Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Gedanken zum Thema "Absolute Beginner", Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt
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Automobilist
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Automobilist »

Tania hat geschrieben: Montag 8. Juli 2024, 22:13
Und der von Dir genannte männliche Pragmatismus führt dann dazu, dass die Männer die tatsächlich erreichbaren Frauen entweder ignorieren oder durch die Behandlung als "2.-Wahl-Frau"vergraulen, um die scheinbar erreichbaren "Erste-Wahl-Frauen" zu umwerben?
Was sind " II. Wahl - Frauen " ? Entweder es " paßt " optisch und auch sonst - dann " I. Wahl " - oder eben nicht.
Dann " Keine Wahl ".
Alles Andere halte ich für desaströs. Unwiderruflich und sofort.

Aber das hätte man ja bereits im Vorfelde bemerkt, somit : " Keine Wahl ".

Ob " erreichbar " - oder nicht. Meist eher " nicht ".
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Tania
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Tania »

Automobilist hat geschrieben: Montag 8. Juli 2024, 22:23
Was sind " II. Wahl - Frauen " ?
Frag nicht mich. Diese Einteilung hat Reinhard vorgenommen.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Automobilist »

Gut. Dann die Frage an Reinhard....
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Reinhard »

Tania hat geschrieben: Montag 8. Juli 2024, 22:13
Reinhard hat geschrieben: Montag 8. Juli 2024, 21:48 Wie schon gesagt, ich halte das nicht fur ursächlich(*), sondern das ist eine Folge davon, dass es in größerer Anzahl als früher die "Erste Wahl"-Frauen gibt, die erreichbar scheinen.
Und der von Dir genannte männliche Pragmatismus führt dann dazu, dass die Männer die tatsächlich erreichbaren Frauen entweder ignorieren oder durch die Behandlung als "2.-Wahl-Frau"vergraulen, um die scheinbar erreichbaren "Erste-Wahl-Frauen" zu umwerben?
Nein, das habe ich nicht gesagt. Zwischen nicht umwerben und vergraulen liegt doch noch einiges dazwischen.

Und es geraten doch genügend Männer in irgendwelche Beziehungen, dass es vermutlich nicht immer die Erste Wahl war.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Hurz_der_Schrei »

time4change hat geschrieben: Montag 8. Juli 2024, 22:12 [
d.h. laut DIR gab es bis in die 1990er Jahre (fast) keine ABs?!

logischerweise hat also jeder und jede vor ca. 1975 Geborene sexuelle und Beziehungserfahrung - da er/sie ja sonst bereits in den 1990er Jahren AB geworden wäre!
In der Gesamtstatistik ist dem auch so, dass das "AB-Phänomen" bis zur Jahrtausendwende eine Randerscheinung war, zu der auch ich gehörte.
time4change hat geschrieben: Montag 8. Juli 2024, 22:12

... und alle Ü50-Jährigen hier im Forum sind laut Deiner These logischerweise Fakes!!!

Geht es auch etwas sachlicher?
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Tania
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Tania »

Reinhard hat geschrieben: Montag 8. Juli 2024, 22:45 Zwischen nicht umwerben und vergraulen liegt doch noch einiges dazwischen.
Stimmt. Im Ergebnis kommt allerdings dasselbe bei raus - der Mann landet weder mit der nicht umworbenen noch mit der vergraulten Frau in einer glücklichen Beziehung. Und mit allem dazwischen auch nicht.

Und es geraten doch genügend Männer in irgendwelche Beziehungen, dass es vermutlich nicht immer die Erste Wahl war.
Wie kommst Du nur auf die Idee, dass Frauen langfristig mit Männern glücklich werden können, von denen sie wissen, dass diese sie als "2. Wahl" sehen?

Mag sein, dass da tatsächlich "irgendwelche Beziehungen" entstehen. Aber die halten dann eben auch nur so lange, bis einer der Beteiligen die Nase von der "Deklassierung" voll hat oder bis halt doch ein "Erste-Wahl-Mensch" auftaucht.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Reinhard »

Tania hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 00:02
Und es geraten doch genügend Männer in irgendwelche Beziehungen, dass es vermutlich nicht immer die Erste Wahl war.
Wie kommst Du nur auf die Idee, dass Frauen langfristig mit Männern glücklich werden können, von denen sie wissen, dass diese sie als "2. Wahl" sehen?

Das ist doch der Normalfall. Oder?


Tania hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 00:02 Mag sein, dass da tatsächlich "irgendwelche Beziehungen" entstehen. Aber die halten dann eben auch nur so lange, bis einer der Beteiligen die Nase von der "Deklassierung" voll hat oder bis halt doch ein "Erste-Wahl-Mensch" auftaucht.

Das würde in dem Szenario ja nicht passieren, die sind alle vergeben . Oder zumindest so selten, dass es keinen Sinn macht, danach Ausschau zu halten.

Eigentlich ist das das heutige Problem, dass jeder Ausschau nach was Besserem hält, weil die anderen Ausschauhalter ja theoretisch verfügbar sind.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von RomNey »

Also ich komme immer noch nicht auf wayfarings Post klar.
Mal davon abgesehen das ich das alles ganz anders wahrnehme und es sich für mich sehr weltfremd anfühlt.
(klar gibt es das alles was du beschreibst aber genau so gibt es das auch bei Männern und ich nehme das alles eher als Minderheit wahr, nicht als die breite große Masse, die unsere Gesellschaft ja darstellen will/soll/möchte?)
Was mich aber am meisten mit Fragezeichen in den Augen hinterlassen hat is folgendes,
Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: Sonntag 7. Juli 2024, 22:10 ...

3. Die gesamtgesellschaftliche Entwicklung. Ich erlebe bei immer mehr Frauen, dass sie sich nicht mehr als Frau fühlen sondern als irgendwas (was ich ja auch keineswegs verurteile, nur habe ich den Eindruck, viele - auch einige Männer - lassen sich heutzutage gern von dem Gedanken verleiten, zu einer Minderheit gehören zu wollen, weswegen sie queer werden; und nicht aus persönlicher Überzeugung oder irgendwelchen biologischen Gegebenheiten, die aber mal keine Rolle spielen sollen)
..
Du meinst die möchten zu einer Minderheit gehören deswegen werden sie queer, in welcher Form auch immer?
(wobei ich jetzt erstmal nur davon rede das queer bedeutet, im falschen Körper)

Geht so gar nicht in meinen Kopf.
Ich glaube auch nicht das es persönliche Überzeugung oder irgendwelche biologischen Gegebenheiten (also das noch am ehesten, weil diese Menschen im falschen Körper geboren werden?) es ist bei diesen Menschen das Gefühl das sie im falschen Körper sind.
Also ich habe keine Ahnung, weiß nicht wie sich das anfühlt (zum Glück) denke aber nicht das es deswegen getan wird weil man irgendwo dazu gehören möchte.


Und ja gut, über das Internet und in Schriftform passieren leicht viele Missverständnise und du hast ja auch gesagt, das du gerne mal falsch verstanden wirst.

Aber ich glaube ich war nicht der einzige der nach dem durchlesen dieses Posts mit gefallener Kinnlade davor saß.

Also nichts für ungut.
Ich glaube das war bei mir sehr ähnlich.
Habe ein völlig verzerrtes Weltbild gehabt, besonders von Frauen, weil man keinen Kontakt zu Frauen hatte und nur mitbekommen hat was in Medien und Co. abging.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Tania »

Reinhard hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 09:16
Tania hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 00:02
Und es geraten doch genügend Männer in irgendwelche Beziehungen, dass es vermutlich nicht immer die Erste Wahl war.
Wie kommst Du nur auf die Idee, dass Frauen langfristig mit Männern glücklich werden können, von denen sie wissen, dass diese sie als "2. Wahl" sehen?
Das ist doch der Normalfall. Oder?
Ganz und gar nicht. Glückliche, dauerhafte Beziehungen entstehen ja, weil man sich wechselseitig füreinander entscheidet. Ohne wenn und aber. Eine Person, die eigentlich etwas "Besseres" sucht, wird sich nur schwer festlegen können (kein Zusammenziehen, keine Familienplanung, kein Vorstellen der Eltern, keine Hochzeit - manchmal wird sogar langfristige Urlaubsbuchung vermieden) - und eine Person, die mit so einem "Wackelkandidaten" (m/w/d) liiert ist, wird entsprechend ihre Investitionen niedrig halten, da das Verlustrisiko einfach sehr hoch ist. Ganz davon abgesehen ist es nicht sonderlich gut fürs eigene Selbstbewusstsein, von der Person, die man liebt und für das Beste auf der Welt hält, als "zweitklassig" angesehen zu werden. Also spielt man das "mal sehen ob er/sie doch noch merkt, dass ich einfach perfekt für ihn/sie bin" - Spiel nur so lange mit, bis es irgendwann zu sehr weh tut. Und dann fängt man an, sich rein aus Selbstschutz zu entlieben - und da das am leichtesten geht, wenn man keinen Kontakt hat, beendet man die Beziehung(sanbahnung).

Und bevor hier jetzt jemand fragt, wo der AB-Bezug ist: meiner Erfahrung nach sind gerade ABs sehr gut darin, vorsichtigem Interesse mit einem "Also eigentlich habe ich mir ja jemanden vorgestellt, der/die jünger/blonder/eloquenter/reicher/schlanker/erfahrener/unerfahrener ist" zu begegnen. Und sehr schlecht darin, diese Aussage irgendwann mal zurück zu nehmen - falls der/die Interessent/in nicht sowieso schon weggerannt ist. Ich würde nicht sagen, dass erfahrenere Menschen sich nicht auch ab und zu etwas "Besseres" vorstellen - nur sind sie meist so klug, das für sich zu behalten, bis man einander etwas besser kennt. Einfach weil sie wissen, wie schwer solche Verletzungen zu heilen wären, wenn man einige Wochen später merken sollte, dass das Gegenüber einen wider Erwarten so glücklich macht, dass auch Mr/Ms Perfect das nicht mehr toppen könnte. Und dass man aufhören kann zu suchen, weil man bereits absolut glücklich mit dem ist, was man gefunden hat.







Tania hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 00:02 Mag sein, dass da tatsächlich "irgendwelche Beziehungen" entstehen. Aber die halten dann eben auch nur so lange, bis einer der Beteiligen die Nase von der "Deklassierung" voll hat oder bis halt doch ein "Erste-Wahl-Mensch" auftaucht.
Das würde in dem Szenario ja nicht passieren, die sind alle vergeben . Oder zumindest so selten, dass es keinen Sinn macht, danach Ausschau zu halten.
Auch wenn das "Auftauchen" nicht passiert, das "Nase voll von der Deklassierung" passiert trotzdem. Spätestens wenn klar wird, dass der/die Partner/in nur noch da ist, weil nichts Besseres zu finden ist.
Eigentlich ist das das heutige Problem, dass jeder Ausschau nach was Besserem hält, weil die anderen Ausschauhalter ja theoretisch verfügbar sind.
Zum Glück tut das absolut nicht Jeder. Im Gegenteil - Aussagen wie "Du bist einfach der/die Beste" sind häufig zu beobachten und vor allem ehrlich gemeint. Und wirken sehr beziehungsfördernd.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Aurel »

Tania hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 14:11 ….
Und bevor hier jetzt jemand fragt, wo der AB-Bezug ist: meiner Erfahrung nach sind gerade ABs sehr gut darin, vorsichtigem Interesse mit einem "Also eigentlich habe ich mir ja jemanden vorgestellt, der/die jünger/blonder/eloquenter/reicher/schlanker/erfahrener/unerfahrener ist" zu begegnen.
…..
Eine Nachfrage kann ich mir jetzt nicht verkneifen: habe ich dich richtig verstanden, dass ABs nach deiner Erfahrung dazu tendieren, einen derartigen Satz direkt verbal, quasi Face-to-Face, gegenüber der Person auszusprechen, die der AB datet? Das heißt, dass er dies jetzt nicht nur für sich denkt, sondern ausspricht?

Falls ich dich richtig verstanden habe, hat das doch nichts mehr mit „erster Wahl“ versus „zweiter Wahl“ zutun, sondern ist eine strikte Ablehnung und Abfuhr.
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Tania
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Tania »

Aurel hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 15:16 Eine Nachfrage kann ich mir jetzt nicht verkneifen: habe ich dich richtig verstanden, dass ABs nach deiner Erfahrung dazu tendieren, einen derartigen Satz direkt verbal, quasi Face-to-Face, gegenüber der Person auszusprechen, die der AB datet? Das heißt, dass er dies jetzt nicht nur für sich denkt, sondern ausspricht?

Falls ich dich richtig verstanden habe, hat das doch nichts mehr mit „erster Wahl“ versus „zweiter Wahl“ zutun, sondern ist eine strikte Ablehnung und Abfuhr.
Ja, das kam verbal und direkt. Und das mitunter sogar schon vor irgendwelchen Treffen, die man als "Date" bezeichnen könnte. Beim ersten Mal war ich ziemlich verblüfft, als ich auf eine harmlose PN (kein Anbaggern meinerseits, es war nur eine Reaktion auf einen öffentlichen Post dieser Person - die hier übrigens nicht aktiv ist) eine Antwort der Form "Danke für Dein Interesse, aber für eine Beziehung wohnst Du mir zu weit weg" bekam. Das war natürlich für mich ne klare Abfuhr. Was mich aber in dem Moment weniger gestört hat - war ja meinerseits nur so ein vages Interesse, und dann waren die Fronten geklärt und wir haben trotzdem einen ziemlich intensiven Kontakt aufgebaut, inklusive diverser Treffen. In denen mir auch noch deutlich und verbal mitgeteilt wurde, dass die Traumfrau am besten promoviert (ich bin nur diplomiert), begeisterte Museenbesucherin (ich geh zwar mit, aber kann mir Besseres vorstellen) und mindestens 10 Jahre jünger und diverse kg leichter sein sollte. Also ganz klar: ich war für ihn ausgesprochen suboptimal. Folglich habe ich das Ganze auch nicht als vielversprechende Beziehung(sanbahnung) gesehen und bei Aufkommen tieferer Gefühle meinerseits den Rückzug angetreten. Eigentlich eine einvernehmliche Kontaktreduzierung (ihm war das alles eh zu viel und hat ihm Zeit für wichtigere Dinge wie Me-Time, Sport oder Einkaufen genommen), aber paar Wochen später gingen dann die Vorwürfe los - anscheinend hätte ich unsere Beziehung wohl sabotiert und mit seinen (bis dahin nie erwähnten) Gefühlen gespielt.

Naja, ist laaaaaange her - aber das Muster hat sich noch paarmal wiederholt. So viele proaktive Körbe (also Zurückweisungen, bevor mal sich überhaupt näher beschnuppert hat) wie in ABistan habe ich im sonstigen Leben nicht erlebt. Wobei ich immer noch überzeugt bin, dass das gar nicht böse gemeint war, eher im Gegenteil. Die Herren wollten mir wahrscheinlich nur ersparen, dass ich mir zu viel Hoffnungen mache, weil sie eben wussten, wie sich sowas anfühlt.

Übrigens, kleiner Tipp für eventuelle Mitleser: auch diese ganzen "Wie sollte eure Traumfrau/-mann sein" Posts können gefährlich werden. Wer nicht ABSOLUT sicher ist, dass er einen Wohnort außerhalb von 30 km oder einen Altersunterschied von mehr als 5 Jahren komplett inakzeptabel findet, sollte das besser nicht irgendwo posten. Das Internet findet eine Menge ... Und sollte es doch passiert sein, nicht vergessen, der/dem eventuell gefundenen Traumfrau/-mann, der/die blöderweise 50km entfernt wohnt oder 7 Jahre älter ist, zeitnah zu sagen "Früher dachte ich tatsächlich, dass ich mit einer so großen Distanz/Altersunterschied nicht klarkommen würde. Ich war ja sooo blöd, Du bist einfach perfekt für mich :shylove:, da sind solche Dinge komplett irrelevant. "
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Außenseiter »

Tania hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 16:02 ...da sind solche Dinge komplett irrelevant. "
Hätte mir als Aussage gereicht. Immer dieses scheiß Anspruchs-Denken...ich will dies und ich will das, wie im Supermarkt und auf der Viehbörse. Und was hat man denn davon wenn man am Ende kriegt, was man vermeintlich will? Warum kann man sich denn nicht einfach auf den anderen einlassen, wenn man für sich selbst entscheiden hat, dass es ok ist? Kannte auch Paare, wo sie ihn über alles geliebt hat und so ziemlich bei jedem seiner Interessen gesagt hat, ne das ist blöd, das gefällt mir nicht, ich will das jetzt nicht mit ihm machen und der nächste Mann soll aber so und so sein und dies und das nicht mehr tun. Dennoch hätte sie diesen ihren Partner nie freiwillig verlassen. War bestimmt so ne 2.-Wahl-Beziehung, bevor sie gar nichts kriegt :roll:

Also, wenn wenn diese vorherigen 50 Posts in einen künftigen AB-Ratgeber Einzug finden, möchte ich aber nicht in der Haut des 15-jährigen zukünftigen Beziehungslosen stecken, der das dann irgendwann mal alles lesen muss. Der gibt ja gleich auf.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Reinhard »

Tania hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 14:11 (...)

Mal einen Schritt zurück. Ich nahm an, dass eine Beziehung meistens als Kompromiss startet, etwas wo beide mit zurechtkommen. Dass es bei beiden der ideal vorgestellte Partner ist, ist einfach zu unwahrscheinlich. Und wenn man sich dann auf die Beziehung eingelassen hat und gewillt ist, an der Beziehung zu arbeiten, dann stellt sich irgendwann vielleicht auch mal Liebe ein. Die ist sowieso nicht von vornherein da, das wäre stattdessen höchstens Verliebtheit. Aber auch, dass am Ende das "langfristig glücklich sein" steht, obwohl die Beziehung mal so angefangen hat, würde ich als durchaus normal ansehen. Nicht jeder, aber durchaus in einer Art, um es normal zu nennen.


Wenn hingegen jeder nur für sich das Optimum sucht, und das gleich von Anfang an, dann bleibt am Ende jeder allein, und das ist dann ein weiteres Beispiel für Gefangenendilemma (sogar ohne einen Effekt durch den Anschein einer größeren Auswahl, wenn die Singlequote höher ist).
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Tania »

Ich bin verwirrt. Mal sind die meisten kompromissbereit:
Reinhard hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 19:25 Ich nahm an, dass eine Beziehung meistens als Kompromiss startet, etwas wo beide mit zurechtkommen.
... dann sucht jeder das Optimum ...
Reinhard hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 09:16
Eigentlich ist das das heutige Problem, dass jeder Ausschau nach was Besserem hält,
Ich glaube wir lassen das einfach.
Dass es bei beiden der ideal vorgestellte Partner ist, ist einfach zu unwahrscheinlich. Und wenn man sich dann auf die Beziehung eingelassen hat und gewillt ist, an der Beziehung zu arbeiten, dann stellt sich irgendwann vielleicht auch mal Liebe ein. Die ist sowieso nicht von vornherein da, das wäre stattdessen höchstens Verliebtheit.
Ich glaube, das von mir gefettete ist der Knackpunkt. WANN genau entscheidet man sich denn für einen anderen und hört auf, auf was Besseres zu hoffen - und warum tut man das? Tut man das nicht dann, wenn man glaubt, das persönliche Optimum gefunden zu haben?
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Reinhard »

Eine These des Threads ist doch:
Früher waren die Menschen kompromissbereiter mit der Folge man kam leichter in eine Beziehung; und heute sind sie nicht mehr so kompromissbereit und das Initialisieren von Beziehungen passiert seltener.

(Eingestiegen bin ich dabei aufs Cavias Behauptung, dass es an den Männern liegen würde, aber der Sachverhalt wäre erstmal prinzipiell zu verstehen, bevor man auf Geschlechtsunterschiede eingeht.)

Tania hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 21:46 Ich bin verwirrt. Mal sind die meisten kompromissbereit:
Reinhard hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 19:25 Ich nahm an, dass eine Beziehung meistens als Kompromiss startet, etwas wo beide mit zurechtkommen.
... dann sucht jeder das Optimum ...
Reinhard hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 09:16
Eigentlich ist das das heutige Problem, dass jeder Ausschau nach was Besserem hält,
Ich glaube wir lassen das einfach.
Dass es bei beiden der ideal vorgestellte Partner ist, ist einfach zu unwahrscheinlich. Und wenn man sich dann auf die Beziehung eingelassen hat und gewillt ist, an der Beziehung zu arbeiten, dann stellt sich irgendwann vielleicht auch mal Liebe ein. Die ist sowieso nicht von vornherein da, das wäre stattdessen höchstens Verliebtheit.
Ich glaube, das von mir gefettete ist der Knackpunkt. WANN genau entscheidet man sich denn für einen anderen und hört auf, auf was Besseres zu hoffen - und warum tut man das? Tut man das nicht dann, wenn man glaubt, das persönliche Optimum gefunden zu haben?

Das ist auch ein möglicher Punkt, ob es leichter oder schwerer geworden ist, an den Punkt zu gelangen. Ich kann meine Aussage auch umformulieren, dass man sich leichter auf seine vorhandenen Kandidaten einlässt, wenn die ideal gewünschten Kandidaten schwerer zu erreichen sind.

Oder anders: man entscheidet sich leichter für den Spatz in der Hand, wenn die Taube auf dem Dach sitzt; als wenn man den Spatz aufgeben müsste für eine direkt neben einem sitzende Taube, die man mit beiden Händen vielleicht erwischt, wenn man schnell ist. :hierlang:
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Egil »

Tania hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 21:46
Ich glaube, das von mir gefettete ist der Knackpunkt. WANN genau entscheidet man sich denn für einen anderen und hört auf, auf was Besseres zu hoffen - und warum tut man das? Tut man das nicht dann, wenn man glaubt, das persönliche Optimum gefunden zu haben?
Ist dann halt nur ein lokales und kein globales Optimum.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Außenseiter »

Reinhard hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 22:02 Eine These des Threads ist doch:
Früher waren die Menschen kompromissbereiter mit der Folge man kam leichter in eine Beziehung; und heute sind sie nicht mehr so kompromissbereit und das Initialisieren von Beziehungen passiert seltener.
Wünscht du dir, dass das eine These dieses Threads war? Denn meiner Meinung nach war der Ausgangspunkt die Frage: immer mehr Single-Haushalte auch immer mehr ABs? Aber hey, was auch immer. Man könnte könnte jetzt auch in den Thread "Anspruchsdenken und AB-tum" wechseln, der sich mMn seit Post 3 daraus ergeben hat.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Egil »

RomNey hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 09:41 Du meinst die möchten zu einer Minderheit gehören deswegen werden sie queer, in welcher Form auch immer?
(wobei ich jetzt erstmal nur davon rede das queer bedeutet, im falschen Körper)

Geht so gar nicht in meinen Kopf.
Ich glaube auch nicht das es persönliche Überzeugung oder irgendwelche biologischen Gegebenheiten (also das noch am ehesten, weil diese Menschen im falschen Körper geboren werden?) es ist bei diesen Menschen das Gefühl das sie im falschen Körper sind.
Also ich habe keine Ahnung, weiß nicht wie sich das anfühlt (zum Glück) denke aber nicht das es deswegen getan wird weil man irgendwo dazu gehören möchte.
Hier muss ich WS völlig Recht geben. Es gibt mehr Menschen, die das so sehen. Bestimmt gibt es ja welche, die intrinsisch das Gefühl haben, "im falschen Körper zu sein". Die gegenwärtige gesellschaftliche und mediale Präsenz des Themas hat mit Sicherheit bei vielen aber erst die Vorstellung geschaffen, die anders nie auf die Idee gekommen wären.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von oldfield2283 »

Außenseiter hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 22:58
Reinhard hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 22:02 Eine These des Threads ist doch:
Früher waren die Menschen kompromissbereiter mit der Folge man kam leichter in eine Beziehung; und heute sind sie nicht mehr so kompromissbereit und das Initialisieren von Beziehungen passiert seltener.
Wünscht du dir, dass das eine These dieses Threads war? Denn meiner Meinung nach war der Ausgangspunkt die Frage: immer mehr Single-Haushalte auch immer mehr ABs? Aber hey, was auch immer. Man könnte könnte jetzt auch in den Thread "Anspruchsdenken und AB-tum" wechseln, der sich mMn seit Post 3 daraus ergeben hat.
Ich glaube, mit Bestimmtheit kann man das so nicht sagen, da die Ursachen dafür daß Menschen ABienen/AB sind und vielleicht bleiben, vielfältig sind und das Leben in Single-Haushalten sicher nicht der Auslöser ist, möglicherweise ist es eine der Folgen. Aber wie war das noch mit Korrelation und Kausalität? Ein Teilnehmer brachte das doch in die Diskussion oder war es ein anderer Thread. Ich denke, bei weitem nicht alle Singles sind, waren oder bleiben auch AB - wenn beide Zahlen zunehmen, kann das sein und hat einerseits wirtschaftliche, andererseits gesellschaftliche Ursachen. Es könnte aber genauso gut sein, daß durch die Single-Haushalte der Anteil der ABienen/AB insgesamt zurück geht, weil zB die ABienen/AB, die bisher bei Muddi wohnten oder durch irgendwelche anderen Lasten, die sich aus ungewolltem Zusammenleben in irgendeiner Form ergaben, keine Beziehung ausprobieren konnten/durften, dies nun in neugewonnener Freiheit und mit neuen netten Nachbarn ändern.
Wie gesagt, nichts genaues weiß man nicht - oder zumindest erschließt es sich mir nicht und die Diskussion hier hat das nicht erhellt eher noch verwirrt
Wir würden uns oft unserer edelsten Taten schämen, wenn die Welt alle ihre Motive kennte.
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Re: Mehr Singles in Zukunft, mehr ABs?

Beitrag von Tania »

Reinhard hat geschrieben: Dienstag 9. Juli 2024, 22:02 Oder anders: man entscheidet sich leichter für den Spatz in der Hand, wenn die Taube auf dem Dach sitzt; als wenn man den Spatz aufgeben müsste für eine direkt neben einem sitzende Taube, die man mit beiden Händen vielleicht erwischt, wenn man schnell ist. :hierlang:
Dann könnten wir Cavias These umformulieren in "Da alle sich auf die Taube stürzen, die allerdings nur einer fangen kann (wenn das arme Vieh nicht vorher völlig verschreckt wegflattert), bleiben am Ende recht viele Leute vögellos". Oder meine in "Wenn man den Spatz schon in der Hand hat, sich aber weiter bemüht, die Taube zu erwischen, haut der Spatz auch wieder ab". Oder Deine in "Wenn man den Spatz hat und beschließt, ihn zu behalten, zu hegen und pflegen und immer gut zu füttern, wird er irgendwann so groß wie eine Taube." Ändert zwar nichts an den Grundaussagen, aber wenigstens befassen wir uns dann endlich mal mit Vögeln statt mit Beziehungstheorie ;)
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