehr zusammenfinden können und der es Paaren schon schwierig macht, eine gemeinsame Wohnung zu finden, habe ich den Eindruck, dass sich das Leben in einem Mehrfamilienhaus immer stärker individualisiert und mehr einer Ansammlung aus Einzelkämpfern gleicht, deren Wohnungen zufällig übereinandergestapelt wurden, wo keine Post mehr angenommen wird, sich nicht mehr Guten Tag gesagt wird, wo jeder seine Fenster mit Sichtschutzfolien beklebt, weil ja in der Ferne jemand reinschauen könnte. Jetzt stell dir einen einsamen Menschen vor, der es vermeintlich geschafft hat, seinem Elternhaus zu entkommen und dessen Erfolg jetzt damit gekrönt wird, dass er in einer solchen Wohnsituation landet. Mit der netten Nachbarin ist da nicht viel. Selbst wenn es sie gibt, ist sie eine Tür entfernt und damit unerreichbar weit weg.

Der Witz ist doch: die Politik klopft sich auf die Schulter und feiert es als Erfolg des demokratischen Zusammenhalts und als groß angelegte Bürgerinitiative, wenn irgendwelche Sharing-Konzepte, Kreislaufwirtschaften und Second-Hand-Läden für Bücher, Kleidung etc. aus dem Boden schießen und sonstwas für Pipapo, um Menschen in der Stadt zueinander zu bringen oder wenn sich Menschen in ihrer Notlage zusammenschließen, um den Verkauf ihrer Wohnung an irgendwelche Investoren zu verhindern. Dabei sind das einfach nur Grundanforderungen an ein gesellschaftliches Leben, für das wir mittlerweile Dienstleister brauchen, um zu funktionieren. Wer einsam ist, spürt das stärker als alle anderen: wir bewegen uns nur zwischen Dienstleistern und uns selbst. Da ist kein Raum mehr für Mitmenschlichkeit.
Was ich geleistet habe, ist nur ein Erfolg des Alleinseins.

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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Egil »

Tania hat geschrieben: Mittwoch 10. Juli 2024, 00:24 "Wenn man den Spatz hat und beschließt, ihn zu behalten, zu hegen und pflegen und immer gut zu füttern, wird er irgendwann so groß wie eine Taube."
Genau, wenn man seinen Spatz gut füttert, wächst er. Ja, das kann passieren :pfeif: :lach:
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Tania
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Tania »

Egil hat geschrieben: Mittwoch 10. Juli 2024, 15:01
Tania hat geschrieben: Mittwoch 10. Juli 2024, 00:24 "Wenn man den Spatz hat und beschließt, ihn zu behalten, zu hegen und pflegen und immer gut zu füttern, wird er irgendwann so groß wie eine Taube."
Genau, wenn man seinen Spatz gut füttert, wächst er. Ja, das kann passieren :pfeif: :lach:
... mitunter erreicht er sogar Rosaelefantengröße ... hab ich gelesen ;) :brille1:
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Reinhard »

Tania hat geschrieben: Mittwoch 10. Juli 2024, 00:24
Reinhard hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 22:02 Oder anders: man entscheidet sich leichter für den Spatz in der Hand, wenn die Taube auf dem Dach sitzt; als wenn man den Spatz aufgeben müsste für eine direkt neben einem sitzende Taube, die man mit beiden Händen vielleicht erwischt, wenn man schnell ist. :hierlang:
Dann könnten wir Cavias These umformulieren in "Da alle sich auf die Taube stürzen, die allerdings nur einer fangen kann (wenn das arme Vieh nicht vorher völlig verschreckt wegflattert), bleiben am Ende recht viele Leute vögellos".

Genau, aber probieren, ob sie die Taube kriegen, wollen viele halt doch mal. Aber wenn die Tauben eingefangen und beringt in ihrem Taubenschlag sitzen, dann haben auch die Spatzen eine Chance, bejagt zu werden. (Was in der Metapher nicht so schlimm ist, wie es sich anhört.)

Tania hat geschrieben: Mittwoch 10. Juli 2024, 00:24 Oder meine in "Wenn man den Spatz schon in der Hand hat, sich aber weiter bemüht, die Taube zu erwischen, haut der Spatz auch wieder ab". Oder Deine in "Wenn man den Spatz hat und beschließt, ihn zu behalten, zu hegen und pflegen und immer gut zu füttern, wird er irgendwann so groß wie eine Taube." Ändert zwar nichts an den Grundaussagen, aber wenigstens befassen wir uns dann endlich mal mit Vögeln statt mit Beziehungstheorie ;)
Zumindest kann man mit Spatzen genausoviel Spaß haben wie mit Tauben. :hierlang:
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Levyn »

Außenseiter hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 22:58
Reinhard hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 22:02 Eine These des Threads ist doch:
Früher waren die Menschen kompromissbereiter mit der Folge man kam leichter in eine Beziehung; und heute sind sie nicht mehr so kompromissbereit und das Initialisieren von Beziehungen passiert seltener.
Wünscht du dir, dass das eine These dieses Threads war? Denn meiner Meinung nach war der Ausgangspunkt die Frage: immer mehr Single-Haushalte auch immer mehr ABs? Aber hey, was auch immer. Man könnte könnte jetzt auch in den Thread "Anspruchsdenken und AB-tum" wechseln, der sich mMn seit Post 3 daraus ergeben hat.
Das kommt ja auch darauf an, was man unter "ABs" verstehen möchte. Ich erlebe gerade bei den jungen Leuten, dass die immer später eine Beziehung bzw. noch nie eine Beziehung hatten. Sie hatten aber sehr wohl schon diverse intime Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Zu denen würde ich mich selbst auch zählen. Ich hatte aber noch nie eine Beziehung. Ich finde es daher auch schwierig dort eine Korrelation finden zu wollen, weil es einfach zu schwammig ist.
Meiner Meinung nach haben die zwei Punkte gar nichts miteinander zu tun. Mehr Single-Haushalte heißt ja erstmal nur, dass sich die Leute tendenziell nicht binden wollen. Sie können aber trotzdem ihre Erfahrungen mit wechselnden Partnern gemacht haben.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von time4change »

Levyn hat geschrieben: Mittwoch 10. Juli 2024, 19:12 Das kommt ja auch darauf an, was man unter "ABs" verstehen möchte.
Ich denke, der Begriff ist relativ klar definiert - und beinhaltet DREI Kriterien:

1. unfreiwillig
2. ohne Beziehungserfahrung
(Korrektur: oder untypisch wenig)
und/oder sexuelle Erfahrung
(die über DIY hinaus geht)
3. in einem Alter, in dem "normale Menschen" = der größte Teil der Alterskohorte schon Sex und wenigstens mal temporär eine oder mehrere Beziehungen hatte

(und soweit ich mich an meine Studienzeit erinnere, hatten viel Paare getrennte Wohnheim-/WG-Zimmer)
Zuletzt geändert von time4change am Donnerstag 11. Juli 2024, 22:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Levyn »

time4change hat geschrieben: Donnerstag 11. Juli 2024, 21:35
Levyn hat geschrieben: Mittwoch 10. Juli 2024, 19:12 Das kommt ja auch darauf an, was man unter "ABs" verstehen möchte.
Ich denke, der Begriff ist relativ klar definiert - und beinhaltet DREI Kriterien:

1. unfreiwillig
2. ohne Beziehungserfahrung und/oder sexuelle Erfahrung (die über DIY hinaus geht)
3. in einem Alter, in dem "normale Menschen" = der größte Teil der Alterskohorte schon Sex und wenigstens mal temporär eine oder mehrere Beziehungen hatte

(und soweit ich mich an meine Studienzeit erinnere, hatten viel Paare getrennte Wohnheim-/WG-Zimmer)
Was ist dann der Unterschied zwischen einem Hardcore AB und AB?

In welche Kategorie fallen Menschen, die in ihrer Jugend oder frühes Erwachsenenalter schon Erfahrungen hatten oder gar eine Beziehung, aber seit 20 Jahren nicht mehr "berührt" wurden? Sind das aus deiner Sicht dann "Normalos"?
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Tania
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Tania »

Levyn hat geschrieben: Donnerstag 11. Juli 2024, 21:42
time4change hat geschrieben: Donnerstag 11. Juli 2024, 21:35
Levyn hat geschrieben: Mittwoch 10. Juli 2024, 19:12 Das kommt ja auch darauf an, was man unter "ABs" verstehen möchte.
Ich denke, der Begriff ist relativ klar definiert - und beinhaltet DREI Kriterien:

1. unfreiwillig
2. ohne Beziehungserfahrung und/oder sexuelle Erfahrung (die über DIY hinaus geht)
3. in einem Alter, in dem "normale Menschen" = der größte Teil der Alterskohorte schon Sex und wenigstens mal temporär eine oder mehrere Beziehungen hatte

(und soweit ich mich an meine Studienzeit erinnere, hatten viel Paare getrennte Wohnheim-/WG-Zimmer)
Was ist dann der Unterschied zwischen einem Hardcore AB und AB?

In welche Kategorie fallen Menschen, die in ihrer Jugend oder frühes Erwachsenenalter schon Erfahrungen hatten oder gar eine Beziehung, aber seit 20 Jahren nicht mehr "berührt" wurden? Sind das aus deiner Sicht dann "Normalos"?
Oben im diesem Forum steht "keine oder nur geringe Beziehungserfahrungen". Insofern ist time4changes Definition da etwas abweichend.
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